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Volltext: 70, 1942

Range, P.: Das Klima von Kuibis in Deutsch-Südwestafrika, 301 
gleichen Zeitraum an den Extremthermometern als Amplitude 16.2° Die An- 
gaben der Registrierungen sind also durchaus vertrauenswürdig. Das Mittel des 
Thermographen lag im Dezember 1912 bei 26.7° gegen 25.0° Lufttemperatur, 
Da aber nur die Temperaturabweichungen durch die Registrierungen fest- 
gestellt werden, ist die Differenz unerheblich. Die 24stündigen Mittel wurden 
für die einzelnen Monate nach den Thermographenaufzeichnungen unter An- 
bringung der notwendigen Korrektionen als wahre Lufttemperatur berechnet. 
Sie sind im Jahresdurchschnitt um 0.4° höher als die aus Lt RL und um 
0.8° höher als die aus ai gebildeten, Die in Tab. 4 enthaltenen Mittel aus 
+ MORE liefern gute Werte, die dem wahren Mittel meist näherkommen als 
die aus LE, Mit den Extremthermometern erhält man gleichfalls 
brauchbare Mittelwerte, wenn man die durch Erfahrung gewonnene Korrektur 
anbringt; denn die Mittel aus MM liefern sonst zu niedrige Werte. Die 
Beziehungen der durch die verschiedenen Methoden gewonnenen Mittel für den 
Zeitraum von November 1910 bis Oktober 1911 zueinander gibt die Tab. 6. 
Das 23jährige (aber nicht synchrone) Mittel von Windhuk ist mit 19.2° 
nach Zelle fast das gleiche. Es folgen in Tab. 7 noch die Monatsmittel aus 
W444 281 für die einzelnen Jahre. Die Terminwerte finden sich in Tab. 4; 
+ ar: 7+14+21 
dort auch die Mittel aus Ay 
Die Ablesungstermine um 7, 14 und 21h wurden an der Station streng inne- 
gehalten, da die meisten meteorologischen Stationen der Erde sie anwenden. Die 
Ortszeit in Kuibis weicht nur um 7 Minuten von der mitteleuropäischen Zeit, die 
auch in Deutsch-Südwestafrika Gültigkeit hatte, ab und dürfte daher die Mittel 
kaum beeinflussen. Für Stationen, die nur einmal täglich Beobachtungen anstellen 
können, ist 9b Ortszeit ein günstiger Termin, da dann die mit den Ablesungen 
betrauten Beamten in den Büros stets anwesend sind. Um 9% weicht die Tempe- 
ratur in Kuibis um + 1.1° vom Tagesmittel im Durchschnitt ab. Zu dieser Zeit 
findet auch am besten die Temperaturvergleichung mit den Extremthermometern 
statt. Die Feuchtewerte entsprechen nach Tab. 21 um 9% fast dem Tagesmittel, 
die des Luftdrucks nach Tab. 38 dem Tagesmaximum. 
Eine genauere Beurteilung der mittleren Temperaturen in den einzelnen 
Jahren erlauben die fünftägigen Mittelwerte der Tab. 8. Die absolut wärmste 
Pentade hatte 28.5° (11. bis 15. Januar 1913), die absolut kälteste 6.6° (16. bis 
20. Juni 1912). Das absolut höchste Tagesmittel war 29.8° (30. Dezember 1913 
und 11. Januar 1914), das absolut niedrigste 3.4° (16. Juni 1912). 
Die 6jährigen Temperaturmittel für die Pentaden sind in Tab. 9. 
Ende Januar, reichlich einen Monat nach dem Höchststand der Sonne, wird 
hiernach der höchste Wert mit 25.,5° erreicht. Sekundäre Maxima von an- 
nähernd gleicher Höhe gibt es schon Mitte Dezember (25.4°) und auch Mitte 
Februar (25.2°). Die Sommertemperatur schwankt überhaupt nur wenig. Das 
tiefste Mittel liegt in der letzten Junipentade und der dritten des Juli. Die 
Höchst- und Tiefstwerte gehen ziemlich parallel dem Stand der Sonne. Das 
Jahresmittel wird in der zweiten Oktoberpentade überschritten, und in der letzten 
des April sinkt die Temperatur dauernd darunter (vorübergehend schon in 
der zweiten). Der Monat April hat fast die gleiche Mitteltemperatur wie das 
Jahr. Die warme Zeit dauert länger als die kalte; denn die Temperatur liegt 
61, Monate über dem Jahresmittel, 
Aus allen Daten geht die Gleichmäßigkeit des Temperaturverlaufs hervor, 
weil fast nur die Sonnenstrahlung der ausschlaggebende Faktor ist. Konvektion 
und gelegentliche Regengüsse bedingen einige Unregelmäßigkelten. 
In der Tab. 10 sind die Extremtemperaturen in Intervallen von 5 zu 5° 
zusammengestellt. Sie zeigen, daß kühle Nächte mit einem Minimum unter 10°
	        
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