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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 70 (1942)

Groissmayr, F. B.: Die 24jährige Witterungsperiode. 
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wie Debrecen allein ein noch eindrucksvolleres Bild. Auch 1940 brachte in 
Wien einen zu nassen Sommer, und in Debrecen [von diesem Ort steht mir bisher 
nur die Monatsübersicht. des Juni zur Verfügung] brachte 
dieser Monat allein bereits doppelt soviel Regen wie 
1935 der gesammte Sommer. Diese nasse Gruppe deckt 
sich vollkommen mit meinem bereits 1933 veröffentlichten 
Untersuchungsbefunde (s), nicht nur in bezug auf die 24jährige, 
sondern auch hinsichtlich der 6jährigen Periode dürrer 
Sommer, die in diesem Jahrhundert im Alföld wie folgt ver- 
liefen (Debrecen + Wien): 
6.6 
26.3 
25,0 
30.0 
2909 
1899... 13.0 (— 7.9 cm) 
1917... 11.8 (— 9.1 em) 
1935... 8.5 (— 12.4 cm) 
Tabelle 13. 
1905... 15.8 (—5.1 cm) | 1911... 10,5 (— 10.4 cm) 
1923... 13.2 (— 7.7 cm) ] 1929... 17.0 (— 3.9 cm) 
Von welch überragender Bedeutung die 24jährige sommerliche Niederschlags- 
schwankung ganz besonders für das nördliche Alpenvorland ist, zeigt die Kom- 
bination: 4 Regen VI bis VII (Zürich + Wien + Magyarovär) : 3. 
Die Korrelation der beiderseitigen Reihen 
von Abweichungen erreicht den Wert r=0.58, Tabelle 14. 
ein für eine immerhin 40jährige Reihe sehr ‘Regen VI bis VI (Z. + 
befriedigendes, die kräftige Wiederholungs- 
neigung nach genau 24 Jahren bestätigendes 
Ergebnis, wobei in jenen 7 Sommern starker 
positiver wie negativer Abweichung des Nieder- 
schlages der 1. Reihe mit 4 Regen >-+9 cm 
die 2. Reihe denselben Störungssinn aufweist, 
Wir kennen zumindest bis heute keine ein- 
zige Periode derart zeitlicher Konstanz, so 
daß gerade diese, mit makrometeorologischen 
Elementen vorausgehender Zeiträume vereint, 
die Eintreffsicherheit derart aufgebauter Lang- 
Iristprognosen wesentlich erhöhen muß. So 
wertvoll obige Korrelation als Einzelfaktor 
auch sein mag, zu einer Vorhersagegrundlage 
ist dieser Korrelationskoeffizient allein doch 
noch zu gering, denn er besagt, daB der 
Sommerregenfall obiger Stationsgruppe zu 
0.58% d.i.  33.6%, bedingt wird durch jenem 
vor 24 Jahren. Wir erkennen in dieser Reihe 
aber auch die bekannte 6jährige Periode 
trockener Sommer 1875 ... 1935 (11 Fälle 
=100%), ebenso wie eine etwa 10jährige 
Welle feuchter Sommer (e) 1876, 1886, 1896, 
(1906), 1916, 1926, 1936, 
Der große Klima-Umschwung im Norden. 
In vollem Vertrauen auf die Me&merysche 
Theorie der 100jährigen Klimaschwankung, 
die sowohl im 18, wie im 19. Jahrhundert 
nach milden Wintern um die Mitte des 4. Jahr- 
zehntes mit den denkwürdig kalten Wintern 
1740 bzw. 1838, 1841 in Erscheinung trat, 
erwartete ich seit 1938 mit Bestimmtheit den 
Abschluß der besonders in höheren Breiten der Nordhemisphäre so machtvoll 
aufgetretenen Periode ungemein milder Winter, die in der Fachpresse des In- 
und Auslandes in zahlreichen Aufsätzen eingehender Bearbeitung unterzogen 
wurde (7). Doch nicht nur auf Grund dieser Säkularperiode, sondern ebenso 
auf der Grundlage meiner 24jährigen Periode erwartete ich um 1940 mit großer
	        
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