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Full text: 70, 1942

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gewählt, weil er noch nicht so groß ist, um P,; unterdrücken zu können, anderer- 
seits aber infolge seiner verhältnismäßig großen Länge dem Einfluß einzelner 
Jahre nicht so sehr stark ausgesetzt ist. Um Arbeit zu sparen, wurden nicht 
sämtliche 15jährigen Mittel und Streuungen gebildet, sondern nur jede fünfte; 
außerdem wurden an interessanten Stellen noch einige Zwischenpunkte berechnet, 
Abb. 4a zeigt in zwei aufeinanderliegenden Kurvenzügen die 15jährigen Tempe- 
raturmittel und ihre Streu- 
ungen. Die Kurven zeigen 
unverkennbare Ähnlichkei- 
ten, aber keine unbedingte 
Parallelität. Die Streuung 
weist deutlich eine etwa 
36jährige Periode auf. Wir 
finden Maxima in den 
Jahren 1793 (= 1785 bis 
1794), 1802, 1832, 1836, 
1868 und äußerst schwach 
ausgeprägt, aber doch im- 
merhin vorhanden, 1903, 
und schließlich 1928, nach 
welchem Jahr aber schon 
wieder höhere Werte er- 
reicht wurden, Daß hier 
ein rhythmischer Vorgang 
vorliegt, der sich in Ab- 
ständen von 30 bis 40 Jahren 
wiederholt, wird jeder un- 
voreingenommene Betrachter einsehen. Auch hier ergibt sich wieder, daß wir 
z. Zt. in einer Zeit gesteigerter meteorologischer Unruhe leben, die aber noch 
nicht die Beträge erreicht, die vor 100 bis 150 Jahren erreicht wurden. Ferner 
macht auch diese Untersuchung wahrscheinlich, daß diese Unruhe in den nächsten 
Jahrzehnten wieder etwas zurückgeht, um dann in verstärktem Maße wieder 
aufzuleben. Insbesondere zeigt sich 
auch hier wieder, daß die Epoche um 
die vergangene Jahrhundertwende weit 
von der Normalen abweicht, sich also 
schlecht für die Ableitung von klima- 
tischen „Standardwerten“ und solche 
klimatologischen Untersuchungen eig- 
net, aus denen man Schlüsse auf die 
meteorologische Zukunft ziehen soll. 
Die Abb. 4a zeigt, daß die Tempe- 
raturstreuung in Zeiten eines glatten 
Verlaufs der ausgeglichenen Tempe- 
raturkurve einen wesentlich tieferen 
Wert hat als sonst. Diese Tatsache 
wird noch augenfälliger, wenn man die 
Streuung als Funktion der zugehörigen 
Mitteltemperatur darstellt. Die ge- 
schieht in Abb. 4b. Ohne Zwang lassen sich die Punkte zwei Geraden zuordnen, 
die etwa parallel von links unten nach rechts oben verlaufen. Diese Geraden 
sind absichtlich nicht eingetragen worden, um nicht den Vorwurf aufkommen zu 
lassen, daß dem Leser erst mit Hilfe dieser Leitlinien eine Zweiteilung des Materials 
suggeriert werde. Der Leser kann sie sich aber selbst leicht ziehen, indem er 
X mit x und o mit 0 verbindet. Die Jahre, die zu der oberen Punktwolke 
gehören, sind die Zentraljahre 1783 bis 1803 und 1832 bis 1878, also zwei 
große zusammenhängende Zeiträume, die sich unregelmäßig mit der 36jährigen 
Periode überschneiden, aber — soweit das bei ausgeglichenen Werten überhaupt 
Or, 
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