Groissmayr, F. B.: Die 24jährige Witterungsperiode,
Maximawerten, besonders dem von 1928. Die 2. Dekade zeigt bei 1915 ein sehr
tiefes ausgeglichenes Minimum, obwohl dieser Einzelsommer selbst sehr
naß und kühl war und in die Witterungschronik der U. S. A, als „summerless year“
einging. In vermindertem Maße gilt dies auch für 1891,
Viele Anzeichen sprechen jedoch dafür, daß die ganz ungewöhnliche Hitze-
und Dürreperiode besonders des „Mittelwestens“ ihren Höhepunkt nunmehr
bereits überschritten hat, eine Tatsache, die sich nicht nur aus der 24jährigen,
sondern auch einer 100jährigen Periode, deren Existenz ich ebenfalls für diese
Gebiete bereits durch einige eindrucksvolle Beispiele bewiesen zu haben glaube (1),
ergibt, ja sich zwangsläufig ergeben muß, Eine weitere Steigerung der beispiel-
losen Hitze jener Gebiete wie Zunahme der Dürre ist nämlich wohl unmöglich;
auch die agrartechnischen Einflüsse [die zunehmende Entwaldung und dadurch
bedingte Zerstörung der Ackerkrume und beginnende Versteppung einerseits
wie der insbesondere die Sommertemperatur steigernde Einfluß zunehmender
Vergrößerung der Städte anderseits] dürften nicht überschätzt werden und geben
keine genügende Erklärung, Läßt sich für eine derartige Untersuchung der
Beitrag der Entwaldung im wärmesteigernden, niederschlagsmindernden Sinne
nicht feststellen, so doch der sog. „Stadteinfluß“. Zu dem Zwecke habe ich die
Großstadt „Kansas City“ mit — 400000 Einwohnern mit der Mittelstadt „Concordia“,
gleichfalls im Staate Kansas in bezug auf die Julitemperatur untersucht und die
erstgenannte Stadt auch auf den Juliregenfall nach Dekaden 1891 bis 1940
(Tabelle 6) sowie (St, Louis + St. Paul) :2 sogar für ein volles Jahrhundert für
den Niederschlag allein (t in °C, Regen in cm).
Tabelle 6.
Kansas }
VI | AtVIT
Concordia
34 3
Kansas,
b)eren VIT
(St. Louis + St. Paul) : 2
Regen VII
1891/1900...
1901/1910... |
{911/1920 ... |
1921/1930...
1931/1940...
„A X
256 57
26.5; 02
25.9 | — 04
28.7 2.4
Der Juliregenfall zeigt sowohl in Missouri, Minnesota wie Kansas eine dauernde
Abnahme seit 1891 von Jahrzehnt zu Jahrzehnt; in Kansas herrschte von 1927
bis 1940 eine Folge von 14 zu trockenen Julimonaten! Das Dezennium
1931 bis 1940 hatte nur 35% des Regenfalles jener von 1891 bis 1900. In
Concordia war jeder der letzten 11 Julimonate von 1930 bis 1940 zu heiß, ja
der kühlste Juli [1933] war um 0.6°C wärmer als der wärmste von 1920 bis
1929. — Im 19, Jahrhundert waren die Sommer im 5. Dezennium besonders im
Lustrum 1846 bis 1850 nach den Messungen von St, Paul wie besonders denen
von St. Louis sehr naß. Diese Periode feuchter Sommer ist der Säkularperiode
[Mömerys 100jährige Klimaschwankung] zufolge jetzt fällig; sie wird meiner
Überzeugung nach bestimmt eintreffen, wenn auch die oben genannten Momente
agrartechnisch ungünstiger Auswirkung zu einer leichten Verflachung des Nieder-
schlagsmaximums führen mögen. .
Die Niederschläge von März bis August in NW-Island.
Die Niederschlagsabweichungen in Stykkisholm im Frühling + Sommer von
1870 bis 1906 von den entsprechenden 24 Jahre später [also 1894 bis 1930] geben
die sehr beachtenswerte Korrelation 0.51, wobei die 3 unausgeglichenen Maxima
auf die Jahre 1875, 1899, 1923 mit 39.2, 39.5 und 37.8 cm entfallen. In 10 von
12 Fällen, in denen der Niederschlag eine Abweichung > +7 cm in der 1. Gruppe
1870 bis 1906 [der „mittleren Streuung“ dieses Zeitraumes von 6,85 cm ent-
sprechend] überschritt, hatte der Niederschlag 24 Jahre später grundsätzlich den-
selben Störungssinn (Tabelle 7).
Tabelle 7. A Regen IH bis
1841/1850... |
(851/1860 ...)
1861/1870... 2
1871/1880... 70°
1881/1890. 4
70
z
1891/1900 ...| 9.5
OHIO 9.0
1911/1920... 8.1
19211090. 6.5
1931/1940 ...| 5.9
1870
1894
1888
1912
1873
"207
874.
892
1891
| | 1915
"5
“9
892
1916
1881
1905
16 | 1902
| 13 | 1926
— 15
— 6
10
Fr
— 8.
188©
1913
x
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AT
1899
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