Franssila, M.: Über den Wärmehaushalt eines Binnensees. 139
Seeboden. Um 18% ist die Temperatur in den obersten Wasserschichten (zwischen
der Oberfläche und 1 m Tiefe) um etwa 2° gestiegen. Tiefer wird die Erwär-
mung rasch kleiner. In 2 m Tiefe beträgt sie 0.21°, in 6 m Tiefe nur 0.04°, und
in 8 m Tiefe ver-
schwindet sie ganz.
Die großen Tempe-
raturveränderungen
in der Sprungschicht
rühren nicht von
der täglichen Er-
wärmung her, son-
dern sind teils auf
vertikale Mischung,
teils auf horizontale
Strömungen zurück-
zuführen. Man kann
darum annehmen,
daß die in der Ab-
bildung schraffierte
Fläche die Erwär-
mung von 6h bis 18h
gibt. Mit dieser An-
nahme erhält man
für die vom See auf-
genommene Wärme-
menge 323 g cal/cm?,
Dieser Wert ist also
aus Messungen berechnet, die
nur an einer Stelle ausgeführt
sind. Wie schon früher erwähnt
wurde, sollte man eigentlich B
über den ganzen See integrieren.
Weil unsere Messungen aber in
der Mitte des Sees ausgeführt
sind, darf man annehmen, daß
man durch dieselben ziemlich
gute Mittelwerte für B bekommt.
Für die Strahlungsbilanz
von 6h bis 18h wurde der Wert
466 g cal/cm? erhalten.
In Tab. 1 wird die Verti-
kalverteilung der potentiellen
Temperatur und des Dampf-
druckes in zwei Windgeschwin-
digkeitsgruppen (v< 3.4 und
v > 3.5 m/sek) einzeln für die
stabile und die labile Gleich-
gewichtslage der Luft gegeben.
Diese Vertikalprofile können
durch Interpolationsformeln von
der Form
(9) d=a+biz+7, 1" und
/19) e=W +bieE re)
sehr genau ausgedrückt werden. In der Tabelle werden auch
a, b, zo und 1i/n bzw. a’, b”, z’ und 1/n’ für jedes Profil gegeben.
1/n und 1/n’, die hauptsächlich die Form der Kurven (9) und
sind merkbar von der Gleichgewichtslage der Luft abhängig.
die Konstanten
Die Konstanten
(10) bestimmen,
Es ist auch zu