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Volltext: 69, 1941

Ann. d. Hydr. usw., LXIX. Jahrg. (1941), Heft III. 
ßq 
Über die Vorausberechnung der Auf- und Untergänge des Mondes 
in ihrer Abhängigkeit von Tag und Ort. 
Von K. Schütte, Hamburg. 
Zusammenfassung. Es wird eine einfache Formel abgeleitet, welche es gestattet, von dem ge- 
gebenen Wert des Mond-Auf- oder -Unterganges auf eine andere Breite oder auf den nächsten Tag über- 
zugehen. Eine Hilfstafel erleichtert die genäherte Vorausberechnung, für die mehrere Beispiele gegeben 
werden. Normalerweise geht der Mond von einem Tage zum nächsten immer später auf; es wird 
:in Gebiet nachgewiesen, in welchem (von einer bestimmten Breite an) sich diese Verhältnisse um- 
kehren können. 
1. Einleitung, 
Zur Berechnung der Mond-Auf- und -Untergänge benötigt man die Deklination 
des Mondes für den Moment des Auf- oder Unterganges, um mit dieser den 
halben Tagbogen zu erhalten. Die Deklination wird aber mit der Zeit als 
Argument entnommen, setzt somit bereits die Kenntnis der angenäherten Auf- 
oder Untergangszeit voraus. Infolge der starken Bewegung des Mondes ist bei 
diesem Verfahren — besonders in höheren Breiten — meist eine mehrfache 
Wiederholung der Näherungsrechnungen nötig, um den richtigen Wert zu erhalten, 
Im folgenden soll ein einfaches Verfahren entwickelt werden, das erlaubt, 
sehr schnell einen guten Näherungswert für den Übergang von einer Breite zu 
einer andern (benachbarten) oder von einem Tag zum nächsten zu erhalten, 
wenn man einen Ausgangswert kennt. In vielen Fällen wird der auf diese Weise 
erhaltene Näherungswert überhaupt schon ausreichend sein; er wird aber bis in 
hohe ‚Breiten stets genügen, um die Deklination des Mondes genau genug zu 
entnehmen, so daß der strenge Wert alsdann mit Hilfe einer weiteren Rechnung 
zu erhalten ist. 
2. Ausgangsformeln, 
Ohne Rücksicht auf Refraktion, Halbmesser und Parallaxe berechnet sich 
der halbe Tagbogen eines Gestirnes aus der Formel: 
Cost = — igÖtgo. (1) 
Differentiiert man diese Formel einmal nach t und $ bei konstantem @ und 
ein anderes Mal nach £ und @ bei konstantem dd, so erhält man: 
. 46 
—sint dt — zz EP | 
. 4o@ 
—sint 41 = -— zo LT Öö 
Das auf der linken Seite noch vorkommende sin t läßt sich mit Hilfe der 
Heichung (1) durch d und g ausdrücken; es wird dann: 
A 46 
ÜBEL LLLLL 
Vetgigp— 4760088 
At= de 
Votö—wigep ) 
Die erste dieser beiden Formeln gibt die Änderung At des Stundenwinkels t 
infolge einer Deklinationsänderung 4 6 bei fester Breite, und die zweite gibt die 
Änderung At des Stundenwinkels t infolge einer Breitenänderung 4 bei fester 
Deklination. Zu beachten ist, daß diese beiden Ausdrücke völlig gleich gebaut 
sind und der eine aus dem andern hervorgeht durch Vertauschung von d und g@; 
dies wird bei der zahlenmäßigen Anwendung von Vorteil sein. 
Setzt man zur Abkürzung: 
1 
KA 6) ann m 
a5 Verg?gp —tg1 8 cos 6 
1 
K 4 a Fi 
Ad a a 
Ann. d. Hydr. usw. 1941, Heft IL
	        
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