Franssila, M.: Über den Wärmehaushalt eines Binnensees.
An Aa
i
5 x 5 d8 - df
By = 3800 [ Yopv, (37) + an (9, ).]:
v=1 v=1
Aus dieser Gleichung kann die Konstante a bestimmt werden, Danach können
die Stundenwerte für L und V leicht nach den Gleichungen (2) und (3) berechnet
werden.
Der Zweck unserer Untersuchung war, den Wärmehaushalt eines ziemlich
kleinen Binnensees nach Gleichung (8) zu bestimmen. Dafür wurden folgende
meteorologische Elemente gemessen: Die Strahlungsbilanz über der Seeober-
Mäche, die Temperatur in verschiedenen Tiefen im See sowie die Windgeschwin-
digkeit, Temperatur und Feuchtigkeit in verschiedenen Höhen über dem See.
Zur Kontrolle wurde noch die Verdunstung direkt gemessen. Die Bestimmung
des Wärmeumsatzes im See machte große Schwierigkeiten. Schon bei mäßigem
Wind wirkten die Strömungen in dem See sehr störend ein. Nur an ganz schwach-
windigen Tagen konnte der Wärmeumsatz mit genügender Genauigkeit bestimmt
werden. Darum können wir im folgenden nur einige kleine Beispiele von dem
Wärmehaushalt des Sees vorlegen.
Beobachtungen,
Die Beobachtungen wurden im Sommer 1938 auf dem See Puujärvi (g = 60.2°,
‘= 23.7° E. v. Greenwich) im Kirchspiel Karjalohja in Süd-Finnland ausgeführt,
Die Form des Sees geht aus der
beistehenden Karte (Abb. 1) her-
vor. Er besteht aus zwei Teilen.
Der Flächeninhalt des nördliche-
ren beträgt 5.0 qkm und der des
südlicheren 1.4 qkm. Der nörd-
liche Teil, auf welchem die Beob-
achtungen ausgeführt wurden, ist
4 km lang, 2 km breit und an den
tiefsten Stellen etwa 20 m tief, Die
Ufer des Sees bestehen meistens
aus unangebautem Kiesboden, der
von Kiefernwald bedeckt ist. Das
Wasser des Sees ist für unsere
Verhältnisse ungewöhnlich klar.
Der Puujärvi gehört zu dem
Lohja-Seensystem. Er liegt 47 m
über dem Meere und mündet durch
den Eskola-Fluß in den Lohja-See.,
In die nordöstliche Ecke des Puu-
järvi ergießt sich ein ganz wasser-
armer Fluß, der Luhjonjoki, wel-
cher einem in einer Entfernung
von 4 km gelegenen Sumpf entspringt. Dem westlichen Teil des Sees fließt
das Wasser einiger kleinen Teiche zu. Der Wasserwechsel im Puujärvi ist also
ganz gering.
Die Beobachtungen wurden auf einem Floß ausgeführt, das im nördlichen
Teil des Sees verankert war. Seine Entfernung von der Strandlinie war
meistens über 0.8 km. Nur eine Landspitze im nordöstlichen Teil des Sees war
etwas näher, In der nächsten Umgebung des Floßes war die Tiefe des Sees
etwa 20 m.
Zur Messung der Temperatur und der Feuchtigkeit der Luft wurde ein
Aspirationspsychrometer von Aßmann angewandt. Die Beobachtungen wurden
in vier Höhen gemacht. Bei schwachem Wind (v< 3.5 m/sek) waren die Höhen
350, 100, 30 und 12 cm, Bei stärkerem Wind war der Wellenschlag so kräftig,
daß in 12 cm Höhe keine Beobachtungen gemacht werden konnten. Darum
wurden die untersten Messungen in einer Höhe von 18 cm ausgeführt,
“
Ann, d. Hydr. usw. 1942, Heft V.