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Full text: 70, 1942

294 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1942, 
Ein Versuch, in den verschiedenartigen Aufbau der beiden Windstärken- 
skalen (I == internationale Skala, S = Windstärkenskala auf See nach Seilkopf) 
auf graphischem Wege Einblick zu gewinnen, liefert die Figur 1, in der die 
Differenz D=S-—I dargestellt ist. Der Eindruck der Unwahrscheinlichkeit, den 
das Minimum von D bei Windstärke 6 hervorruft, führt zwangsläufig zu einer 
genaueren Untersuchung der Zahlenreihen, aus denen Seilkopf seine Windstärken- 
skala gemittelt hat. Es ergeben sich, wenn die Darstellungsart dieselbe bleibt 
2 
A 
X 
3 
Fie. 
= Sm 
10 BA 
———————— 
eo o 10 8ft 
vig. 2 (schematisch). 
wie in Figur 1, dann im wesentlichen zwei parabelförmige Kurvenscharen D, 
und D, (vgl. Figur 2, schematisch). Zur Schar D, gehören ganz oder zum größten 
Teil die Kurven, die sich aus den Beobachtungsreihen von Kuhlbrodt für die 
Tropen, von Regula und von Gall@ berechnen, zur Schar D, die Kurven, die 
sich aus den Beobachtungen von Kuhlbrodt für die höheren südlichen Breiten 
and von Wittenbecher für Borkumriff ergeben. Nicht eingliedern in dieses 
System läßt sich die Kurve D, (Simpson für Seilly), sie erscheint wenig glaub- 
würdig und wird daher in den folgenden Betrachtungen nicht berücksichtigt, 
Die Figur 2 zeigt nun augenfällig, daß eine Mittelung von D, und D, — wie 
sie Seilkopf vorgenommen hat — nicht zulässig ist; bis zur Windstärke 6 ist D 
tatsächlich das Mittel von D, und D,, für höhere Windstärken sind aber D und D, 
identisch. Damit ist-die Erklärung für das Minimum von D bei Windstärke 6 
gegeben — und gleichzeitig ein Hinweis, auf welchem Wege eine den wirklichen 
Verhältnissen entsprechende Windstärkenskala auf See aus dem vorliegenden 
Beobachtungsmaterial ermittelt werden kann. 
Der Kurvenschar D, liegen Beobachtungen zugrunde, die im wesentlichen in 
niederen Breiten gewonnen wurden, während die Schar D, den Ergebnissen der 
höheren Breiten entspricht, Für uns ist naturgemäß dıe Kurvenschar D, von 
größerem Interesse, sie wird in der nachfolgenden Tabelle zur Ermittlung einer 
Windstärkenskala auf See für die höheren Breiten ausgewertet. 
Bft. 
Höhere südliche 
Breiten 
{(Kuhlbrodt 
+ 
3 
13.0) 
6.5 
3.0 
16 
„4.4 
17.3 
20.1 
22,5 
7 
3 
d 
\ 
Borkumriff 
Witten hechar} 
0 
A 
1 
zo 
5.3 
7.8 
20.0 
25 
4.2 
Kr So 
Mittel 
6.9 
E 
12,3 
‘4.9 
17,5 
20.0 
22.5 
\usgeylichenes Mittel 
km/h Grenzen 
Mae 
| 
m /sec 
8 
14 | 
7.0 
36 
12.2 
148 - 
7.4 63 
20.0 72 
22.6 8? 
52 nr 
6— 3.1 
32— 7 
58 — 83 
>4 — 10.9 
10—13,5 
36— 16.1 
6:2 — 218.7 
’78-—21.3 
‘“1.4— 23,9 
210— 26.5 
>56 — 29.1 } 
G. Bleek.
	        
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