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Volltext: 70, 1942

Franssila, M.: Über den Wärmehaushalt eines Binnensees. 
An Aa 
i 
5 x 5 d8 - df 
By = 3800 [ Yopv, (37) + an (9, ).]: 
v=1 v=1 
Aus dieser Gleichung kann die Konstante a bestimmt werden, Danach können 
die Stundenwerte für L und V leicht nach den Gleichungen (2) und (3) berechnet 
werden. 
Der Zweck unserer Untersuchung war, den Wärmehaushalt eines ziemlich 
kleinen Binnensees nach Gleichung (8) zu bestimmen. Dafür wurden folgende 
meteorologische Elemente gemessen: Die Strahlungsbilanz über der Seeober- 
Mäche, die Temperatur in verschiedenen Tiefen im See sowie die Windgeschwin- 
digkeit, Temperatur und Feuchtigkeit in verschiedenen Höhen über dem See. 
Zur Kontrolle wurde noch die Verdunstung direkt gemessen. Die Bestimmung 
des Wärmeumsatzes im See machte große Schwierigkeiten. Schon bei mäßigem 
Wind wirkten die Strömungen in dem See sehr störend ein. Nur an ganz schwach- 
windigen Tagen konnte der Wärmeumsatz mit genügender Genauigkeit bestimmt 
werden. Darum können wir im folgenden nur einige kleine Beispiele von dem 
Wärmehaushalt des Sees vorlegen. 
Beobachtungen, 
Die Beobachtungen wurden im Sommer 1938 auf dem See Puujärvi (g = 60.2°, 
‘= 23.7° E. v. Greenwich) im Kirchspiel Karjalohja in Süd-Finnland ausgeführt, 
Die Form des Sees geht aus der 
beistehenden Karte (Abb. 1) her- 
vor. Er besteht aus zwei Teilen. 
Der Flächeninhalt des nördliche- 
ren beträgt 5.0 qkm und der des 
südlicheren 1.4 qkm. Der nörd- 
liche Teil, auf welchem die Beob- 
achtungen ausgeführt wurden, ist 
4 km lang, 2 km breit und an den 
tiefsten Stellen etwa 20 m tief, Die 
Ufer des Sees bestehen meistens 
aus unangebautem Kiesboden, der 
von Kiefernwald bedeckt ist. Das 
Wasser des Sees ist für unsere 
Verhältnisse ungewöhnlich klar. 
Der Puujärvi gehört zu dem 
Lohja-Seensystem. Er liegt 47 m 
über dem Meere und mündet durch 
den Eskola-Fluß in den Lohja-See., 
In die nordöstliche Ecke des Puu- 
järvi ergießt sich ein ganz wasser- 
armer Fluß, der Luhjonjoki, wel- 
cher einem in einer Entfernung 
von 4 km gelegenen Sumpf entspringt. Dem westlichen Teil des Sees fließt 
das Wasser einiger kleinen Teiche zu. Der Wasserwechsel im Puujärvi ist also 
ganz gering. 
Die Beobachtungen wurden auf einem Floß ausgeführt, das im nördlichen 
Teil des Sees verankert war. Seine Entfernung von der Strandlinie war 
meistens über 0.8 km. Nur eine Landspitze im nordöstlichen Teil des Sees war 
etwas näher, In der nächsten Umgebung des Floßes war die Tiefe des Sees 
etwa 20 m. 
Zur Messung der Temperatur und der Feuchtigkeit der Luft wurde ein 
Aspirationspsychrometer von Aßmann angewandt. Die Beobachtungen wurden 
in vier Höhen gemacht. Bei schwachem Wind (v< 3.5 m/sek) waren die Höhen 
350, 100, 30 und 12 cm, Bei stärkerem Wind war der Wellenschlag so kräftig, 
daß in 12 cm Höhe keine Beobachtungen gemacht werden konnten. Darum 
wurden die untersten Messungen in einer Höhe von 18 cm ausgeführt, 
“ 
Ann, d. Hydr. usw. 1942, Heft V.
	        
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