Thraen, August: Sonnenfleckenwelle und Niederschlag im Gleichlauf? 181
Lande und in den restlichen 7 Monaten (August— Februar) der Regen auf See über-
wiegt. Wir faßten damals diese Monate zu einer Jahres-Zweiteilung zusammen,
Nach ihr erhielten wir Isohyeten, die zur Küste wunderschön parallel laufen.
Diese Einteilung übernahmen wir nun bei unserer Fleckenstudie und kamen
denn auch zu schön ausgeglichenen Ergebnissen,
Zur Tabelle 1: Wir finden: 1. Die Zweiteilung des Niederschlagsjahres
in die Landregen- und Seeregenzeit trennt den mediterranen Teil Europas ab
und läßt ihn verwandt erscheinen mit dem nördlichen seebeeinflußten Teil. Der
circumalpine Teil schlägt aus wie der Rumpf Europas.
2. Die Dreiteilung des Regenjahres erhärtet dieses noch. Die alpennahen
Stationen schlagen aus wie der Rumpf.
Tabelle 2. Die durchschnittliche Sonnenfleckenwelle (1834 bis 1933).
(Definitive relative Fleckenzahlen, leicht geglättet in ihrer Welle durch Ausgleich
zu je drei Nachbarwerten.)
Monats-Gruppierung
”hasen
a 7
Periode
RR
9 1190|
11
Landregen-Zeit!) ...........
Seeregen-Zeit?). sn
Sonnenaufstieg-Zeit3 . .....
Sonnenabstieg-Zeit‘ .
Sonnentiefstand-Zeit
‘0.38 61.6 62.0 83.1] S4.4| 75.1! 62.1| 47.0! 38.0 20.4
27.2 47.2. 72.9 79.4. 80.1: 69.2' 70.2. 61.5 52.3. 32.2
4,4. 97,9 5825| 76.483.287
7 FR 64,5 77.582.779
ı9 +9 68.7! 809 79.8; 68.2 ©
18.8! 26.2] 62.2' 78.0 82.01 71.9
38.5*
18.9*
55.2
55.6
212
Va M 74
457,7 9A 314,5
59.3 42.9| 28.9!
19 Q
108*
‚11.3*
46.0
46.7
45.8
Vegetationsiahr'
176
11 .86*
46.1
Zrläuterungen: !\ Von März bis einschließlich Juli. — ) Von August bis einschließlich Februar
„ März ,, „ Juni. —*) „ Juli „ u Oktober:
„Nor. , Februar. — % ,, März ” - Februar:
Zur Tabelle 2: Eine Berechnung der durchschnittlichen Sonnenfleckenwelle
aus den neun letzten vollständigen Fleckenwellen (1834 bis 1933) ergibt das
Maximum in der 5, und das Minimum in der 11, Phase. Nur im Winter (Nov.—Dez.)
argibt sich bei Mittelbildung nach unseren 9 Wellen das Maximum in der 4, Phase;
" eine Mahnung für uns dazu, aus der Fleckenwelle nach Jahresmitteln keine
unstatthaften Schlüsse zu machen, sondern bei jeder Regengruppierung immer
auch die Fleckenzahlen ganz analog zu gruppieren, um Irrtümer bei Rück-
ı schlüssen zu vermeiden,
Tahelle 3. Niederschlagseffekt!) und Sonnenfleckenwelle?) in Parallele zur Seeregenzeit (August bis Februar)
im Mittel von 9 Fleckenwellen (1834 bis 1933).
18! 9 110 00H
Stationen
Stellung
zur
Flecken-
waelle
Phasenabweichung vom Periodenmittel
Perioden-
mittel
(absolut)
mm
‚eningrad ....
iremen.......
{openhagen ..
"ilsib.........
zZrüssel.......
*rankfurt a. M.
Treiberg......
0
Warschau ....
DarlS ki ka
Stuttgart .....
KAT
jenf .........
*ailand ......
ZOOM vewawenen
Assabon .....
Jadiz... ...
Sonnen fFleckenwelle
9.02
0.11
0.11*
0.05
0.12
18
102
108
‘05
09
02
02
Ji
29
0.03 0.08‘ 0.10 0.10 0.07-0.00 -0.07—0.11*-0.11*!- 0.07
0.01 Dd14 0.22 0.22 0.14| 0.03 -0.09—0.19 1 0.22*)- 0.20
— 0.11“ 0.05 0.03 9.08! 0.11 0.10 0.06| 0.00 '- 0.05 — 0.09
0.15 | 0.20/ 0.18 0.11/ 0.02-0.09 -0.18-0.21*- 0.17 |- 0.07
-03 * 0.10 0.1° 222 0.16 0.06 —0.05- 0.16 |- 0.20* 0.18
0.15 92.12 0.07 002-0.11—0.16 9.15 0.11 —0.02 |-— 0.07
2.05 3.12 2.37 0.18| 0.06—0.02 9.09—0.13*- 0.12 —0.8
0.07 208 0.0° 1.04\-0.02-0.07 9.9*/- 0.09*— 0.05 | 600
AM 318 0.17 0.16) 0.10) 0.00 209-1,5 — 0.16% 12
-6n2 u 0.10 212 0.10 0.05 2.01—0.07 —0.42*-( 12°
‘X AM 0.18 9.08! 0.01-0.07 120.15 —0.12 —" 06
124) 0.29 9.26 0.12— 0.05 9.20) 0.30% — 0.28 -" 16
> 98 0.27" — 0.16'-0.05| 0.09 0.20 0.25 9.22 5
"40.01 0.161 0.29 0.33 0.23 0.06 "9° 95
*=0.832° 1,26:-0.18, 0,05 0.17 0° ; 992
20.04 =018—0.32 2.38*-0.28-\ 7 \.30
x09l 9.06 DAL AN0TIL A 56L 09907 nor
DR 7)
1.43
1.81
1.64
„95
2.15
169
81
‚03
‚39
‘54
.54
“56
3.52
264
2.74
2.23
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x”
ı 20
RA
17.3
2238
245 136 1.46 59)‘ _3.3
QR
af
556
Srläuterungen: !) Wellen ausgeglichen durch vierfaches Integral,
2) Welle geglättet durch Ausgleich nach je drei Nachbarwerten.