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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 70 (1942)

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St. Louis eine entgegengesetzte Anomalie, anderseits zeigte, wiederum in allen 
8 Fällen, in denen St. Louis vom Januar bis April thermisch stark gestört war 
[AtI bis IV >-+-2.5° C] der gleichzeitige Regenfall am östlichen Golf umgekehrtes 
Verhältnis. 
Tabelle 4. 
1875 
1881 
L890 
1912 
1925 
1926 
1929 
1938 
4 Regen I bis IV > -E50 cm 
Mobile + New Orleans 
“A nm 
AtIbisIV 
St. Louis 
A’; ce 
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71 
375 
878 
880 
881 
912 
921 
‚938 
| 940 
At Ibis IV 
St. Louis > +2,5°C 
- AO 
> 
A Regen I bis IV 
Mobile + New Orleans 
ı em 
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Er 
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Die Ursache ist naheliegend: in kalten Wintern herrschen verstärkte NW- 
Winde vor, bedingt durch die winterliche Antizyklone über Kanada und Alaska, 
so daß stärkere Kondensationsvorgänge mit der über dem Golf lagernden Warm- 
Juft und somit erhöhter Regenfall die Folge sind. 
Die 24jährige Niederschlagsperiode am Mittellaufe des Missouri. 
Für dieses vor einigen Jahren durch beispiellose Hitze und Dürre heim- 
gesuchte Gebiet habe ich die beiden Stationen Omaha + Oregon (40° 0’ Nord, 
95° 11’ West), ab 1871 bis 1938, bei meiner Untersuchung der sommerlichen Nieder- 
schlagsschwankungen gewählt, Da die Oregonreihe in den „World Weather 
Records‘“ Vol. 90 mit 1930 endete, interpolierte ich 1931 bis 1938 das nahe- 
gelegene St. Joseph (aus den „Monthly Weather Reviews“) mit ganz ähnlichen 
Niederschlagsverhältnissen, wie ja das Missourital von Omaha bis St. Louis für 
den Sommerniedersechlag, makrometeorologisch gesehen, weitgehende Einheit- 
lichkeit zeigt. Der Sommerregenfall beider Stationen, diese zum „Kollektiv“ 
vereinigt, von 1871 bis 1914, korreliert mit jenem von 1895 bis 1938, gibt r: 0.53, 
mithin ein sehr befriedigendes Ergebnis, 
In Abbildung 2 habe ich die mit 11 ausgeglichene Kurve: 4 Regen VI bis VIII 
3-+ (Omaho + Oregon) 1871 LS VE ... und endigend mit 
1929 + ... 1939 . Le . , 
Tr — gezeichnet. Die hieraus sich ergebenden Kurvenpunkte sind somit 
die für die fortschreitende 11er Gruppe sich ergebenden Regenfallabweichungen 
je Station in Zentimeter. Die Originalwerte in „inches“ wurden in die metrische 
Einheit umgewandelt, Diese so erhaltene Kurve zeigt meine Periode in eindrucks- 
vollster Weise mit den absoluten Maximawerten 1880, BE EA +: 1585) 1904, 
1928 bzw. den numerischen 
Abweichungen: + 9.0 cm, 
+ 5.7 cm, + 1.8 cm, den 
Minimawerten 1891, 1915 
mit —3,7 cm bzw. —8.5 cm, 
das letzte Minimum 1934 
(1929 bis 1939) mit —2.8cm 
ist bestimmt noch nicht 
endgültig und nur durch 
den vorläufigen Abschluß 
zul der Regenfallreihe mit dem 
Abb. 2. Regen Vi—VIilI } (Omaha + Oregon) 1 1876 bis 1934 Jahre 1939 bedingt; denn 
(1871 bis 1939). in diesem sehr Sseichten 
Minimum liegt noch störend 
der nasse Sommer 1932. Besonders auffällig tritt die Tatsache ungemein nasser 
Sommer um 1880 hervor sowie das sehr starke Abgleiten zu den beiden anderen
	        
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