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Full text: 70, 1942

Ann, d. Hydr, usw., LXX. Jahrg. (1942), Heft VI. 
“HM 
Der thermodynamische Wirkungsgrad der Atmosphäre. 
Von A, Defant und H., Ertel, 
1. Thermodynamischer Wirkungsgrad (Nutzeffekt), 
a) Reversibler KreisprozeB. 
Eine reversibel arbeitende und damit einen Carnotschen Kreisprozeß in 
positivem Sinne durchlaufende Wärmekraftmaschine, die bei der Temperatur T; 
eine Wärmemenge Q, aus der Umgebung aufnimmt und bei der Temperatur 
T, <T, eine Wärmemenge Q, an die Umgebung abgibt, hingegen auf den die 
beiden Isothermen (T,, T,) verbindenden Adiabaten nicht in einem Wärme- 
austausch mit der Umgebung steht, wandelt bei diesem Kreisprozeß nach dem 
ersten Hauptsatz der Thermodynamik die Wärmemenge Q, — Q; = W; in 
Arbeit (W,ev) um. Das Verhältnis der geleisteten Arbeit W,., zur zugeführten 
Wärmemenge Q, ergibt den thermodynamischen Wirkungsgrad des reversibel 
geführten Kreisprozesses 
8, 8 _ Wie 
Q, a Q, 
der wegen der im Falle der Reversibilität geltenden Claur 
Si Q 
“mp = 0 
(2) 
auch auf die Form 
(3) 
gebracht werden kann. 
r 
N TOV 
‚usschen Gleichung 
b) Irreversibler Kreisprozeß. 
Enthält der Kreisprozeß irreversible Anteile, z. B. innere Reibung der 
arbeitenden Substanz, und nimmt die Wärmekraftmaschine bei der Temperatur T, 
wieder die gleiche Wärmemenge Q, aus der Umgebung auf, so gibt sie jetzt bei 
der Temperatur T,<T, eine andere Wärmemenge Q; an die Umgebung ab, die 
sich aus der für den irreversiblen Fall geltenden Clausiusschen Ungleichung 
Q 9, 
7 m Z0 
zu 
&, 6, 
errechnet, also größer ist als im reversiblen Fall, 
Dann ist nach dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik die geleistete Arbeit 
Wirevr = Q. — Q < Wrer 
also 
(5) 
(6) 
da 
(7) 
Q,—Q< Q, —8, > 
und der thermodynamische Wirkungsgrad des irreversible Anteile enthaltenden 
Kreisprozesses 
—_ Wirrev 
Nirtev = X. T 
1 
ist stets kleiner als der Wirkungsgrad 7... des 
Kreisprozesses, also 
(9) 
oder 
(10) 
reversibel geführten vositiven 
ren 
Ann, d, Hydr. usw. 1942, Heft VI.
	        
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