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Die auf d. Stationen d. Forschungsschiffes „Altair“ ausgreführten ozeanogr. Reihenmessungen.
Lotungen und Temperaturmessungen im Kratersee von Furnas ausgenutzt. Die
Lotungen ergaben — abweichend von den Berichten der Einheimischen, die
50—100 m Tiefe angaben, — in den zentralen Teilen des Sees nur 12—13 m
Tiefe. Die mit Kippthermometer gemessenen Temperaturen waren:
Tabelle 1. Temperaturmessungen im MKratersee von Furnas.
in Om Tiefe 25.7° bis 26.0°
„5m „ 207°
„10m „ 263°
„i2m „ 161°
Eine merkliche Erwärmung des Bodenwassers durch vulkanische Einflüsse
wurde also nicht festgestellt. ©
Auf der Heimfahrt San Miguel — Kanal wurden unter fortlaufenden Echo-
lotungen noch sechs tiefreichende Stationen vorgenommen auf Positionen, an
denen vorher und auch nachher von „Armauer Hansen“ entsprechende Reihen-
messungen durchgeführt wurden. Dabei trat am 3. Juli bei der auf 3500 m
Tiefe ausgeführten tiefen Serie ein Zwischenfall auf, indem für neun Stunden
die Rudermaschine ausfiel und 3000 m Drahtlitze mit Wasserschöpfer unter einem
Winkel von 40° bis 60° vom treibenden Schiff durch das Wasser geschleppt
wurden, Kurz vor Aufkommen stürmischen Wetters konnte der Schaden an der
Rudermaschine behoben und die Serie bis 4250 m Solltiefe ausgefiert und nach
Anpassung wieder eingeholt werden.
Eine statistische Zusammenfassung der auf den einzelnen Profilen durch-
geführten Serien und der gewonnenen Zahl von Beobachtungen (Temperatur
bzw. Salzgehalt) gibt die folgende Tabelle:
Tabelle 2. Statistik der Serienmessungen der „Altair‘-Exsedition.
Anzahl der
Profil
Ausreise Kanal-Kanaren . . ...
Palma — Fayal . .... 0.0. 0
Fayal— nördlichster Punkt .. .
Nördlichster Punkt— Fayal . ..
Ankerstation auf „Altair“-Kuppe
Sternfahrten um Ankerstation .
Ankerstation — Azoren .. ..
Azoren — Kanal .......
Summe .
| | VW bzw.
Stationen: Serien | S%/44-Beob-
| achtungen
20 |
26 |
19 ;
Si
13 |
ee
201,
$- | 380°
58 402)
41 ! 3021)
882) 6031)
13 871
35 ; 259°
14 1 Q2:
192 | 2989
O14i;
Bemerkungen
1) Oberflächenbeob-
achtungen nicht ein-
gerechnet.
2) Wiederholungs-
serlen,
« ni
Bei Berücksichtigung der kurzen Expeditionsdauer (von rund acht Wochen
ginschl. Aus- und Heimreise) und im Vergleich zu früheren Expeditionen ist
der Umfang des auf „Altair“ gewonnenen Beobachtungsmaterials mit 2149 Beob-
achtungssätzen von t°, S°/,o bzw. 0. aus Tiefen zwischen 10 und 5200 m als an-
sehnlich zu bezeichnen.
HI, Instrumente und Methoden.
Diese relativ große Beobachtungsausbeute war in erster Linie der sehr
reichlichen und zweckmäßigen ozeanographischen Ausrüstung zu danken, welche
der Expedition von den beteiligten Stellen — der Nautisch-Wissenschaftlichen
Abteilung im Oberkommando der Kriegsmarine (Konteradmiral Dr. Conrad), der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (Präsident Min.-Direktor Prof, Dr. Menzel),
dem Marine-Observatorium Wilhelmshaven (Direktor Dr. Böhnecke), der
Abteilung Nautik und Hydrographie der Deutschen Seewarte (Direktor
Dr. v. Schubert) und dem Institut für Meereskunde an der Universität Berlin
(Direktor Prof, Dr. Defant) — zur Verfügung gestellt wurde. Die Instrumente
und Methoden entsprachen im wesentlichen den auf den „Meteor“-Expeditionen
angewandten. Eine ausführliche Beschreibung der ozeanographischen Maschinen,
Apparate und Instrumente und eine eingehende Darlegung der Methoden und