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Full text: 69, 1941

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1941. 
Gestaltung dieses ÖObservatoriums herangegangen : 
wurde, ein Obserratorium, das würdig ist, den 
Namen des Mannes zu tragen, durch dessen Bild 
die Abhandlung eingeleitet wird, Adolf Schmidt. 
Nr. 2. I. Bartels und G. Fanselau: 
Geophysikalische Mond- Tafel 1850—1975, 
Berlin 1938, 
Für geophysikalische Berechnungen des Mond- 
einflusses werden Tabellen gegeben, die für die 
Jahre 1850 bis 1975 die von Adolf Schmidt ein- 
zeführte Größe u für jeden Tag und Monat liefern 
Die Größe 4% wird in ganzen Stunden wieder. 
gegeben und zeigt die Mondstunden an, die zur 
Zeit des mittleren Mittags in Greenwich verflosser 
sind, gerechnet seit der oberen Kulmination des 
mittleren Mondes, Weitere Tabellen führen die 
Größen x (Abstand des mittleren Mondes vom 
mittleren Perigäum) und 0 (Abstand des mittleren 
Mondes vom aufsteigenden Knoten), und zwar 
werden die abgerundeten Werte von x-+ m gleich 
Stundenwinkel des Perigäums und g + gleich 
Stunden winkel des aufsteigenden Knoteus zur Zei! 
der Mitte jeden Monats abgerundet wiedergegeben 
um den Einfluß der Entfernung und Deklinatior 
des Mondes zu bestimmen, Als letzte Tabelle 
bringen Verfasser die Eintrittszeiten des Perigäums 
und Apogäums des mittleren Mondes für obige 
Jahre, Auf den Unterschied zwischen der Be: 
wegung des wahren und des mittleren Mondes 
wird in der Einleitung durch eine Tabelle hin- 
gewiesen, in der für 1933 die Eintrittszeiten de: 
Perigäums und Apogäums -— bezogen auf den 
wahren und den mittleren Mond —- gegenüber. 
gestellt werden, Hierbei zeigen sich Differenzen 
bei Erdnähe bis zu + 1,8 Tagen, dagegen bei 
Erdferne nur bis zu -& 0.5 Tagen. Die Tafelr 
sind ein gutes Hilfsmittel in der Hand des Geo- 
physikers und stellen eine Ergänzung zum „Geo- 
DE Mond - Almanach“ dar, der von 
eiden Verfassern in der Zt. f. Geophys, 1937 
S, 311 u, £. veröffentlicht wurde. 
Nr. 3. H. R. Scultetus: Die Sonnentätig- 
keit im Jahre 1938 geophysikalisch gesehen. 
Mit einem Vorwort von I. Bartels, 5 Abb, 
und 28 Tafeln, Berlin 1939. 
In seinem Vorwort „Sonne-Ionosphäre- Erd- 
magnetismus 1938“ «ibt Bartels eine Übersicht 
über die Aufgaben des Geophys. Instituts Potsdam: 
und legt die Beweggründe dar, die zu der Be 
arbeitung obigen Themas führten, Das maximale 
Störungsjahr 1938, das größte in der elfjährigen 
Periode seit 1870, ist zur Darstellung des Materiale 
ausgewählt worden, um einheitlich und anschaulich 
das Erkennen von Zusammenhängen zu erleichterr 
und dem Geophysiker eine Übersicht über die 
Sonnentätigkeit zu geben, So ist diese Abhandlung 
auch kein Ersatz für die Züricher Mitteilungen 
sondern — durch die besondere Darstellungsart — 
aäne Ergänzung und Erweiterung der bisher be 
stehenden Veröffentlichungen, durch die die Zu 
sammenarbeit zwischen Geophrsiker und Sonnen: 
physiker gefördert werden wird, 
Es ist dem Verfasser gelungen, in dieser Arbeit 
Tafeln aufzustellen, die in hervorragender Über- 
sicht und Anschaulichkeit folgende Vorgänge der 
Rotationen 1433 bis 1446 (18, 12. 37 bis, 30. 12, 38} 
wiedergeben: 
‘. Visuelle Abbildungen des täglichen onnen- 
bildes, 
Lage und Größe der Flecken beim Durch- 
gang durch den Zentralmeridian mit helio- 
graphischer Längen-. und Breitenangabe, 
3. Lage und Intensität sowie Entwicklung der 
Fackeln und Protuberanzen mit heliogra- 
Phischen und tageszeitlichen Angaben, 
4, Potsdamer magnetische 1. Kennziffer. 
