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Full text: 70, 1942

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1942, 
Die Schwankung der Grundwassertemperatur betrug im Maximum 1.1°. Ihre 
Ursache konnte bisher nicht ermittelt werden, Fehler der Ablesung sind es nicht. 
Da das Grundwasser relativ großer Tiefe entstammt (die umgebenden Höhen 
liegen etwa 50 m über der Talsohle), und es außerdem etwa 1 km oberhalb der 
Station aus einer Verwerfung austritt, so erklärt sich schon durch die geother- 
mische Tiefenstufe der höhere Betrag der Wassertemperatur gegenüber der des 
Bodens in 1 m Tiefe. Immerhin ist die das Jahresmittel um 3.9° übersteigende 
Temperatur beachtenswert, sie findet sich übrigens auch an anderen Orten in 
Deutsch-Südwestafrikal), 
Da für die Korrektion der Barometerablesungen auf 0° auch die Zimmer- 
temperaturen gemessen wurden, mögen sie hier folgen, weil sie für den 
Hygieniker Interesse haben (Tab. 19). 
Tabelle 19. Zimmertemperaturen 1913. 
*r 
21h 
Minimum ) Maximum 
aus den Terminen 
; ı A gegen die Außen- 
Mittel En neratur 
Januar ...... >. 
Tebruar ....... 
MÄTZ ar kr 
April.......... 
Maler erew00000 
Juni 000000004 
Jüli.........00 
August........ 
September ..... 
Iktober ....... 
November ..... 
Dezember...... 
3.9 
22.7 
22,8 
‘9.4 
6.5 
44 
22 
5,0 
A7 
28,8 
27.5 
27.3 
23.8 
3:4 
45 
7 
24.2 
95.3 
75.0 
M.1 
75 
1 
Oo 
20.9 
19.9 
‘5.2 
1.2 
@ 
a 
Zw 
29.9 
29.1 
26.4 
23.8 
‘8.7 
8.1 
80 
94% 
262 
28.6 
30.5 
25.” 
25. 
24.9 
21.2 
7.5 
5,3 
40 
‚6.2 
47,5 
20.5 
22.7 
955 
4,9 
Qi 
Rz 
? 
3 
‚RB 
5.4 
„9. 
“48 
„1.6 
a 
_—. 
3 
a 
258 
20.4 
] ahr . 
„u 187 | 224 | 2057 99 | 312 | 205 +15 
Das Thermometer am Stationsbarometer befand sich in 1.5 m Höhe an der 
Innenwand des Büros. Das nach Westen gelegene Bürozimmer wurde nicht 
yeheizt. Im Winter wäre es manchmal erwünscht gewesen, der Kühle durch 
Kaminfeuer abzuhelfen. Die Temperatur in einem großen gut gebauten Haus 
ist das ganze Jahr über angenehm, Die hohen Sommertemperaturen über Tag 
im Freien liegen immer erheblich über der Zimmertemperatur, und die Trockenheit 
läßt die Hitze nicht allzusehr empfinden. Durch Ventilation bei Nacht kann 
man stets eine erfrischende Kühle erzielen. Der Hausbau muß aber dem Klima 
angepaßt werden, hohes Dach mit um das Haus laufender Veranda”) empfiehlt 
sich (vgl. Abb. 1). Ventilation zwischen Zimmerdecke und Dach der meist ein- 
stöckigen Häuser ist notwendig. In schlecht gebauten kleinen Häusern mit 
flachem Wellblechdach steigt die Temperatur oft bis 40°, in Zelten erhöhte sie 
sich, wie Messungen während des Eingeborenenaufstandes 1903 bis 1908 ergaben, 
häufig auf 55° bis 60°, Das sind aber Temperaturen, die durchaus schädigend 
wirken. Man sieht aus obigen Zahlen, wie sehr man die Wärme durch zweck- 
mäßige Bauart mildern kann; denn Kuibis galt bei den ersten Ansiedlern, die 
in Lüderitz’ Auftrag eine Station errichtet hatten, für so heiß, daß man dort 
nicht wohnen könne. Sie zogen das in Wirklichkeit besonders im Sommer viel 
wärmere Bethanien wegen seiner freien Lage vor. 
4. Luftfeuchte, 
In der Tab. 4 sind die Mittel der Temperaturen des trockenen und feuchten 
Thermometers an den Terminen 7, 14 und 21b enthalten. Die Monatsmittel des 
trockenen und feuchten Thermometers sind dort aus DNS berechnet. Der 
für die Beurteilung der Mitteltemperaturen übliche Wert aus LA, findet 
sich in der Tab. 1. 
N Vgl. P. Range, Geologie des deutschen Namalandes. Beiträge z. geol. Erforschung der 
Jdeutschen Schutzgebiete, Heft 2, S. 96. Berlin 1912. — ?) Vgl. Ann. d. Hyde. 1925, S. 180. Schrwitg.
	        
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