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Full text: 70, 1942

Freiesleben, H. C.: Höhenstandlinien in der Seekarte nach Gareia. 99 
in der Merkatorkarte befolgen sie das Gesetz des Maßstabes der Merkatorkarte. 
Wenn die Zentralkurven hinreichend eng gelegt sind, ist es also sofort möglich, 
von ihnen aus die zwischenliegenden Höhengleichen zu konstruieren, indem der 
Unterschied in Höhe zwischen Zentralkurve und gesuchter Kurve den Radius 
sämtlicher im einzelnen zu zeichnender Kreise liefert. 
$ 3. Gebrauch einer Tafel der Zentralkurven für Höhengleichen. 
Die Höhentafel, die einer Zeichnung von Höhenstandlinien nach Gareia 
zugrunde liegt, muß also Angaben enthalten, um für jeden Bildpunkt eine Reihe 
von Zentralkurven zeichnen zu können, Die Konstruktion der zwischenliegenden 
übrigen Höhengleichen ist dann unmittelbar möglich. Wie muß diese Höhentafel 
nun aussehen? 
Es genügt, für sämtliche Bildpunkte auf einem Meridian eine Anzahl von 
Zentralkurven voraus zu berechnen; denn wenn auch die Bildpunkte eines 
Gestirns auf der Erde von seinem Stundenwinkel für Greenwich abhängen, so 
ändert sich doch der Verlauf der Höhengleichen um den Bildpunkt damit nicht. 
Vielmehr ist die Lage der einzelnen Höhengleichen zum Bildpunkt gegeben 
durch Breite und Ortsstundenwinkel des Gestirns, Wertepaare von Breite und 
Stundenwinkel bestimmen also die einzelnen Zentralkurven. Sie müssen hin. 
reichend dicht angegeben werden, um sicherzustellen, daß die um sie beschrie- 
benen kleinen Kreise Hüllkurven ergeben, die tatsächlich mit den gesuchten 
Höhengleichen zusammenfallen. 
Der Bildpunkt des Gestirns auf dem Meridian ist bestimmt durch die Ab- 
weichung des Gestirns. Die Abweichung ist also im vorliegenden Fall der 
Gruppenwert. Sie bezeichnet eine ganze Schar von Höhengleichen. Als Eingangs- 
wert ist sie aber nicht zu empfehlen, da sie die einzige Größe ist, bei der ohne 
Schaltung nicht auszukommen ist. Als Eingangswert eignet sich vielmehr die 
für die Zentralkurve kennzeichnende Höhe. Die Tafeln müssen also folgendes 
Bild haben (s. Tab. 1): 
Als Eingang dient ein auf Grade abgerundeter Wert der Höhe, als hori- 
zontales Argument dient die Abweichung, als vertikales Argument die Breite 
Tabelle 1, Stück einer numerischen Höhentafel nach Garcia, 
- 
100 
{41 
2 
13 
14 
45 
16 
17 
18 
10 
h= 200 
Do 10 90 2) 290 | 40 2: mo 2 40 „on 
Ko 1 290 2. 10° 1196  19e 
6329 09 6425 09. 6520 09 6614 09° 5707 09. 6800 09: 6851 09 6943 08 7033 08 7123 08 7215 08 7302 08 
5304 09 6401 70. 64585 09 6554 09 6650 09 6744 09 6838 09 6931 09 7024 09| 7116 09 7208 09 7259 08 
6236 10 6326 20 6436 J0 6534 20: 5631 09 67285 09] 6524 09 6419 09 7014 09| 7108 09 7202 09 7255 09 
6207 10 6310 70° 6412 10, 6512 10 5612 10 6711 19 6809 70 6906 09: 7003 09| 7049 09 7155 09 7250 09 
6137 17 6242 71 6346 I7 6419 70: 6551 10. 6652 10 6753 19 6852 10° 69A1 10 7050 70 7147 09 7245 09 
6104 17 6212 71 6319 77 6425 11 3529 IZ 6633 I0| 6735 70 6837 40: 5939 10 7039 70 7139 70 7239 10 
6031 12 6141 72 6250 17 6359 71. 5506 JI 6612 I 6717 71 621 17| 6925 10| 7028 70 7130 10 7232 10 
5954 12 6108 72 6220 12 6331 72 5441 77 6549 IH 657 ZI 6804 ZF 6910 11 7015 77 7319 71 7224 11 
5916 13 6032 73 6148 72 6301 7° **"* 72. K525 12 6636 72 6745 11 $854 IL 7002 71 7109 11 7215 11 
5835 13 505 77 KYIR 12 A720 17? RB46 79° BAOQ0 19 6618 72 A792 79° ARR7 79 A947 79: 7057 17 70086 17 
7351 
7349 
7347 
7345 
7342 
7338 
7333 
7327 
7321 
3a 
und als Tafelwert der Stundenwinkel. Um den Umfang der Tafel nicht unnötig 
groß zu machen, findet allerdings von einer gewissen Lage der Höhengleichen 
ab eine Vertauschung von vertikalem Eingang und Tafelwert statt, denn bei 
einem Verlauf in der Nähe des Gestirnsazimutes von 90° schneidet die Höhen- 
gleiche rasch hintereinander eine Anzahl von Breitengraden und eignet sich 
daher zur Tabulierung mit den Breiten als Eingang. Wenn das Gestirnsazimut 
45° überschreitet, werden die Schnittpunkte mit den Stundenkreisen häufiger, 
und infolgedessen wird der Stundenwinkel als Eingang zweckmäßiger. Durch 
besonderen Druck der Tafel, z. B. oben schwarz, unten rot, kann sichergestellt 
werden, daß keine Verwechslungen vorkommen. 
Als Form der Tafel kann nun eine numerische Form gewählt werden, wie 
dies in Tab. 1 geschehen ist, oder eine graphische. Wie schon bemerkt, muß mit 
dem horizontalen Eingang Abweichung eine kleine Schaltarbeit geleistet werden.
	        
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