250 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1942,
3-, 7-, 9-, 12-, 15-, 17-, 19- und 20jährigen Perioden nachweisen lassen. Ferner
sind die 4- und die 8jährige Periode sehr zweifelhaft, Da wir die 6- und die
18jährige Periode schon behandelt haben, müssen jetzt noch die 5-, 8-, 10-, 11-,
18-, 14- und 16jährigen Perioden untersucht werden.
Die 5jährige Periode. Auf den ersten Blick möchte man, wie es z, B, Wahl!)
an einem anderen Material tut, annehmen, daß es sich bei der 5- und 6jährigen
Periode um einen 5- bis 6jährigen Rhythmus handelt. Dem ist aber nicht so,
denn P; war schon weiter oben auch in seiner Verdreifachung ausführlich be-
handelt worden, wobei sich die Hypothese einer genau 6jährigen Periode bewährte,
Auch P, ist noch in der Wiederholung als P,;, und P,, wiederzufinden. Wenn
nämlich die Periodenlänge einen von fünf abweichenden Wert hätte, würde sich
diese Abweichung auch verdoppeln und verdreifachen, so daß dann die P,, und
P,s nicht unmittelbar in zwei oder drei Teilperioden zerfallen würden. Schließlich
wenden wir noch die obige Regel über das Verhältnis k = - an. Diese Zahl
D
ist für p=5, k=2.14, für p= 10 ergibt sich daraus 2.14 :V2=1,51 und für
p=15 214:)3= 1.23. Demgegenüber beiragen die gemessenen Maßzahlen
1.74 bzw. 1.55. Es besteht also, wenn man berücksichtigt, daß die Werte von k
mit zunehmendem p sowieso zunehmen (weil nämlich mit wachsendem p die
Anzahl n abnimmt und dadurch die Glättung geringer wird) eine sehr gute
Übereinstimmung der gerechneten mit den beobachteten Werten,
Auch P, erfaßt ebenso wie P; und P,3 vorwiegend den Winter. Die folgende
Tabelle, die mit der entsprechenden für P; vergleichbar ist, gibt die zahlen-
mäßige Grundlage für die Diskussion,
Schema der 5jährigen Periode für alle Monate und für das Jahr.
AS
a}
{IV
Vi
VIEL VI! IX
7 | xL | x |Iahr
Phase 1
>
11936)
1937
038)
939
3 11940
X
2
Xu
x» AM
9.60
9.49
9.54
19.30
9.15
1.010,45
‘1
AS
“U = © +02 -19,2
1.7‘ 10’ 04! 061 0.6! 08!‘ 05| 08‘ 03|
Wenn man sich die Vertikalspalten ansieht, so erkennt man, daß einzelne
Monate, nämlich Januar, März, April, August und Dezember, innerhalb der
Periode einen „glatten“ Verlauf, d. h. nur ein Maximum und ein Minimum zeigen,
Ps; weist keinen solchen Monat auf. Sodann fällt auf, daß die Monate Mai und
November, also repräsentative Monate der Übergangsjahreszeiten, eine Amplitude
aufweisen, die praktisch null ist. Demgegenüber beträgt die Amplitude sowohl
des Februar wie des März je 1.7°%, ein Mittelwert, der aus 33 Einzelwerten
errechnet wurde. In weitem Abstand folgen dann April und Dezember mit je 1.0°.
Im einzelnen ergibt sich folgendes Bild, das allerdings im Spezialfall durch
mancherlei Einflüsse wesentlich abgewandelt werden kann. Die fünfte Phase
zeichnet sich durch einen langen und zu kalten Winter aus, dem ein zu kalter
Oktober folgt; Beispiele dafür sind die Jahre 1805, 1830, 1840, 1560, 1870,
1875 usw. Diesem kalten Winter folgt als erste Phase ein sehr milder Spätwinter
oder früher Frühling; März und April erreichen ihre höchste positive Anomalie,
Als Beispiele dafür seien die Jahre 1786, 1831, 1841, 1846, 1856, 1866 und 1876
genannt. Diesem warmen April folgt häufig ein warmer Dezember, während die
übrigen Monate des folgenden Winters nur eine geringe positive Anomalie auf-
weisen. In der zweiten Phase ist vielmehr ein kalter April und ein warmer
August charakteristisch, wobei allerdings ‚einschränkend zu bemerken ist, daß
der kalte April manchmal schon in der ersten Phase, also 13 Monate nach dem
kalten März, auftritt, 1812, 1817 und vor allem 1842 bilden aber Beispiele dafür,
wie es nach den Mittelwerten durchschnittlich ist. Der Februar, der nun in der
') E. Wahl, Zeitliche Schwankungen der halbjährlichen Zirkulation über dem Atlantik. Met.
Zsch. 1941, S. 319