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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

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Annalen der Hydrographie und: Maritimenm Meteorologie, Februar 1941, 
In der Grundtabelle 1 sind die geschätzten Windrichtungen nach der 32- 
teiligen Rose zu den 3 Terminen nicht mit den geschätzten Windstärken nach 
Beaufort, sondern mit den absoluten Windgeschwindigkeiten in m/sec angegeben, 
die durch Umrechnung gewonnen sind, Es wäre von Interesse gewesen, die 
Schätzungen selbst an dieser Stelle zu finden, In der Grundtabelle 2 sind die 
stündlichen Richtungen in Azimutgraden und die skalaren Geschwindigkeiten 
als Stundenmittel veröffentlicht, auch Tagesmittel der Luftversetzung angegeben. 
Die Untersuchung der täglichen Periode der Winde erstreckt sich im 
wesentlichen auf die tropischen Breiten, d. h. die Gebiete der beiden Passate, 
der dazwischen gelegenen Mallungen und der monsunartigen Winde in der 
Bucht von Guinea, Es werden die stündlichen Werte der Nord- und Ostkompo- 
nenten, der vektoriellen und skalaren Geschwindigkeit für die Windgebiete 
tabellarisch mitgeteilt und ihr Gang graphisch veranschaulicht. Als wichtigstes 
Ergebnis ist die Feststellung einer doppelten Tagesschwankung in den genannten 
Windgebieten anzusehen, Die Maxima treten durchschnittlich um 81, und 221, 
die Minima um 3'/, und 15’'/,h ein. Die beiden Passate zeigen gewisse Unter- 
schiede, auf die hier nicht eingegangen werden kann. Die tägliche Schwankung 
der Windgeschwindigkeit beläuft sich auf 0.6 m/sec beim NE-, 0.5 beim SE-Passat. 
Bei den monsunartigen Winden dazwischen machen sich die Einflüsse des afrika- 
nischen Festlands bemerkbar. In den subtropischen Breiten (28 und 34° S) ist 
die Periode der Windgeschwindigkeit eine einfachere: Maximum um 22 bis 24, 
Minimum zwischen 6 und 12%, Im Gebiet der Westwinde sind die unperiodischen 
Schwankungen für die Ableitung der täglichen Periode hinderlich, Doch zeigt 
sich hier bei stürmischen Winden ein Maximum zwischen 12 und 16, ein Mini- 
mum um 22% also fast entgegengesetzt der nördlich anschließenden Zone. Die 
Beobachtungen auf dem „Gauß“ ergaben stattdessen eine ziemlich deutliche 
doppelte Periode der stürmischen Winde in 35 bis 55° S mit Höchstwerten um 
5 und 20, Mindestwerten um 12 und 21%. Über die Beziehungen der Tages- 
schwankung der Windelemente zu der des Luftdrucks wird noch im folgenden 
etwas zu berichten sein, Die Häufigkeit bestimmter Windgeschwindigkeiten nach 
Stufen von I zu 1 m/sec für die Wındzonen und von 5 zu 5 m/sec-für die Pro- 
file hat Kuhlbrodt bereits früher in dieser Zeitschrift behandelt (1936, S, 394 
bis 397), Er weist mit Recht darauf hin, daß die Mittelwerte der Geschwindig- 
keiten noch nicht zur Charakteristik der typischen Windgebiete ausreichen, 
Dasselbe gilt für alle meteorologischen Elemente, 
Der Luftdruck wurde auf dem „Meteor“ zu den drei Terminen mit einem 
„Marinebarometer“ gemessen und durch mehrere Barographen aufgezeichnet. 
Ein solcher mit dreitägiger Umlaufszeit diente zur Ermittlung der stündlichen 
Werte in der Grundtabelle 2, Die Korrektionen dieses Instruments sind aber 
nicht wie üblich während der Fahrt fortlaufend bestimmt und an die Registrie- 
rungen angebracht, weil die Ablesungen am Quecksilberbarometer bei schwan- 
kendem Schiff infolge Pumpens unbefriedigende Änderungen der Korrektionen 
ergeben hatten. Deshalb wurden diese nur durch Vergleiche bei stilliegendem 
Schiff in den Hafenorten ermittelt und dann auf die jeweilig folgende Profil- 
strecke über See sinngemäß verteilt. So erklärt es sich wohl, daß die Luftdruck- 
angaben der 3 Termine in der Grundtabelle 1 mit den gleichzeitigen Angaben 
in der Grundtabelle 2 oft etwas voneinander abweichen, Eine weitere (nicht 
veröffentlichte) Reihe stündlicher Werte wurde von J. Reger aus den Registrie- 
rungen eines Barographen mit wöchentlicher Umlaufszeit abgeleitet und zur 
Darstellung der geographischen Verteilung und der täglichen Periode des Luft. 
drucks benutzt. Die Angaben dieses Barographen wurden durch ständige Ver- 
gleiche mit dem Quecksilberbarometer kontrolliert und reduziert, wobei ‘sich 
aber auch starke Änderungen der Korrektionsgrößen bei starken Druckschwan- 
kungen bemerkbar machten. So sind in den Luftdruckangaben gewisse Un- 
sicherheiten vorhanden, wie sie sich an Bord wohl überhaupt nicht vermeiden 
lassen. Indessen kommen sie für die rubigeren Tropen weniger in Betracht, so 
daß für diese die Ableitung der täglichen Periode des Luftdrucks ausreichend 
genau sein dürfte, Sie zeigt die bekannte Doppelschwingung mit Wellenbergen 
um 10 und 22, mit Wellentälern um 4 und 16%
	        
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