384 Annalen. der Hydrographie und Maritimen Mleteorologie, Dezember 1941,
Station 17. Am 14, VII. 1938, Beginn 13h 34m MEZ. See ruhig,
Satz 1. N über Ost.
zeigt auch zwischen den
Einzelwerten eine maxi.
male Spanne von über 200 y,
Die Mittelwerte, gebildet
aus den Messungen nach
verschiedenen Methoden,
stimmen dagegen auf etwa
60 bis 90 7 überein, Bei
den Messungen auf der
Carnegie werden zwar
vier Stellen angegeben, es
wird aber (IL, S, 257) dar-
auf hingewiesen, daß der
Fehler fünf oder mehr Ein-
heiten der 4. Stelle betragen
kann. F, Bidlingmaier
stellt fost, daß die Unge-
nauigkeit der Korrektionen
wegen des Schiffseisens
größer ist als die der Beob-
achtungen selbst, und der
Bearbeiter seiner H-Mes-
sungen, PP. Nelle, kommt
zu dem Ergebnis, daß die
Genauigkeit im allgemeinen
zu 100 y angenommen wer-
den muß (S. 398), Er findet
im Einzelfalle sogar eine
maximale Spanne von 400 y,
die sich aus vier verschie-
denen Beobachtungssätzen
an gleichem Tage ergeben! Wesentlich besser werden dann die neueren Mes-
gungen mit dem Doppelkompaß auf eisenfreien oder nur wenig gestörten
Schiffen. A. v. Gernet nimmt für seine Messungen 1924 auf „Cäcilie“ einen
inneren Fehler von +50 y an, den er aus den Anschlußwerten berechnet. Der
Bericht von L. Slaueitajs über Messungen 1928 auf dem gleichen Schiffe gibt
aus den Abweichungen an den Basisstationen -&37 4; er bildet aus den beider
Stellungen N über Ost und N über West die Differenz —— und stellt fest,
daß diese auf See in 75% aller Fälle 50y erreicht, wobei aber die Feldänderung
während der Fahrt berücksichtigt werden muß. Auch er nimmt daher nur die
3, Stelle als korrekt an. Keränen und Odelsiö (3e) erhalten zwar den sehr
günstigen Wert von 23 y als Maßstab für die Genauigkeit, es finden sich in
ihren Tabellen aber auch Stationen mit Abweichungen von > 300 y in den beiden
Messungen,
an Ser neuesten Veröffentlichung von Ljungdahl (7) über Messungen mit
dem Askania-Doppelkompaß auf der Yacht „Kompaß“ geht hervor, daß er mit
Deviationen bis zu 1000 7 rechnen mußte, Er erhält für eine Station aus zwei-
maliger Messung einen inneren Fehler von nur 20 %, weist jedoch darauf hin,
daß die wahren Fehler zuweilen doppelt so groß waren, . .
Es geht aus dieser Zusammenstellung hervor, daß die bisherigen Messungen
auf See als Ziel bisher die zuverlässige Bestimmung der 3. Stelle haben. Bei
den magnetischen Messungen auf dem Festlande wird bei A zwar die Zuver-
lässigkeit der 5. Stelle angestrebt, ist jedoch noch nicht erreicht, da immer noch
mit Streuungen bis zu + 5 / gerechnet werden muß, Nur bei Häufung völlig
unabhängiger Messungen an einem Punkte wird trotz der vor allem durch Tem-
peraturbestimmung und Variationsreduktion hervorgerufenen Schwierigkeiten die
5, Stelle verbürgt werden können. Wenn man für Messungen auf See berechtigt.
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