accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

62 Annalen der Hydrographie und Maritimen: Meteorologie, Februar 1941. 
stellenweise Nebelfetzen den Hang hinab entsen det, die sich hier aufzulösen, dort 
neu zu bilden scheinen. Der Hang selbst ist bis zu etwa 1900 m Höhe hinauf 
klar. Im N sind verstreut Haufenwolken sichtbar. Die höchsten Wolkenschichten 
ziehen langsam von E nach W, Im W ist der Verlauf des Mgetaflusses durch 
einen Nebelstreif angedeutet, Dieser bildet gleichzeitig den Abschluß der tief. 
liegenden Wolkenschicht über der weiten Niederung und hindert jede Fernsicht, 
Auch im S gewähren Dunst und Wolken nur eine Sicht von etwa 10 bis 15 km. — 
8h; t 17°. Der leichte Windzug kommt aus SW. Durch die Wolkenschicht über 
uns ist an wenigen Stellen der Himmel sichtbar. Schon um 7% zogen abgerissene 
Nebelschleier zeitweise um und über uns hin. Nun heben sich rings um uns 
aus den Ebenen dichte Wolkenmassen, und von oben her ist das Gebirge bis 
auf 1800 m herunter dicht in solche gehüllt, die nach unten zerfransen und in 
neblige, bewegte Gebilde übergehen. Auf den Vorbergen im W liegen Wolken- 
schatten und Sonnenflecken, Im NW hat die Wolkenmasse unter uns örtlich 
begrenzt ein Loch, das einen Durchblick nach der Erde gestattet. Im SW 
nimmt sie an Massigkeit zu und schließt mit einem grauen Wolkenschirm ab, 
hinter dem ein düsteres Grau vorherrscht, Ob dort schon Regen niedergehen? — 
Aus dem Mbakanatal steigen dichte Nebelmassen zu uns herauf, Sie ziehen die 
Seitentäler hoch und gehen am Gebirge in die Wolken über, die über uns liegen. 
Unter ihnen ist das Tal auf etwa 1 bis 2 km einzusehen, Eigenartig ist das 
Wogen und Wallen der Nebel und der Wolkengebilde: hier steigen sie in den 
Tälern nach oben, dort wieder ziehen sie sich über einen Rücken in ein anderes 
Tal hinab. Hoch über uns sind leichte Schleier bemerkbar; sie ziehen ziemlich 
rasch von W nach E. Die höchsten Cu-Wolken dagegen lassen einen kaum 
merklichen Zug nach der entgegengesetzten Richtung erkennen. — 10%; t 19°. 
Der Wind macht sich jetzt stärker bemerkbar; er kommt aus S mit Stärke 3. 
Von allen Seiten hat sich der Himmel mit Wolken bezogen, die meist tief herab- 
hängen, Nur hin und wieder zerreißen sie und lassen dann für Augenblicke 
die Sonne durchscheinen, oder ihre wechselnde Dichte läßt sie wenigstens durch- 
schimmern, Man kann eine langsame Bewegung von E nach W feststellen. Am 
Gebirge reicht ihre ausgefranste und zerfaserte Unterschicht bis etwa 1700 m 
herab. Im Westen haben sich die Wolkenmassen, die über der Ebene lagen, 
gehoben. Man kann unter ihnen weg die Landschaft, wenn auch undeutlich 
und in Dunst gehüllt, überblicken, An manchen Stellen hat man den Eindruck, 
als ob dort leichte Niederschläge fallen. Auf den Vorbergen wechseln ständig 
Sonnenlichter und Wolkenschatten, Hier über der Ebene erscheinen die Wolken 
in Haufen von Süden nach Norden aufgereiht. Das gleiche Bild bietet der 
Süden, nur verlaufen hier die Reihen von E nach W. Dunkelgraue untere 
Schichten verschmelzen mit dem Grau des Nebeldunstes über der Ebene. 
12b; Die Temperatur war bis 23° gestiegen und ist jetzt wieder auf 21° 
zurückgegangen. Der Wind weht an freien Stellen mit Unterbrechungen aus 
SE in Stärke 5. Die Wolkendecke, die, nach dem Gebirgshang zu urteilen, in 
etwa 1900 m Höhe liegt, ist fast geschlossen, und nur selten scheint die Sonne 
für kurze Zeit durch Lücken, die nach S zu häufiger und größer werden. Nach 
W hin hängen die Wolken noch geschlossen zusammen und erstrecken sich weit 
in die Ebene. Dunkelgraue, regendrohende Massen wechseln mit leichteren ab. 
Sowohl im W wie im S liegt die Ebene im Dunst, der die Fernsicht verschleiert. — 
14h: Die Wolkendecke hat sich gehoben und ist aufgerissen, so daß die Sonne 
länger scheinen konnte. Daher stieg die Temperatur bis 26° an, sie ist aber 
jetzt schon wieder auf 22° gefallen. Die Rücken des Bergmassivs werden stellen- 
weise sichtbar, verschwinden dann aber wieder in der treibenden unteren Schicht 
des Gewölks, Der Wind weht mit Stärke 5 abwechselnd von E bis S. Gegen 
W und S hin sind die Wolken stärker aufgelockert; der Bedeckungsgrad beträgt 
hier 7/9, Im NW werden die jenseitigen Berge der Mkata-Ebene undeutlich 
sichtbar, sie verschwinden aber nach W und SW zu immer mehr im Dunst, 
Haufenwolken in größeren und kleineren Formen und ebensolchen Zwischen- 
räumen blauen Himmels lagern über der in Dunst gehüllten Ebene. Die unteren 
lockeren grauen Wolken bewegen sich sehr langsam von E nach W, während
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.