Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1942.
Vorteilhafte Monatsgruppierungen.
Hellmann stellt in einer 1909 erschienenen sehr lehrreichen Studie über
den Regen in Europa aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (1851 bis
1900) den allgemeinen Satz auf, daß man den Niederschlag am besten erforscht,
wenn man seine Abschnitte betrachtet, die von Regental zu Regental reichen,
Die richtige Gruppierung der Monate zu Regenteilabschnitten ist deshalb schon
bei Darstellung einer glücklichen Jahresperiode wesentlich,
In viel höherem Maße gilt diese Forderung aber erst recht bei Erforschung
der eventuellen Parallele zwischen Niederschlag und Sonnenflecken, da die
säkularen Ausschläge ohnehin viel kleiner sind als diejenigen in der Jahreswelle,
In diesem Sinne begann unser Abtasten mit den Zweimonat- Abschnitten,
dann den Jahreszeiten (Frühling: März—Mai, Sommer: Juni—August, Herbst:
September — November, Winter: Dezember — Februar) und den Halbjahren
(Sommerhalbjahr: März— August, Winterhalbjahr: September— Februar). Aber
keine dieser Gruppierungen ergab Resultate, die bei Betrachtung der gesamten
Europascholle zufriedenstellten,
Wir sehen deshalb hier auch davon ab, Werte mitzuteilen. Ganz anders sah
sich unsere Forschung an bei Benutzung von den Tertialen:
I. Tertial: März—— Juni (Sonnenaufstiegszeit!)
IL „ : Juli—Oktober (Sonnenabstiegszeit!)
IL „ : November— Februar (Sonnentiefstandszeit!)
Eine ganz andere Zusammenstraffung der Regentypen in Europa und der
Schwankung mit der Fleckenwelle erlebten wir aber noch, als wir auf den
Gedanken kamen, im Sinne einer Vorstudie des Verfassers aus dem Jahre 1915
in den „Annalen“ der Seewarte?), für alle unsere Europastationen diese zeitliche
Abtrennung vorzunehmen.
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Tabelle 1. Stationsübersicht und die 100jährigen!) Effekt-Mittelwerte (1834 bis 1933).
Stationen
Leningrad?) ...
Bremen .......
<openhagen ...
Tilseit 2...
Brüssel .......
Vrankfurta. M.3)
Freiberg ......
Prüf enssennn
Warschan .....
Mari era s as
Stuttgart ......
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Zenba.........
Mailand .......
ROM a..0.0.0404
Lissabon?3).....
Padiz 3) ses
DD
MA
59.9
30.2
8.8
12.6‘
921.9
10
ii
18
5
51.1
55.7
35 1
50.8
50.1
50.9
50.1
52.9
4.4
8.7
13.3
14.4
21.0
100
108
389
201
119
‘88 25 5
188 9.2 287
47.7 10.0 712
46.2, 6.1 405
45.5 9.2 145
41.9. 12.5, 50
38.7|- 2.1} 95
2651.69 95
Grunpierungen des Vegetations-Jahraes
Sonnenauf
März /Iuni
Sonnenal
Juli/Ob+t
Sonnentief
TaAwv. his Fahr
"‚andrere-
Mityn [Tas 1!
Saoremen
Aug./Febr
Jahr
März/Febr.
1.23 mm'
200 mm
1,71 mm
L.38* |
181
Mm
1.02* mm
„.65* mm
1.37
1.55%
1.42 mm
1.84 mm
1.56 ,
RR ”„
2.10 mm
1.71
2.00 ,,
1.26 ,
158
.9 mm 1.56 mm
2.07 1.76
4.33 nn 8,87 „
2.35 mm | 2.388 mm
2.75 An _— 2.76
72% mm' 4.4 mmı 2.30 mm
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1220 ... ı 208 x 111
1.87 mm
1.91 mm
146 |
1 81
L8
199
250
1) mm
‘60
212
1.50
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151
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2.00 mm
1.54*
1.61* ,
0.79* ,,
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E02 2 160
2.30 mm 77.32 mm
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1.29*
3.00*
1.92* mm
2.50”
W mm
95
227
1) Entnommen der Studie des Verfassers, die wir unter Nr. 7 im Ab-
schnitt „Vorstudien“ oben nannten.
%\ 98 Jahre (1886 his 1933). — °% 100 Jahre (1839 bis 1988).
Es finden sich dort Kärtchen, auf denen für alle 12 Monate des Jahres
Isohyeten (nach der Methode Angot) gezeichnet sind. Dabei stellte sich heraus,
daß in den ersten 5 Monaten des Vegetationsjahres (März—Juli) der Regen auf dem
\j Dr. August Thraen: „Der Einfluß der Nord- und Ostsee auf den Niederschlag in der Nord-
deutschen Tiefebene.“ Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Hamburg, Nov. u.
Dez. 1915.