Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1941
F
Suvan 7879
Ge
Supan 1903
Bar
An-Meinardus R33
Das Nordpolargebiet nach verschiedenen Autoren (1).
Hann-Rudolobi 1928
v=9-—0.1 k ist, wobei k diejenige des kältesten Monats und der Koeffizient 9
empirisch gefunden ist. Diese Vahlsche Linie schmiegt sich naturgemäß weit-
gehend der 10°-Isotherme des wärmsten Monats an, verläuft jedoch teils nördlich,
teils südlich davon. Nordenskjöld!) schließt sich im wesentlichen der Vahlschen
Grenzführung an, will aber Island aus dem Polarbereich herausgenommen wissen.
Zusammenfassend kann man sagen, daß 1. zwar im großen gesehen über
die Abgrenzung der Polargebiete, insbesondere des Nordpolargebietes, eine ge-
wisse Übereinstimmung heute besteht (für erste Annäherung genügt die 10°-
Isotherme des wärmsten Monats), daß 2. jedoch über die Größe des Nordpolar-
gebietes die Meinungen auseinander gingen. Bestimmt ist es größer als die vom
Polarkreis eingeschlossene Polarkappe, deren Fläche etwa 21.2 Mill qkm be-
trägt”); bis zu einer besseren Festlegung der physischen Polargrenze muß man
künftig einstweilen mit 26.4 Mill. akm rechnen.
Kleinere Mitteilungen.
1. Wasserhosenbildung aus einer Rauchfahne. Im Mai dieses Jahres hatte
ich Gelegenheit, die stark quellende Rauchfahne eines Schadenfeuers zu beobachten
(s. Abb.). Den Auftrieb im ersten Teil der Rauchfahne schätzte ich auf mindestens
10 m/sek., die Gipfelhöhe der Quellungen auf 200 m. Die Rauchfahne wurde vom
Wind über eine Wasserfläche getrieben, Auch der Unterrand der Rauchfahne
2 0. Nordenskjöld, Nord- und Südpolarländer. Leipzig-Wien 1926. 8, 2ff. und 8.571. —
* Der Unterschied der neuen Zahl von 21.18 gegenüber der Supanschen Zahl liegt wohl darin; daß
Xupan seinen Polarkreis auf die Breite 66° 326” legt.