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Full text: 70, 1942

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1942. 
Hoher Druck (abgekürzt H) über dem eurasiatischen . Kontinent 
ainschl. Alpen und Iberischer Halbinsel, über den Azoren und über 
Jem amerikanischen Felsengebirge. Wesentlich zu tiefer Druck 
iber Island. Also über dem östlichen Atlantischen Ozean über- 
aormal starke Süd westzirkulation. 
H westlich des Kanals mit Keil Balkan— Türkei, Ebenso H über 
Jen amerikanischen Seen. Islandzyklone in die Davisstraße ver- 
schoben. T etwa im Raum Nowaja Semlja. Nord- und Mitteleuropa 
stand also unter dem Einfluß einer ozeanischen Nord westzirkulation. 
4 südwestlich Azoren, T-Mulde Island—Südgrönland mit Ausläufern 
zu den amerikanischen Seen und nach England—Italien, 
T wandert von der portugiesischen Küste nordwärts und liegt im 
Monatsmittel über der Biskaya und Westengland. Der Luftdruck 
über Südrußland ist etwas zu hoch, so daß Mitteleuropa vorwiegend 
in einer südlichen Strömung liegt, im Gegensatz zu den Vormonaten, 
in denen die atlantische Zirkulation verstärkt war, allerdings nur 
mit ihren Ausläufern das Böhmische Becken erreichte. Ferner war 
im April 1934 der Luftdruck über Neufundland wesentlich zu hoch, 
Lange T-Furche, die sich von der Südspitze von Grönland über 
Island und die Bäreninsel nach Nowa Semlja erstreckt. Ihr ent- 
spricht ein ebenso langer H-Rücken, der aus dem Raum südwestlich 
der Azoren über die Biskaya und Mitteleuropa nach Südrußland 
reicht. Daher, vor allem in Süddeutschland, heiteres trockenes 
Strahlungswetter. 
Im Juni hat der H-Rücken eine mehr meridionale Achse; er erstreckt 
sich von den Azoren über die Biskaya und die Britischen Inseln 
ins Nordmeer. T westlich und östlich des Rückens, nämlich über 
ler DavisstraBe und über Mittelrußland, 
Die Druckgegensätze sind immer noch gering. Der H-Rücken hat 
sich abgeschwächt und reicht nur noch bis Westdeutschland, während 
sich eine flache T-Rinne von der Davisstraße über Island nach 
Polen und der Türkei erstreckt. 
Das Azoren-H ist kräftig ausgebildet und erstreckt einen Keil bis 
Südfrankreich. Im Mittel liegt ein T hart südlich Island, Die Lage 
hat also etwas Ähnlichkeit mit der des März; sie führt aber infolge 
ler gänzlich anderen Jahreszeit nur zu einem Temperaturüberschuß 
von 0.3°, während der März einen solchen von 2.5° aufwies. 
Die Druckgegensätze haben sich gegenüber dem August etwas ver- 
schärft, Es liegt nunmehr ein kräftiges T südlich Island, dem über 
Neufundland, im Azorenraum und über Mittelrußland zu hoher Druck 
gegenüber steht. Mitteleuropa, das nunmehr häufig in die Nähe des 
H-Rückens Azoren—Mittelrußland zu liegen kommt, hat ein wesentlich 
anderes Wetter als der Vormonat, nämlich trocken und warm. 
Kräftiges T im Nordmeer, Azoren-H mit Keil nach Südfrankreich, 
Sehr unbestimmte Druckverteilung. Mäßig tiefer Druck Grönland— 
Island—Nordmeer. Roßbreiten-H in mehrere Zellen von knapp 
1020 mb aufgelöst. Mitteleuropa meist regnerisch, aber warm, 
Große Zyklone zwischen Südgrönland und Südirland, also weit südlich 
Island. Azoren-H weit nach Süden verdrängt. Kräftiges H über Mittel- 
rußland (Ural). Mitteleuropa also vorwiegend in südlicher Strömung. 
Diese Zusammenstellung soll zeigen, daß der Zusammenhang zwischen Groß- 
wetterlage und Temperaturanomalien nicht ganz eindeutig ist, und sie soll dazu 
anregen, ähnliche Zusammenstellungen auch für andere bemerkenswerte Jahre 
zu machen. Gleichzeitig bildet diese Aufzählung von Mittelwerten eine Ergänzung 
zu der im Wetterdienst häufig gemachten Erfahrung, daß bei völlig verschiedenen 
Wetterlagen die Witterung in irgendeinem Gebiet unverändert bleibt, während 
sie sich manchmal bei geringfügiger Abweichung im Wetterkartenbild grund- 
legend ändert. 
Januar. 
Februar. 
März. 
April. 
Mai, 
Juni. 
Juli. 
September.
	        
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