380 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1941.
Rosen beeinflussen, daß das Störfeld also sehr änhomogen ist. Solche Felder, so-
weit sie von außen her wirken, hat schon Bidlingmaier behandelt (2), Er
weist nach, daß der Doppelkompaß gegen Inhomogenität des Feldes sehr 8mp-
findlich ist und sogar zu deren Feststellung benutzt werden kann, wenn man
die Rosen durchschlägt und die Differenz beider Spreizwinkel beobachtet.
Erkennbar werden Inhomogenitäten, wenm man die obere oder die untere
Rose auflegt und ihre Deviationen einzeln untersucht, was zur Auffindung und
Beseitigung von Störquellen bereits durch die Herstellerfirma geschah.
Für die Messung von H muß der Störungsvektor auf die Mitte der Ver-
bindungslinie der Rosenmitten bezogen werden. Unter der Annahme, daß die
Bedingungen für die Anwendung der Poisson schen Gleichungen gegeben seien,
erhält man bei Drehung des Instrumentes mit seiner Hüllkugel in beliebige
Azimute z AM,
Hy dad [1 +8 0062 — € sinz + Deos2z— sin2z]-
Hierbei ist Hy das ungestörte Erdfeld, ö die zum Azimut z gehörende Mißweisung
im Bezugspunkte. 2, 3,
a GC, %, € sind die Devia-
tionskoeffizienten und
bei Beobachtung in den
8 Hauptkursen berechen-
bar,
Zur Prüfung der Wir-
kung permanenter wie
induzierter Störfelder
wurden die Versuchs-
instrumente 1 und 2 in
einem vierkreisigen Spu-
lensystem nach G. Fan-
selau (ıs) Feldern von
verschiedenen Werten H
und Z ausgesetzt. Die
in ihnen aufgenommenen
Deviationskurven gibt
Abb. 3.
Instrument 1 zeigt
zwar halbkreisige Devia-
tion (maximale Abwei-
chung 0.4° oder 150 y),
N jedoch unterscheiden
. | ; | | | | t sich die Kurven für H
Ö 45 90 15 160 2265 2270 316 = 0.2009 und H=0.1518
Halbhreisige u. vierteikreisige Deviation — Sich nur unwesentlich,
(Instrument 2) Die kleine Verschiebung
Abb, 3. Deviationskurven. in der z-Richtung ist zu-
fällig, da die Kurse in
diesem Falle nicht von der Halbierenden der Spreizwinkel, sondern von der
Einstellung der Nordmarke der oberen Rose aus gerechnet sind [Abb. 3a]. Die
mit Instrument 2 im Felde H == 0.175, Z = 0.440 aufgenommene Deviation zeigt
bei innerer Streuung von etwa 30 y vor allem einen halbkreisigen Anteil von
70y; der viertelkreisige Anteil liegt bei 20y. Im Felde H’= 0.300, Z‘= 0.100
(Abb. 3b) war die mittlere innere Streuung nur 10 y, die viertelkreisige Deviation
trat schon stärker hervor, blieb aber bei 40 y. Die Berechnung der Deviations-
koeffizienten ergab:
3a
Bu 0.004, DB’ = 0.000;
E = 0.000, € = 0.001,
D = 0.0014 D’ == 0.001;
€ = 0.000; & = 0.000,
= 1.000 2 == 1.000,