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Full text: 69, 1941

Schott, G.: Zur Vollendung des 70. Lebensjahres von Martin Knudsen. 
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Zur Vollendung des 70. Lebensjahres von Martin Knudsen. 
Der Name Martin Knudsen ist jedem, der sich mit Meereskunde oder Hydrographie — wie 
hier in Anlehnung an den Titel dieser Zeitschrift gesagt sei -- beschäftigt, gut bekannt und geläußig, 
jedem, und sei er der jüngste Anfänger auf diesem Gebiete der Forschung, Denn dafür sorgen 
allein schon M. Knudsens „Hydrographische Tabellen“, die, in Tausenden von Exemplaren über 
die ganze Erde verbreitet, in jedem Laboratorium und an jeder Station, wo physikalisch-chemische 
oder biologische Studien über das Meer betrieben werden, zu finden sind. Wo stünde heute die 
hydrographische Arbeit, wenn wir seit Beginn des Jahrhunderts diese Tabellen nicht gehabt hätten, 
die in noch heute nicht überholter Sorgfalt die grundlegenden Beziehungen zwischen Chlorgehalt, 
Salzgehalt und Dichte des Meerwassers festgestellt haben, mag man auch für einige Sonderfragen 
neuerdings die Genauigkeit noch höher zu bringen sich bemühen. Die historische Gerechtigkeit 
gebietet, die Bemerkung zus rechnungen erfolgten nach 
zusetzen, daß die mit Recht den Vorschlägen und unter 
unter seinem Namen gehen: der Kontrolle einer intere 
den „Hydrographischen Ta« nationalen Kommission, be 
beilen“ dem s. Zt. dreißig: stehend aus H. N, Dickson, 
jährigen Knudsen nicht M. Knudsen, ©, Krümmel, 
allein zu danken sind; sie 5, Makaroff, Sir John Murray, 
beruhen auf der Zusammens Fridtjof Nansen und O, Pet: 
arbeit auch mit Sorensen tersson.“ — Fast alle weilen 
und Forch, und die Note nicht mehr unter uns. 
wendigkeit dieser Konstantens Aber wir freuen uns von 
bestimmungen ergab sich so» Herzen, dem in voller Rüstigs 
fort, als die große inter. keit des Körpers und Geistes 
nationale Vereinigung der schaffenden Kollegen die 
nordwesteuropäischenMeeress besten Glückwünsche zur 
forscher mit Otto Petters: Vollendung seines 70. Lebens- 
son an der Spitze 1899/1900 jahres durch diese wenigen 
erstand. Auf dem Titelblatt Zeilen ausdrücken und ihm 
der ersten Ausgabe lesen wir: sagen zu können, was er 
„Die Messungen und die Bes für die Meeresforscher be 
deutet, An die Spitze der Würdigung seiner meereskundlichen Arbeiten gehörten die „Tabellen“. 
Für die Leser dieser Zeitschrift wird nun noch ein Versuch, das Lebenswerk Knudsens in 
ganz großen Zügen zu kennzeichnen, von Interesse sein. 
Martin Hans Christian Knudsen ist am 15. Februar 1871 in Fyn auf Fünen’ geboren. Nach 
dem Studium der Mathematik, Physik und Chemie verdiente er sich die erste Auszeichnung, 
indem er in den Jahren 1895 und 18%, also im Alter von 24 Jahren, unter Kapt. Wandel die 
„Ingolf“ Expedition als Hydrograph begleitete, Diese Fahrt ging in die zuerst 1861 von Admiral 
Irminger untersuchten Gewässer um Island und Grönland und brachte als ganz neues Ergebnis 
u. a. die Erkenntnis über den ostisländischen Polarstrom; vorher kannte man nur den ostgrön« 
ländischen Eisstrom. Schon 1896 veröffentlichte im Anschluß hieran Knudsen in diesen „Annalen“ 
sinen ersten Beitrag mit dem Titel „Das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Sauerstoffs und Kohlen: 
säuregehalt des Meerwassers und dem Plankton“. 1899 erscheint im „Ingolf“;Werk zu Kopen: 
hagen von seiner Hand der große Band Hydrography, der, exakt und geographisch übersichtlich, 
noch heute wertvoll ist. Im selben Jahre 1899 brachte Knudsen die von 1894 bis 1898 in den 
dänischen Gewässern angestellten. hydrographischen Messungen durch eine zusammenfassende, 
tindringende Darstellung heraus (Beretn, Kommiss, f. videnskab. Undersög. af de danske Fars 
vande, IL. 5) und 1905 in ähnlicher Weise das hydrographische Material der Routenschiffe zwischen 
Dänemark, den Fär ÖOer und Island (Meddelelser Komm, F. vidensk. Undersög. 1. Nr. 6). 
In den „Annalen“ nahm Knudsen 1900 und 1901 noch wieder öfter das Wort, und zwar 
z. B. in dem für die Frage des Wasseraustausches insbesondere zwischen Ostsee und Nordsee so 
wertvoll gewordenen „Hydrographischen Lehrsatz“, ferner über den baltischen Strom im Kattegat, 
über die Erneuerung des Bodenwassers in der Ostsee us. 
Mit der Errichtung des internationalen hydrographischen Laboratoriums in Kopenhagen stieg 
Knudsens meereskundliche Tätigkeit in steiler Kurve an; von Anfang an der Leiter des Labos 
ratoriums und Mitglied bzw. Vorsitzender der hydrographischen Abteilung des Internationalen 
Rates gab er von 1902 ab alljährlich das „Bulletin des resultatz acauis pendant les courses
	        
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