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Full text: 70, 1942

30 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1942. 
veranlaßt wird, daB wir uns z. Zt. auch in einer Periode absteigender Tempe- 
ratur befinden. Diese Periode müßte, wenn man zu den vorangegangenen 
Perioden Analogieschlüsse ziehen darf, gegen 1960/65 beendet sein und dann 
durch einen verhältnismäßig steilen Temperaturanstieg abgelöst werden. 
Fortsetzung folgt. 
Die 24jährige Witterungsperiode. 
5. Mitteilung. ; 
Von F. B. Groissmayr, Passau. 
Zusammenfassung. Diese Klimaschwankung wird erneut bestätigt gefunden im Regenfall vor 
allem des letzten Jahrzehnts in Kalifornien, der sommerlichen Regenzeit am Mittellaufe des Missouri, 
den Frühlings- und Sommerniederschlägen Islands, den Sommerniederschlägen der nordungarischen 
Pußta, den strengen Skandinavienwintern der letzten zwei Jahre sowie der Winter- wie Jahres- 
ljemperaturen am Yukon; auch die M6mery-Periode wird in hohem Maße bestätigt. 
Als ich das Januarheft von „Monthly Weather Review 1940“ durchsah, fiel 
sofort mein Blick in der sonst von mir nie beachteten Spalte: „Rivers and 
MNoods“ auf den bemerkenswerten Satz: „The total monthly rainfall for Sacra- 
mento, Kalifornien, was 7.98 inches, the highest of record for any January since 
1916.“ Diese zeitlich hervorragende Übereinstimmung von genau 24 Jahren — 
meiner Periode entsprechend — gab mir Veranlassung, die Niederschlagsver- 
hältnisse Kaliforniens überhaupt eingehender auf diese Periode zu untersuchen. 
Ich beginne diese Studie, angeregt durch obige Tatsache schwerster Januar- 
regenfälle 1940 in Sacramento, durch Vergleich derselben ab 1929 bis 1940 mit 
jenen in demselben Monat [dem im normalen jahreszeitlichen Verlauf regen- 
reichsten jener Gebiete überhaupt] 24 Jahre vorher. Das in der Tabelle 1 nieder- 
gelegte Ergebnis ist sehr beachtlich und beweist, daß: die Januarregenfälle in 
Sacramento von 1929 bis 1940 dieselben Störungen aufwiesen wie jene von 1905 
bis 1916, also genau 24 Jahre vorher. 
Tabelle 1. Sacramento, Kalifornien, 
Änderungen im Januar. 
Das Ergebnis: In zwölf 
Fällen zwölf grundsätz- 
liche Übereinstimmun- 
gen! Die Vermutung, es 
könnte sich hier um ein 
Zufallsergebnis handeln, 
läßt sich durch das 
Regenfallkollektiv vom 
Januar— April in Los 
Angeles für das letzte 
Jahrzehnt widerlegen 
(Tabelle 2). 
Los Angeles zeigt auch 
zeitlich vollkommene 
Übereinstimmung im 
Januar — Aprilregenfall, 
dem 2, Teil der kalifor- 
nischen winterlichen Re- 
genzeit, in den Minima- 
werten 1910, 1934 wie 
auch in den Maxima- 
werten 1914, 1938; greift 
man auf die sehr langen 
kalifornischen Regenreihen von San Francisco oder Sacramento — sie beginnen 
1850 — zurück, so findet man von der Regenfallsumme I bis III der Jahres- 
gruppe 1938 bis 1940 je 24, 48 und 72 Jahre zurück für San Francisco die in 
Tabelle 3 niedergelegten Ergebnisse, 
Übrigens zeigt nicht nur die Küste, sondern auch das nahe Hinterland ähnliche 
Verhältnisse. Es sei daran erinnert, daß auch der Spezialforscher kalifornischer 
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