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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1941.
Die Rosen des Doppelkompasses, der von den Askaniawerken in Berlin er-
baut wurde, erhielten der Raumersparnis wegen einen Durchmesser von nur
11 em. Damit wird es notwendig, die Zentrierung der Rosen auf mindestens
+ 0.1 mm zu sichern, da sonst ein mechanisch bedingter Fehler > 0.05° in den
halben Spreizwinkel eingehen kann. Die Momente der einzelnen Rosen waren
bei 2 Paaren etwa je 625 und je 1260 /'-cm*. Die Ungleichheit der Ablenkungen
(pı — Ya) der einzelnen Rosen bedingt eine additive Korrektion der obigen Formel
von der Form: Mi —M.
le (La Mt 48 )
die also wesentlich von der Differenz der Momente abhängt. Der Faktor
ZH wurde bei den vorliegenden Rosenpaaren 0.0048 bzw. 0.00079, so daß
bei %/, von 60 bis 80° die Korrektion bei den schwachen Rosen etwa 2 y, bei
den starken Rosen bis 15 y
beträgt. Diese Korrektion
konnte daher einstweilen
unberücksichtigt bleiben,
Die Randteilungen geben
volle bzw. halbe Grad, 56
daß auf 0.1° abgelesen wer-
den kann. Sie liegen bei
der oberen Rose auf der
Unterseite, bei der unteren
Rose auf der Oberseite des
Blattes und schreiten beide
von Nord über Ost fort.
Der Abstand der Rosen
wurde auf 15 cm konstant
gehalten, da von Umstell-
vorrichtungen bei der star-
ken Beanspruchung auf See
eine unkontrollierbare Feh-
lerquelle befürchtet wurde.
Durch festen Rosenabstang
wird auch lg © eindeutig
und die von G. Fanselau (s}
erwähnte Unsicherheit der
Momentbestimmung gegen-
standlos, Diese Anordnung
macht es jedoch notwendig,
für stark wechselnde Brei-
ten Rosenpaare verschiede-
ner Momente anzuwenden,
wenn man mit den günstig-
sten Spreizwinkeln arbeiten
will. Die rechnerischen Un-
terlagen hierfür hat G.Fan-
selau gegeben (s),
Die Rosen werden durch
eine Taschenlampenbirne
(3 Watt) beleuchtet, welche zwischen ihnen befestigt ist (Abb. 1). Die Bilder der
Randteilungen werden durch Prismen- und Linsensysteme zu einer magnetisch
störungsfreien Kinokamera geleitet, deren Filmantrieb durch drei Kontrazit-
Berylliumfedern bewirkt und von Bord aus elektrisch ausgelöst und gestoppt
wird, Bei den ersten Versuchen erfolgten die Aufnahmen in Abständen von
0.25 Sekunden; 68 zeigte sich jedoch bald, daß ein wesentlich größeres Zeit-
intervall genügt. Abb. 2 zeigt eine Aufnahme mit dem jetzt üblichen Intervall
von 1 Sekunde, das sich auch bei schlechtem Wetter bewährt hat.
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