3. Mondstellungen, 
5. Sonnenrelativzahlen des Mittelstreifens. 
Dax die Randereignisse auf der Sonne nach 
bisherigen Erfahrungen eine untergeordnete Rolle 
spielen, sind dieselben in der von Scultetus auf- 
gestellten Relativzahl vernachlässigt worden, Ver- 
fasser benutzt zur Aufstellung derselben einen 
Mittelstreifen der Sonne von -+ 10° ab Zentral- 
meridian, Ob diese Darstellung der Relativzahl 
wertvoller und praktischer ist, als die Darstellungen; 
die sich auf die gesamte Sonne oder auf eine 
Zentralscheibe mit halbem Sonnendurchmesser oder 
auf einen —+ 30° Streifen beziehen, können —. auch 
nach Ansicht des Verfassers — erst die Erfahrungen 
und späteren Erfolge zeigen. Außerordentlich 
wichtig ia der Darstellung der Sonnentätigkeit ist 
jedoch die Einführung der Fackeln und Protu- 
beranzen, die sowohl in den Tafeln als auch in 
den Relativzahlen erstmalig mit aufgenommen sind. 
Sie wurden in dem wegen Hellivkeit schwer er- 
kennbaren Teil der Sonne durch Fotografie mit 
monochromatischem Licht festgestellt, 
In übersichtlicher und klarer Form wird eine 
Beschreibung der Anordnung der Tabellen und 
Tafeln gegeben, der sich eine Betrachtung über 
Sonnen koordinaten anschließt, Eine laufende Ver- 
öffentlichung dieser Tafeln nach jeder Sonnen- 
votation ist beabsichtigt und zu begrüßen. 
Nr. 4. W. Dieminger und H, Plend!: 
Fortlaufende Senkrechtlotungen der Ilono- 
Sphäre auf 3670 kHz(81,7 m) im Jahre 1938, 
Mit 1 Abb. und 42 Tafeln, Berlin 1939. 
In 42 Tafeln werden laufende Ionisations- 
schichtregistrierungen der Perioden 1433 bis 1446 
{vom 158, 12, 37 bis 31. 12, 38) gebracht. Die Tafeln 
zeigen Registrierungen, die in Rechlin durchgeführt 
wurden in der üblichen Darstellungsart: als Ordinate 
die Reflexionshöhe in km, als Abzisse die Tages- 
stunden, Gleichzeitig sind Sonnenauf- und Sonnen- 
untergang eingetragen, ferner die Mehrfachreflexion 
angedeutet und die erste Kennziffer der Potsdamer 
Charakterzahlen in stündlicher Aufteilung wieder- 
gegeben, 
Einige Bemerkungen zu den Registrierungen 
leiten die Arbeit ein, Es folgt eine Zusammen- 
fassung, in der eine Übersicht über den täglichen 
Gang der die 80-m-Welle reflektierenden Schichten 
für das Jahr 1938 gegeben und auf abnormale 
Vorgänge in Zusammenhang mit erdmagnetischen 
Störungen hingewiesen wird, Nach einer Literatur- 
angabe folgen die Tafeln, ‚Jede Seite umfaßt 
9 Tage, so daß nach 3 Seiten eine Periode beendet 
ist. Außerordentlich wertvoll sind die Hinweise 
unter jeder Tafel, in welchen mit knappen Worten 
auf den täglichen Gang in diesem Zeitabschnitt 
und auf besondere Vorkommnisse eingegangen wird, 
In den ersten beiden Perioden 1433 und 1434 
erkennt man deutlich einen Hochwintertypus für 
die Reflexion der 80-m-Welle. Sie wird von der 
F-Schicht nur am Tage reflektiert und bildet die 
Grenzfrequenz für diese Schicht am Abend, In 
den Rotationen 1438 bis 1442 hingegen wird die 
80-m- Welle am Tage von der E-Schicht, nachts 
von der F-Schicht reflektiert und stellt so den 
Mittsommertypus dar. Die dazwischenliegenden 
und folgenden Rotationen zeigen, bei normalem 
Verlauf, den Einfluß stärker und schwächer 
werdender Sonnenstrahlung. Bei erdmagnetischen
	        
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