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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1942.
it. Die Temperaturkompensation bei Unruhuhren.
Es ist eine Verbreiterung des Bereiches der Temperaturkompensation bei Unruhuhren anzustreben. Dies
xann durch metallurgische und durch konstruktive Maßnahmen geschehen. In allen Fällen ist auf Einfach-
heit, Zuverlässigkeit und leichte Durchführbarkeit der Vorschläge zu sehen und allgemein cine Verbesserung
der Gangleistungen anzustreben,
3. Die Einwirkung von Erschütterungen auf den Uhrgang.
Die Einwirkung von Erschütterungen und rhythmischen Bewegungen auf den Gang tragbarer Uhren ist
zu untersuchen, Erwartet wird vor allem eine matlıematische Behandlung des Gegenstandes und Belegung
der Ergebnisse durch praktische Versuche. Es sind auch kleinere Schwingungszeiten der Unruh als die
gewöhnlichen einzubeziehen.
Angaben über weitere von der Gesellschaft empfohlene Themen sowie über
sämtliche die wissenschaftlichen Wettbewerbe betreffenden Fragen wie Einliefe-
rung der Arbeiten, Preisrichter, Preise usw. sind einer Aufforderung zu ent-
nehmen, die die Gesellschaft für Zeitmeßkunde und Uhrentechnik E.V., Berlin
SW 68, Neuenburger Straße 8, auf Anfordern abgibt. Schriftwaltung. _
Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben.
Verschwinden) dieser Gebilde werden in keiner
Weise erwähnt. Es wäre wünschenswert, wenn
auch diese Phänomene einer näheren Betrachtung
ınterzogen würden,
Lorenz unterscheidet vier Typen von Steuerung
m europäischen Bereich: rein antizyklonal, rein
zyklonal, zyklonal und antizyklonal gemischt (ins-
wvesondere Trogsteuerung) und geradlinige Steuerung
besonders Westdrift). Die ersten drei dieser Typen
verden auf ihre zeitliche und raumlıche Verteilung
ıntersucht, während die Westdrift völlig unbe-
ücksichtigt bleibt. Die geographische Verteilung
ler Steuerungszentren zeigt, daß die meisten anti-
‚yklonalen Umsteuerungspunkte in Westeuropa und
Südskandinavien liegen, während die entsprechen-
ien Punkte der Zvyklonalsteuerung vorwiegend bei
P. Wendling, Seestraßenordnung. Erläuterungen
für den praktischen Gebraucn, Verlag E. 8.
Mittler & Sohn, Berlin 1942,
Die vorliegende Schrift bringt außer der See-
straßenordnung vom 5. Februar 1906 die Ver-
ardnung über das Verhalten der Schiffer nach
sinem Zusammenstoß von Schiffen auf See und
die Verordnung über die Lotsensignalordnung als
Anhang.
In dem Absatz „Allgemeine Bemerkungen“
vetont der Verfasser, daß die Seestraßenordnung
auf sehr alten seemännischen Bräuchen beruht
und durch zwischenstaatliche Verhandlungen zu
vestimmten Regeln zusammengefaßt worden ist,
Es wird weiterhin auf die Möglichkeit strafrecht-
licher Verfolgung bei Verstößen von deutschen
nautischen Patentinhabern gegen die Regeln der
Seestraßenordnung und des disziplinarrechtlichen
Verfahrens hingewiesen, daß bei Außerachtlassung
der seestraßenrechtlichen Regeln eröffnet werden
kann.
Allen Artikeln der Seestraßenordnung hat
P. Wendling außer seinen Erläuterungen die
altbewährten Gedächtnisregeln von Dick beigefügt,
die sich leichter einprägen, als der Wortlaut einiger
Artikel der SeestraBenordnung. Die in den Kr-
läuterungen zahlreich angeführten seeamtlichen und
richterlichen Entscheidungen werden von den nau-
tisch interessierten Kreisen lebhaft begrüßt werden.
Ein Schlagwörterverzeichnis hätte eine aus-
giebigere Benutzung der gründlich gearbeiteten
Erläuterungen ermöglicht und den Wert des Buches
a10och erhöht. Th. Vielhaben.
Hugo Lorenz, Untersuchungen der Steuerung
der 24stündigen Druckänderungsgebiete in
Europa. Verötf, d. Geophys. Inst. d. Univ.
Leipzig, zweite Serie, Band X1V, Heft 1, 1941.
Verf. untersucht die 24stündigen Druck-
äinderungskarten, die im „Täglichen Wetterbericht“
des Deutschen Reichswetterdienstes, herausgegeben
von der Deutschen Seewarte, täglich veröffentlicht
werden. Er kann sich dabei auf ein lückenloses
Material vom 1. September 1934 bis 31. August
1939, also genau fünf Jahrgänge, stützen. Die
Bewegungsrichtung der isallobarischen Gebildes
wird vom Verf. als „Steuerung“ definiert. Die
Zuggeschwindigkeit sowie Verstärkung und Ab-
schwächung (mit den Spezialfällen Entstehen und
ien Färöern und in der südlichen Nordsee liegen.
Die Frage, ob die Zugbahnen der isallobarischen
jebilde durch Hochgehirge beeinflußt werden, wird
uf eine unbefriedigende Weise behandelt und ver-
1eint. Am Beispiel des skandinavischen Gebirges
wird nämlich durch eine große Tabelle der Häu-
igkeit der Steuerungsrichtungen vor und hinter
lem Gebirge zu zeigen versucht, daß keine wesent-
ichen Unterschiede bestehen. Faßt man nun aber
liese Werte für jedes 5°-Feld zu einer Resultanten
durch vektorielle Mittelung) zusammen und
‚eichnet, die Isogonen der Steuerungsrichtung, so
zsommt man zu der Darstellung, die die vor-
stehende Figur wiedergibt. Ref. ıst der Meinung,