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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

Errulat, F.: Erdmagnetische Messungen auf See mit dem Doppelkompaß als Tauchgerät, 8381 
Die %, ©, y müssen nach der Theorie konstant sein; in den durch die 
Streuung bedingten Grenzen ist dies der Fall. Die Aufnahme der Deviation 
in Feldern verschiedener H- und Z-Werte gestattet die Abschätzung der Sog. 
Poissonschen Konstanten der Horizontalkomponente, Sind X, Y, Z die Kompo- 
nenten des Erdfeldes, X’, Y‘, Z‘ die des gemessenen Feldes, a bis f Faktoren, 
welche die durch X, Y, Z induzierten Feldanteile bestimmen, P und Q die durch 
feste Magnetisierung bedingten Störungsanteile, 50 wird unter gewissen Vorbehalten 
das Gleichungssystem von Poisson 
XXX +aXt4bY+oZ+P 
Y'ım= Y-LdX-LeY-+1IZ24+Q 
als gültig angenommen. Die a bis f stehen dann zu den Deviationskoeffizienten 
in den folgenden Beziehungen: 
oe A(80H-—8'H7) 
Zy — Zu 
as ill+Dl—1 
6= 11 —D)— 1 
P= A890 H—eZ 
Daraus folgen die Werte 
&= 0.0014 € == 0,0014 Pay 
e == — (0,001, f = 0.000, Q= 7y. 
Der errechnete Wert von Q ist zweifellos zu groß, da die maximale Ab- 
weichung in der Deviationskurve darunter bleibt; er zeigt, daß zur zuverlässigen 
Bestimmung der Konstanten die Standbeobachtungen noch verschärft werden 
müssen, Immerhin ist mit einem solchen Wert zu rechnen und noch mehr auf 
störungsfreies Baumaterial zu achten, bzw. die Störquelle selbst zu kompensieren, 
Gegenüber den Störungswerten auf eisernen Schiffen sind diese Werte aber außer- 
ordentlich klein. Bidlingmaier mußte auf „Gauß“ mit 
P = 0.003 CGS (Ausreise) und 0.0025 (Heimreise) 
Q= 0.0013 ( m» ) ww 09.0002 (Heimreise) 
rechnen, also Größen, die bis zu 300 7 gingen. 
Die Prüfung der Anschlußkonstanten in verschiedenen H-Feldern ergab, daß 
Feldänderungen von + 2500 y noch unschädlich sind: 
|“ au e ° 7 Denon Mk een Änderungen yon M 
; % + st Nadelinduktion zu erwarten, so da 
m © _ bei Ser | dt ale = C sich ändern muß; Konirolie durch 
A . Anschlüsse ist dann unerläßlich. 
+ - OA | ES Eine Prüfung, wie weit Z den 
L— *% | — Spreizwinkel beeinflußt, ergab für 
4Z= 0.11 eine Änderung von ı/, um nur 0.02°; der Einfluß von Z ist also bei 
diesem Instrument unwesentlich, 
Als empfindlicher Nachteil der Arbeitsmethode. muß erwähnt werden, daß 
es nicht möglich ist, willkürlich die Rosen durchschlagen zu lassen; um dieses 
zu erreichen, wäre eine sehr umständliche Zusatzkonstruktion nötig gewesen, 
Es wurden daher bei den Anschlußmessungen stets die Ig C für beide Gebrauchs- 
lagen, also „N oben über Ost unten“ und „N oben über W unten“, bestimmt, 
Der bei der Messung zufällig aufgetretene Fall kann aus den Zahlenwerten leicht 
erkannt und der zugehörige lg C eingesetzt werden, 
Die Arbeitsbedingungen auf See können leicht zu Stößen gegen das 
Gerät führen und bringen trotz der stabilen Bauart die Gefahr sprunghafter 
Änderungen von lg C. Um Erfahrungen zu sammeln, wurde zuerst bei jedem 
Wetter gearbeitet, Die folgende Tabelle (siehe S. 382) gibt Vergleiche von © 
vor und nach Seereisen, für welche mehrere Rosenpaare unter verschiedenen 
Bedingungen zusammengestellt wurden, 
Danach weisen die C bis auf Fall I durchweg Veränderungen auf, die Fehler 
unter 50 y geben würden, und im Falle I würde ein Ausgleich des ersichtlichen 
zeitlichen Ganges den Fehler auf 14 y drücken. Die Sicherheit von 0.001 Z’ ist 
in keinem Falle in Frage gestellt. In einem Falle schlug die Kugel bei stark 
rollendem Schiff beim Ausbringen so hart gegen die Bordwand, daß die Lager
	        
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