272 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1942,
möglich sein, die relativen Topographien der isobaren Flächen in die absoluten
zu überführen,
Bei einem Vergleich dieser Differenzkurven benachbarter Stationspaare im
Atlantischen Ozean hat A, Defant (4) festgestellt, daß in den meisten Fällen
der vertikale Kurvenverlauf eine Schicht größerer Dicke aufweist, in der die
Unterschiede der dynamischen Tiefen konstant oder nahezu konstant sind. Würde
man den Anfangspunkt der Zählung auf der Abszisse der Differenzkurven außer-
halb des Bereiches dieser Schicht mit konstanten oder fast konstanten Werten
der dynamischen Tiefendifferenz festlegen, so würde dies bedeuten, daß die
ganze Schicht mit mehr oder weniger großer Mächtigkeit in der Tiefe des Meeres
ef:
ax
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DE
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EVA
OS m HS
Abb. 1.7 Oben: Vertikale Verteilung der Differenzen der dynamischen Tiefen der
Standardwerte des Druckes zwischen den Stationen eines Schnittes von Sarytsch
nach Rise (14. Juli bis 17. Juli 1925),
Unten: Tiefenlage der Schicht konstanter dynamischer Tiefendifferenz im Schnitt
Sarytsch—Rise. Die ausgezogene Linie gibt den mittleren Verlauf nach den aus-
zeglichenen Werten der Abb. 2, die gestrichelte Linie die Tiefenlage der Schicht
mit einem Schwefelwasserstoflgehalt von 0.5 em?®/1 an.
eine konstante Geschwindigkeit aufweist, alle übrigen Schichten dagegen in un-
begründeter Weise in ihrem dynamischen Aufbau scheinbar willkürlich zer-
schnitten werden. Viel wahrscheinlicher und plausibler wäre es, anzunehmen,
daB die ganze Schicht nahezu bewegungslos sei.
Zur Festlegung einer Schicht mit konstanten Differenzen der dynamischen
Tiefen muß man nach Möglichkeit zeitlich zusammengehörige Stations-
paare, also ozeanographische Schnitte heranziehen. Berechnet man in der an-
gegebenen Weise, von Station zu Station fortschreitend, die dynamischen Tiefen-
differenzen der Druckwerte benachbarter Stationspaare im Schwarzen Meer, dann
zeigt sich, daß besonders in Tiefenschichten zwischen etwa 150 und 350 m die
Differenzen der dynamischen Tiefen (AD) konstant oder nahezu konstant bleiben.
Wie deutlich sich die Schicht AD = konstant bei zeitlich zusammengehörigen
Stationspaaren hervorhebt, sei an einem ozeanographischen Schnitt durch das
Schwarze Meer gezeigt. In Abb. 1 sind im oberen Teil die Differenzkurven der
iynamischen Tiefen benachbarter Stationen eines Schnittes von Kap Sarytsch,
an der Südspitze der Krim, in südöstlicher Richtung nach Rise dargestellt. Die