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Full text: 69, 1941

873 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1941. 
Die Rosen des Doppelkompasses, der von den Askaniawerken in Berlin er- 
baut wurde, erhielten der Raumersparnis wegen einen Durchmesser von nur 
11 em. Damit wird es notwendig, die Zentrierung der Rosen auf mindestens 
+ 0.1 mm zu sichern, da sonst ein mechanisch bedingter Fehler > 0.05° in den 
halben Spreizwinkel eingehen kann. Die Momente der einzelnen Rosen waren 
bei 2 Paaren etwa je 625 und je 1260 /'-cm*. Die Ungleichheit der Ablenkungen 
(pı — Ya) der einzelnen Rosen bedingt eine additive Korrektion der obigen Formel 
von der Form: Mi —M. 
le (La Mt 48 ) 
die also wesentlich von der Differenz der Momente abhängt. Der Faktor 
ZH wurde bei den vorliegenden Rosenpaaren 0.0048 bzw. 0.00079, so daß 
bei %/, von 60 bis 80° die Korrektion bei den schwachen Rosen etwa 2 y, bei 
den starken Rosen bis 15 y 
beträgt. Diese Korrektion 
konnte daher einstweilen 
unberücksichtigt bleiben, 
Die Randteilungen geben 
volle bzw. halbe Grad, 56 
daß auf 0.1° abgelesen wer- 
den kann. Sie liegen bei 
der oberen Rose auf der 
Unterseite, bei der unteren 
Rose auf der Oberseite des 
Blattes und schreiten beide 
von Nord über Ost fort. 
Der Abstand der Rosen 
wurde auf 15 cm konstant 
gehalten, da von Umstell- 
vorrichtungen bei der star- 
ken Beanspruchung auf See 
eine unkontrollierbare Feh- 
lerquelle befürchtet wurde. 
Durch festen Rosenabstang 
wird auch lg © eindeutig 
und die von G. Fanselau (s} 
erwähnte Unsicherheit der 
Momentbestimmung gegen- 
standlos, Diese Anordnung 
macht es jedoch notwendig, 
für stark wechselnde Brei- 
ten Rosenpaare verschiede- 
ner Momente anzuwenden, 
wenn man mit den günstig- 
sten Spreizwinkeln arbeiten 
will. Die rechnerischen Un- 
terlagen hierfür hat G.Fan- 
selau gegeben (s), 
Die Rosen werden durch 
eine Taschenlampenbirne 
(3 Watt) beleuchtet, welche zwischen ihnen befestigt ist (Abb. 1). Die Bilder der 
Randteilungen werden durch Prismen- und Linsensysteme zu einer magnetisch 
störungsfreien Kinokamera geleitet, deren Filmantrieb durch drei Kontrazit- 
Berylliumfedern bewirkt und von Bord aus elektrisch ausgelöst und gestoppt 
wird, Bei den ersten Versuchen erfolgten die Aufnahmen in Abständen von 
0.25 Sekunden; 68 zeigte sich jedoch bald, daß ein wesentlich größeres Zeit- 
intervall genügt. Abb. 2 zeigt eine Aufnahme mit dem jetzt üblichen Intervall 
von 1 Sekunde, das sich auch bei schlechtem Wetter bewährt hat. 
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