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Full text: 69, 1941

Prüfer, G.: Eine Ergänzung z. Lambert-Littrowschen Azimutmeßkarte u. ihrer Inversion. 335 
Die Azimutgleiche geht durch den Koordi- 
natenmittelpunkt unter einem Winkel von ö 
gegen die <-Achse, ferner durch den Punkt og, 2 
und schneidet auf der den Pol symbolisie- 
renden J-Achse (9 = 90°) den Betrag von tg a 
ab. Da für = 90° nach (11) = 0, = tg 2 
wird, die y-Achse also eine Tangensteilung 
trägt, ist das Azimut unmittelbar abzulesen, 
Der Kreis ist übrigens leicht zu konstruieren, 
Der eine zu seinem Mittelpunkt führende 
Strahl geht vom Koordinatenanfangspunkt aus 
und ist gegen die x-Achse um 90° — 0 ge- 
neigt. Der andere ist die Mittelsenkrechte 
zwischen den Punkten 0, 0 und g, A (vgl. 
Figur 3). 
Die Abbildungen (11) und (13) ergänzen 
einander also in ähnlicher Weise wie die Ab- 
bildungen (1) und (5). Beide Gruppen werden 
jeweils durch dasselbe Netz dargestellt: das 
Lambert-Littrowsche Diagramm und seine 
inversion. Diese Ergänzungen sind bisher 
noch nicht gezeigt worden. Da sie den An- 
wendungsbereich der bekannten Abbildungen 
w =Sin (e + iA) und w = Cosec (g + iA) wesent- 
lich und ohne Schwierigkeit erweitern — gewissermaßen nur durch eine geistige Um- 
schaltung —, sind sie geeignet, diese der Praxis in größerem Maße näherzubringen, 
Karl Schütte: Höhengleichen-Diagramme zur nautisch-astronomischen 
Ortsbestimmung ®. 
Von Otto Steppes. 
I. Grundgedanke. — Die 
Gestirnsbilder F, und F, 
zweier Fixsterne, d. h. die 
Schnittpunkte der Strahlen 
Erdmittelpunkt-Stern mit 
der Erdoberfläche, bewegen 
sich in einem Zeitraum, 
wo die Eigenbewegung der 
Sterne vernachlässigt wer- 
den darf, auf zwei Breiten- 
parallelen der Erdkugel 
(Abb. 1). Legt man um 
jedes Gestirnsbild als sphä- 
rischen Mittelpunkt die 
Kreise bis zu 90° Radius, 
also die zum Gestirn ge- 
hörigen Höhengleichen, 
so machen diese die Wande- 
rung um die Erde mit. 
Dabei verändern sich nicht 
die Breite g eines Schnitt- 
punktes B zweier bestimm- 
ter Höhengleichen und die 
Längenunterschiede zwi- 
schen B und den Gestirns: 
‘) Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte u. d. Marineobservatoriums Bd, 61, Nr. 7; 1941. 
Abb. 1.
	        
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