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Full text: 69, 1941

388 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1941. 
erhalten, wir aus dieser Gleichung die zugehörigen in Tab, 1 angegebenen Werte 
von H. 
Wir fassen nun B und h zum Korrekturglied K zu- 
Tabelle 1, sammen. Tab, 2 gibt die Bereiche von H, zu denen K = 0.0; 
h in Abhängigkeit von H, 95; 10; 1,5 cm usw. gehört (die Abrundung von K auf 
Tom Hom | halbe Zentimeter ist ausreichend genau). 
; Nach dieser Zusammenfassung von B und h zu K erhält 
die Pegelformel zunächst die einfache Form 
(4) HazU 8 4K, 
Sw 
Das Meßverfahren des Druckluftpegels ist, wie sich 
aus Formel 1 ergibt, vom atmosphärischen Luftdruck, der 
Temperatur der Druckluft in Tauchglocke und Rohrleitung, 
der Temperatur des Quecksilbers und der Dichte des Wassers, 
dessen Stand gemessen werden soll, abhängig. Die atmo- 
"abelle2 sphärischen Luftdruckänderungen sind zu ver- 
AD6L0 & H nachlässigen, denn sie gehen nur in B ein, und B 
Kim Abhängigkeit von Br ist nur ein kleines Korrekturglied in der Formel 
K ' zugehöriger H-Bereich_ für H. 
Auch Temperaturänderungen der Druckluft 
in der Tauchglocke und der Rohrleitung von 
ihr zum linken U-Rohrschenkel brauchen nicht 
berücksichtigt zu werden. Wir nehmen an, die 
Temperatur der Druckluft erhöhe sich bei kon- 
stantem Wasserstand von 0°C auf + 10°C. Die 
Erfahrung hat nun gezeigt, daß es zweckmäßig 
ist, den Druckluftpegel nach einer Meßdauer von 
rund vier Wochen auf Grund einer Kontroll- 
ablesung am Lattenpegel neu einzustellen. Inner- 
halb von vier Wochen ist aber mit einer Tempe- 
raturänderung‘ der Druckluft von 10° nicht zu 
rechnen, da sich ihre Hauptmasse in der Tauch- 
glocke befindet und diese vom Wasser umspült ist, Nehmen wir dennoch diese 
unwahrscheinlich große Temperaturänderung von 0° auf + 10°C an, so ergibt 
sich folgendes: Da der Druck konstant bleibt, müssen nach dem Gasgesetz 
Ba = const das Volumen der Druckluft und ihre absolhite Temperatur bei Ände- 
rungen derselben proportional bleiben, Denken wir wieder dia gesamte Druck- 
luft in einem Zylinder vom Querschnitt der Tauchglocke eingeschlossen, so muß 
auch die mit der Temperatur veränderliche Höhe dieses Zylinders sich propor- 
tional T ändern. Bei der Temperaturerhöhung von 0° auf + 10°C vergrößert 
sich T um rund „4, Die gleiche Vergrößerung muß bei der Zylinderhöhe ein- 
treten. Diese ist maximal in dem oben angenommenen Beispiel gleich 9 cm, 
h kann sich also im höchsten Falle um + = 21 em senken. Bleibt diese Senkung 
unberücksichtigt, so ergibt sich ein Wasserstandsmeßfehler von der gleichen 
Größe, der zu vernachlässigen ist, . 
Die Temperatur des Quecksilbers im U-Rohr und die Dichte des Wassers 
müssen dagegen berücksichtigt werden, 
Die Pegelformel (4) ist noch nicht unmittelbar anwendbar, da das Gerät 
nicht U, sondern R aufzeichnet, Es ist also U durch R auszudrücken. Verstehen 
wir im folgenden unter U, R und S die entsprechenden Werte bei beliebiger, 
aber innerhalb der Gleichungen unveränderlicher Temperatur t, so gilt 
(5) nach der Skizze U=R.-—8, 
(6) ) Say R-qg.= Sc qr+7 Ri que wo S=R. 
Diese Gleichung besagt, daß bei konstanter Temperatur das Gesamtvolumen des 
Quecksilbers im U-Rohr unverändert bleibt, Aus (5) und (6) folgt 
Us BR I4M 
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4]
	        
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