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Full text: 70, 1942

100 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1942, 
denn die Abweichung des Gestirns liegt nun einmal von Natur fest, Garcia 
empfiehlt wieder verschiedenen Druck für die Tafelwerte und für die Schaltwerte, 
Die Tafelwerte sind Gruppen von 4 bzw. 5 Ziffern, die beiden letzten Bogen- 
minuten, die vorderen Grade. Zeichen werden bewußt nicht im Tafelkörper auf- 
genommen. Ebenso wird nicht im Tafelkörper, sondern nur in der Gebrauchs- 
anweisung angegeben, daß die Schaltwerte Zehntel-Bogenminuten sind. Zur 
Schaltung dient noch eine besonders kleine Hilfstafel (eine Art Multiplikations- 
tafel, deren Form von ähnlichen bekannten nicht verschieden ist). 
Wählt man eine graphische Form der Tafel, so kann man die Schaltarbeit 
ersparen, indem die Tafelwerte mit Minutengenauigkeit durch Skalen dargestellt 
werden können (Abb. 3)! Diese Form der graphischen Darstellung entspricht 
Abb. 
A 
den Skalen eines Rechenschiebers. Die Ablesung erfolgt auch nur mit senk- 
rechtem Eingang, der dadurch erleichtert wird, daß die horizontale Eingangs- 
zeile von Zeit zu Zeit wiederholt wird. Zum Gebrauch empfiehlt Garcia ein 
durchsichtiges Lineal mit einem Strich, der auf zwei solcher Horizontalskalen 
eingestellt wird, um dazwischen den Tafelwert mit der nötigen Genauigkeit ent- 
nehmen zu können. 
Der Vorgang zur Zeichnung der Höhengleichen in der Seekarte nach Garcia 
ist also einfach folgender: Zur beobachteten Höhe wird der nächste runde Grad 
aufgeschlagen. Für diese Höhe sollen zwei Punkte der Zentralkurve bestimmt 
werden. Mit Abweichung ö wird horizontal eingegangen und damit eine vertikale 
Spalte festgelegt, aus der zwei Wertepaare von Breite und Stundenwinkel gewonnen 
werden, Der Eingang erfolgt aber stets mit den Breitengraden, die der gegißten 
Breite naheliegen, da der Stundenwinkel sonst eine gewisse Berechnung nötig 
machen würde. Entweder wird also mit dem runden Breitengrad eingegangen, 
der sich im vertikalen Eingang befindet, oder, falls sich. herausstellt, daß der 
gegißten Breite naheliegende Breitengrade nicht mehr im vertikalen Eingang vor- 
kommen, sucht man in der bereits ermittelten Spalte zwei Tafelwerte, deren nun 
nicht mehr runde Werte zwei zugehörige runde Werte des Stundenwinkels 
ergeben, Aus den ermittelten Stundenwinkeln wird mit Hilfe des Stundenwinkels 
des Meridians von Greenwich die Länge für die beiden Punkte der Zentralkurve 
berechnet. Der Stundenwinkel von Greenwich muß allerdings mit Hilfe des Jahr- 
buches berechnet werden. Die beiden Punkte, deren @ und / bestimmt wurde, 
werden nun in der Seekarte eingezeichnet. Mit den vernachlässigten Minuten 
der beobachteten Höhe werden zwei Kreise um beide Punkte geschlagen. Die 
Tangente an beide Kreise ist die gesuchte Höhengleiche. Die Herstellung der 
Tafeln muß in der Form erfolgen, daß der geradlinige Verlauf dieser Tangente 
jedenfalls hinreichend genau mit der Höhengleiche zusammenfällt. Infolgedessen 
sind z. B. die Eingänge der Tafel nur von-10° bis 80° Höhe von Grad zu Grad 
zu geben, oberhalb aber und unterhalb müssen halbe Grade als Eingang gewählt 
werden, Ebenso kann sich für höhere Breiten die Notwendigkeit ergeben, die 
Vertikaleingänge von halben zu halben Graden oder gar noch enger fortschreiten 
zu lassen.
	        
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