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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

Errulat, F.: Erdmagnetische Messungen auf See mit dem Doppelkompaß als Tauchgerät, 379 
Die Ablesegenauigkeit des einzelnen Bildes liegt bei 0.1 bis 0.2°% der rech- 
nerische mittlere Fehler bei einem Meßsatz im festen Stand ist + 002°, d, i. 
+ 2,5 7, der durchschnittliche innere Fehler des End wertes von wW/2 bleibt unter 
1°. Die Empfindlichkeit wurde bei etwa 50—80 /0.1° gehalten, läßt sich 
aber bei geeigneter Wahl der Konstanten leicht vergrößern. Da sie nach 
tg wı/, -d ı/z bei abnehmenden w/,, also auch mit abnehmenden Rosen- 
momenten steigt, findet sie ihre praktische Begrenzung in der Einstellsicherheit, 
die mit kleiner werdendem Spreizwinkel erheblich abnimmt, weil die Pinnen- 
reibung dann gegenüber dem magnetischen Drehmoment an Einfluß gewinnt. 
Die ganze Einrichtung des Gerätes ging darauf hinaus, erstmalig ein see- 
tüchtiges Versuchsgerät zu schaffen, und die Methode als solche zu erproben, 
Unsere weitere Aufgabe wird es sein, durch geeignete Abänderungen die Beob- 
EL 
Abb. 2. Filmprobe zur Messung der Horizontalintensität mit dem Doppelkompaß 
als Tauchgerät. 
achtungen noch zu verfeinern, Im Jahre 1939 bereits konnte K. Ramsayer 
das Instrument gelegentlich einer Zeppelinfahrt erproben und mit gutem Erfolge 
zur Bestimmung von H in der Höhe benutzen (10) (11). 
Die Anschlußmessungen des ersten Gerätes im Observatorium Wingst der 
Deutschen Seewarte zeigten stets halbkreisige Deviation, die bei vier Messungen 
von April 1938 bis Februar 1939 annähernd gleich blieb und eine Amplitude 
von + 0.3° hatte. Nach starker Beanspruchung des Instrumentes auf See blieb 
sie später allerdings nicht mehr so gesetzmäßig. Da aus den photographierten 
Gradzahlen die azimutale Stellung des Instruments bei der Messung auf See 
leicht und mit ausreichender Genauigkeit reproduziert werden kann, läßt sich 
aine Korrektion wegen Deviation, so weit sie als unveränderlich angesehen 
werden kann, leicht anbringen. Das Instrument muß das Ausbringe- und Ein- 
holemanöver leider mit nicht arretierten Rosen über sich ergehen lassen; die 
Pinnen und Hütchen werden dabei sehr beansprucht und es ist daher notwendig, 
diese auf tadellosen Zustand sehr häufig zu kontrollieren. 
Die halbkreisige Deviation kann mechanisch wie magnetisch bedingt sein, 
Der erste Fall liegt vor, wenn die Pinnen in normaler Ruhelage des Kardan- 
ygehänges nicht genau senkrecht übereinander stehen. Hierauf ist also bei der 
Prüfung des Instrumentes auf dem Drehtisch wie beim Einsatz in die Tauch- 
kugel sorgfältig zu achten. Es ist klar, daß eine solche fehlerhafte Stellung 
auch rein magnetische Störeffekte hervorruft, Teilungsfehler der Rosen können 
an den photographierten Einstellzahlen unmittelbar korrigiert werden, 
Störungen durch permanent oder induktiv magnetische Bauteile können da- 
durch besonders kompliziert werden, daß sie im wesentlichen nur eine der
	        
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