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gewählt, weil er noch nicht so groß ist, um P,; unterdrücken zu können, anderer-
seits aber infolge seiner verhältnismäßig großen Länge dem Einfluß einzelner
Jahre nicht so sehr stark ausgesetzt ist. Um Arbeit zu sparen, wurden nicht
sämtliche 15jährigen Mittel und Streuungen gebildet, sondern nur jede fünfte;
außerdem wurden an interessanten Stellen noch einige Zwischenpunkte berechnet,
Abb. 4a zeigt in zwei aufeinanderliegenden Kurvenzügen die 15jährigen Tempe-
raturmittel und ihre Streu-
ungen. Die Kurven zeigen
unverkennbare Ähnlichkei-
ten, aber keine unbedingte
Parallelität. Die Streuung
weist deutlich eine etwa
36jährige Periode auf. Wir
finden Maxima in den
Jahren 1793 (= 1785 bis
1794), 1802, 1832, 1836,
1868 und äußerst schwach
ausgeprägt, aber doch im-
merhin vorhanden, 1903,
und schließlich 1928, nach
welchem Jahr aber schon
wieder höhere Werte er-
reicht wurden, Daß hier
ein rhythmischer Vorgang
vorliegt, der sich in Ab-
ständen von 30 bis 40 Jahren
wiederholt, wird jeder un-
voreingenommene Betrachter einsehen. Auch hier ergibt sich wieder, daß wir
z. Zt. in einer Zeit gesteigerter meteorologischer Unruhe leben, die aber noch
nicht die Beträge erreicht, die vor 100 bis 150 Jahren erreicht wurden. Ferner
macht auch diese Untersuchung wahrscheinlich, daß diese Unruhe in den nächsten
Jahrzehnten wieder etwas zurückgeht, um dann in verstärktem Maße wieder
aufzuleben. Insbesondere zeigt sich
auch hier wieder, daß die Epoche um
die vergangene Jahrhundertwende weit
von der Normalen abweicht, sich also
schlecht für die Ableitung von klima-
tischen „Standardwerten“ und solche
klimatologischen Untersuchungen eig-
net, aus denen man Schlüsse auf die
meteorologische Zukunft ziehen soll.
Die Abb. 4a zeigt, daß die Tempe-
raturstreuung in Zeiten eines glatten
Verlaufs der ausgeglichenen Tempe-
raturkurve einen wesentlich tieferen
Wert hat als sonst. Diese Tatsache
wird noch augenfälliger, wenn man die
Streuung als Funktion der zugehörigen
Mitteltemperatur darstellt. Die ge-
schieht in Abb. 4b. Ohne Zwang lassen sich die Punkte zwei Geraden zuordnen,
die etwa parallel von links unten nach rechts oben verlaufen. Diese Geraden
sind absichtlich nicht eingetragen worden, um nicht den Vorwurf aufkommen zu
lassen, daß dem Leser erst mit Hilfe dieser Leitlinien eine Zweiteilung des Materials
suggeriert werde. Der Leser kann sie sich aber selbst leicht ziehen, indem er
X mit x und o mit 0 verbindet. Die Jahre, die zu der oberen Punktwolke
gehören, sind die Zentraljahre 1783 bis 1803 und 1832 bis 1878, also zwei
große zusammenhängende Zeiträume, die sich unregelmäßig mit der 36jährigen
Periode überschneiden, aber — soweit das bei ausgeglichenen Werten überhaupt
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