218 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1942,
Über See haben sich vor dem Hintergrunde einzelner hoher Ac lent. wieder Cu
aufgetürmt. Am Lager erreicht die Bedeckung, die vorwiegend aus vielgestaltigen
Cirren besteht, mit ®/., ihren heutigen Höchstwert, Im E und N ist eine ver-
hältnismäßig niedrige und dichte cs-artige Schicht entstanden, die im E stellen-
weise sogar hohen As-Charakter annimmt. Die über die Hügelkämme dort eben
noch sichtbaren aufgetürmten Cu in etwa 2000 m Höhe sind stark geschrumpft
und nehmen noch knapp ?!/,, des Himmels ein, Der S-Himmel ist in großen
Teilen frei. Die Sicht über Land, das bis auf einige E-Hänge in schwach ge-
dämpftem Sonnenschein liegt, hat sich wieder auf 70 km verringert. Von der
Höhe des Bergzugs her fällt vor allem der starke Bodendunst auf, der sich in
den nördlichen Tiefebenen bei Tongoi gebildet hat. Auch an den Vorbergen der
Kordillere lösen sich alle Einzelheiten in diesem Dunste auf. Die Sicht über See
hat sich nicht merklich verändert. Nun beginnt eine stetig fortschreitende Auf-
klarung. — 18%: Bei t, 15.5° (13.0°), R 76% am Lager sind nach völligem Abbau
der Cu im E %/. des Himmels wolkenlos. Im E streckt sich eine zarte und von
waagerechten Spalten durchbrochene as-artige Ac-Bank mit unscharfem Ober-
rande bis etwa 20° Höhe über den Horizont. Darüber ziehen von N her noch
einige waagerecht-strichförmige und zartgefiederte Ac. Der sandfarbene Horizont
tönt sich über den dunklen Bergen allmählich weinrot, das nach oben hin in ein
sattes Goldgelb übergeht. Vom Fray Jorge-Kamme weht ein leiser Zug land-
einwärts. Über dem Cerro Mozambique steht in der Dämmerung silbern der
Vollmond. — 21%; Am Lager t, 10.3° (9.4°), R 89%. Der leise Fallwind aus W
hält gleichmäßig an. Bis auf einige kleine Ac-Streifen im E (Bedeckung < 1)
ist der Himmel klar, Die Sicht über Land beträgt wieder über 80 km, In der
Nacht fällt starker Tau.
10. Mai. 7b: Am Lager t, 7.8° (7.4°), R 95%. — Es ist fast windstill und
kalt. Am blaßblauen Himmel, dicht über der Kordillere, röten sich einige Ac-
Streifen im ersten Sonnenschein. Die Bedeckung ist < 1. Überall fiel starker Tau.
10h; t\: R:
am Lager .........0.0..0.0000040000000 15.7° (13.2°) 76%
im Freien, Kamm 565m .......... 170° (13.5°) 68%
im Wald. Kamm 565m .......... 120° (115° 94%
Wind:
N2
still bis NE 1 (Aufwind)
Hill
Am Kamme ist noch alles tropfnaß vom Tau. Über See liegt, in etwa 450 m
Höhe an die Bergflanke stoßend, eine ziemlich geschlossene Nebeldecke, die sich
auch in die Tiefebenen bei Tongoi (im N) ausgebreitet hat. Die Bedeckung hat
sich noch etwas verringert. Die zarten Striche über der Kordillere haben sich
gehoben, Im NE, jenseits des Kordillerenkamms, bilden sich in etwa 3500 m
einzelne lockere Cu. Die Sichtweite über Land beträgt über 80 km. Im Limari-
Tale, in der Gegend von Ovalle und in der Ebene von Tamaya, liegt feiner
Bodendunst. Auf den Anbauflächen der Hacienda Fray Jorge glitzert der Tau-
beschlag im starken, etwas stechenden Sonnenlicht. Es ist angenehm warm und
trocken. Gegen 10'°h macht sich (am Kamme) ein leichter Zug aus ESE be-
merkbar. — 11%; Die ersten Nebelfetzen beginnen aus SW zum Kamme herauf
und durch die Waldflecken zu ziehen.
12h-
ts R:
am Lager .........0..0. 00000004004 164° (14.0°) 77%
im Freien, Kamm 605m .........- — —
im Wald. Kamm G0äm ...0.0...... 113° (11.09 96%
Wind:
ww y
S3
gti
An der Kordillere türmen sich in etwa 1200 m Höhe einige Cu auf. Vom Lager
her scheinen auch am Fray Jorge-Kamme Cu zu entstehen. Es handelt sich
jedoch hier offenbar um emporgerissene Camanchaca-Massen. Am Kamme selbst
(605 m) ist der Himmel wegen ziehender Nebel kaum oder nur vorübergehend
zu sehen. Es ist hier frostig kalt und naß. Die Nebelkappe ist wegen ihrer
geringen Höhe vom Lager her nicht auszumachen.
13h: t. +
im Freien, 530 mM .eeeeeeee nennen
im Wald. 380m a
Wind