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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 70 (1942)

260 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1942, 
Arbeit noch manche wertvollen Ergebnisse. Selbst in den letzten Lebenstagen 
beschäftigten ihn noch aktuelle Probleme. Schon länger ging er auch stärkstens 
weltanschaulichen und religiösen Fragen nach, Am 20. Oktober 1941 traf ihn der 
härteste Schlag, da ihm nach längerem, qualvollem Leiden seine Gattin entrissen 
wurde. Ein wundervolles Denkmal hat er ihr — und unbewußt sich selber — 
durch eine kurze, ergreifend schöne Biographie gesetzt, die bei Vieweg & Sohn 
in Braunschweig gedruckt, jedoch nur nächsten Freunden und Verwandten zu- 
gänglich gemacht wurde. 
Heute ruhen Vater, Mutter und Töchterchen zusammen auf dem Ohlsdorfer 
Friedhof bei Hamburg. Chr. Jensen, Hamburg. 
Kleinere Mitteilungen. 
Einige Tabellen über die erdmagnetischen Registrierungen im Obser- 
vatorium Wingst im Jahre 1940. Als Fortsetzung der von F.Errulat!) mit 
dem Jahre 1939 begonnenen Mitteilung werden die Beobachtungsergebnisse des 
Erdmagnetischen Observatoriums Wingst der Deutschen Seewarte für das Jahr 
1940 in kurzer Form zusammengestellt. 
Die Registrierungen des magnetischen Kraftvektors erfolgten wie im Vorjahr 
im halbunterirdischen Variometerhaus mit einem Satz Instrumente der Firma 
Schulze, Potsdam. Zwei gleichartig konstruierte Unifilare registrierten die Dekli- 
nation D und die Horizontalintensität H, eine Lloydsche Waage mit eingebautem 
Bimetall die Vertikalintensität Z und die Temperatur z. Die Skalenwerte der 
Variometer wurden viermal magnetisch bestimmt und in 14tägigem Abstand 
galvanisch kontrolliert. Sie betrugen im Jahresmittel: 
für 7,..” = 0.806 min/mm, 
” ‘— 562 y/mm, 
7.77 y/mm, 
» T +” — 0.058 °C/mm. 
Die im Dezember 1940 sorgfältig durchgeführte Bestimmung der Temperatur- 
Koeffizienten ergab 
für H... nn’ =10.8 y/°C, 
» ZZ... 0 = 7.2 y/°C. 
Wegen allzu großer Feuchtigkeit (90%) mußte ab 23. August 1940 das 
Variometerhaus geheizt werden. Die Tagesschwankung der Temperatur im 
Registrierraum betrug ohne Heizung 0.1°, mit Heizung 0.5°C; die höchste und 
tiefste Temperatur während des Jahres waren 15° und 6°C. Da die Strom- 
versorgung vom Überlandwerk häufig aussetzte, wurde ab 27, November 1939 
als Registrierbeleuchtung eine 12 Volt-Birne aus einer Akkumulatorenbatterie 
gespeist. Infolge Durchbrennens der Birne fehlen die Registrierungen für 6 Tage 
des Jahres. 
Die Basiswerte der Registrierungen wurden gewonnen aus den Absolut- 
messungen mit dem Standtheodoliten „Schulze 75“ für D und H und den 
Rotationsinduktoren „Schulze 552“ und „Schulze 542“ für J (Inklination) bzw. Z. 
Die Beobachtungen wurden wie bisher zweimal monatlich durchgeführt. 
Aus den Magnetogrammen von fünf ruhigen Tagen jedes Monats wurden 
die Stundenmittel errechnet, um daraus den täglichen Gang an ruhigen Tagen 
herzuleiten. Tabelle 1 (s. S. 261) ergibt deren Mittel für das Gesamtjahr, wie 
auch für die Jahreszeiten. 
Die Auswertung der übrigen Tage geschah aus Gründen der Arbeitsersparnis 
lediglich durch graphisches Mitteln von je 24 Stunden. Daraus wurden die 
Monatsmittel berechnet und in der Tabelle 2 (s. S. 262) den Mitteln aus den fünf 
ruhigen Tagen gegenübergestellt. N 
Die Tabelle 3 (s. S. 262) enthält eine Zusammenstellung der Normalwerte. Darin 
sind die Daten zur Epoche 1939.5 Mittelwerte aus den 12 Monaten des Jahres 1939, 
zur Epoche 1940.0 Mittelwerte aus den 12 Monaten Juli 1939 bis Juni 1940 usw. 
5 FF. Errulat, diese Zeitschrift 69, S. 300 bis 302. 1941.
	        
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