256 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1942,
Die Amplitude davon beträgt 0.68°; ein Fehler davon läßt sich aber nicht an-
geben, ja nicht einmal abschätzen, weil die eine der beiden Zahlenreihen, die
der Differenzreihe zugrunde liegen, weitgehend konstruktiv entstanden ist. Man
sieht aber, daß nach Abzug der 26monatigen Periode von P,, noch ein beträcht-
licher Rest bleibt, der sich durch einen glatten Linienzug darstellen läßt. Wie
weit diesem Rest eine Realität zukommt, ist vorläufig nicht zu entscheiden. Es ist
durchaus möglich, daß dieser Rest lediglich dadurch zustande kommt, daß die ver-
schiedenen Monate des Jahres nicht nur verschieden stark auf die 26monatige
Periode schlechthin ansprechen, sondern daß sie vorzugsweise von bestimmten
Phasen dieser Periode variiert werden. Es sei auch in diesem Zusammenhang
erwähnt, daß die Restkurve einen anderen Charakter hat, als es bei den bisher
gefundenen Kurven der Fall ist. Sie weicht zwar auch von der Sinuskurve ab,
dadurch, daß zwischen dem positiven und negativen Teil ein Teil eingeschoben
ist, der praktisch null ist; sie ist aber im übrigen symmetrisch. Der Abstieg
vom Maximum zum Minimum und der Anstieg vom Minimum zum Nullbereich und
vom Nullbereich zum Maximum haben etwa die gleiche Neigung, während bei den
übrigen Periodizitäten eine der Neigungen wesentlich größer war als die andere.
Die 14jährige Periode. Rein rechnerisch ergibt sich nach P,, mit folgenden
Phasen:
Phase
direkt
»-12b-+e
Phase
direkt
a+?b+e
ME
5
SA
PR
a
+ar
7 8
+0.28 +0,30
+0235 4+0923
SL
V.
- zn 3 Amplitude
0.03 Ch +012 22-1. 0 0,94 +0,40
0.09 4+0.04 0.00 -—-0.13 —032 035 0.70
P,, ist die erste der besprochenen Perioden, bei der der Abstand der Extreme
voneinander gleich der halben Periodenlänge ist, die also nicht schief ist. Diese
Tatsache muß den Verdacht des kritischen Beobachters erregen, denn eine reelle
schiefe p-gliedrige Periode gibt schon bei Mittelung aus wenigen (p + 1)-gliedrigen
[oder (p — 1)-gliedrigen] Zyklen eine sinusähnliche Kurve, deren Amplitude bei
zunehmender Anzahl der verwendeten Zyklen zunächst langsam und dann
rasch abnimmt, bis sie bei p—1 bzw. p-+1 Zyklen auf null zusammen-
geschrumpft ist. Um die Frage der Realität von P,4 zu klären, wurde das
Material in zwei Hälften geteilt. Dabei ergab sich, daß die erste der beiden
Hälften wieder eine etwa sinusähnliche Kurve großer Amplitude liefert, die
zweite dagegen eine unregelmäßige Kurve, die man praktisch als horizontale
Gerade ansehen kann. Aus der Betrachtung der einzelnen Jahre ergibt sich
ferner, daß die Extreme von P,, in der ersten Hälfte des Materials zu den
Extremen P,, führen. Daß das nicht auch in der zweiten Hälfte mit einer
Phasenverschiebung von sechs Jahren gegenüber der ersten erfolgt, hat seinen
Grund darin, daß alle Perioden in dieser zweiten Hälfte, besonders 1870 bis 1930,
schlecht ausgeprägt sind und wesentlich kleinere Amplituden aufweisen als in
der Zeit vorher und — anscheinend — jetzt®). P,, ist also nicht als reell an-
zusehen, obwohl das Verhältnis der Amplitude zum m, F. so sehr günstig ist.
Das Beispiel zeigt, daß dies mathematische Kriterium für die Beurteilung der
Realität einer Periode wohl notwendig, aber nicht hinreichend ist.
Die 16jährige Periode, Auch hier ist wie bei P,, das Verhältnis der Amplitude
zu ihrem mittleren Fehler groß, und auch hier kommen wir zu dem Ergebnis,
daß die Realität dieser Periode nicht gesichert erscheint.
5) Die streng
Zyklen betragen!
zerechneten Amplituden von P,, — Differenz Phase
1781—1786 2.789 833—1838 2.709
1794—1786 4.05 846—1838 3.82
;794—1799 5,23 846—1851 50
1807—1799 4,59 8509—1851 FE
1807—1812 2,2° ‚859--1864 62
1820—1°12 0,50 ‚572—1864 3.00
1820—' 925 — 1,50 1872—1877 1.05
I8S323— 1825 „0.51 18851877 0.06
IQ minus Phase 2 — der einzelnen
S85— 18590 0.53°
.898—1890 1.29
1898—1903 0.58
1911—1903 0.62
°911—1916 9,12
'024—1916 — 1,48
1924—1929 0.23
19271920 188