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Full text: 69, 1941

T ravnigek, F.: Die Zunahme d. Windgeschwindigkeit mit d, Höhe währ, säkul, Gegenextreme. 293 
Die Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe 
während säkularer Gegenextreme ©, 
Von Ferd, Tramicek. 
Zusammenfassung: Säkulare Gegenextreme (z, B, um 1895 und 1910} zeigen eine ganz verschiedene 
Art der Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe, Für Bremen, Hamburg und Wien 
wird diese graphisch aufgezeigt und mit den bekannten, als „normal“ geltenden entsprechenden Ver- 
hältnissen von Nauen verglichen, Während die Kurven bei den einen Säkularextremen äußerst steil 
und einer Potentialfunktion ähnlich verlaufen, lassen sie während derer Gegenteile in ungefähr doppelter 
Höhe des säkular-neutralen Niveaus eine auffallende Krümmungsdiskontinuität erschließen. 
Solches beweist, daß zur Zeit der Unruheminima außer der reibenden Kraft noch eine wesentlich 
andere und spezifische Beeinflussung der Luftströmungen vom Erdboden her statthat, Durch diese 
wird die Turbulenz innerhalb der „säkularaktiven“ Schichte in hohem Grade unterbunden, Das zu 
erfassende säkular-vrariable Agens scheint somit nicht bloß Örtlich, sondern auch zeitlich lokalisiert. 
Nachdem in dieser Zeitschrift bereits 1934 S, 162 und 1939 S. 120 über die 
trotz ihrer Auffallendheit dennoch bis zur Zeit unbeachtet gebliebenen säkular- 
periodischen Ände 
rungen der Wind- 
geschwindigkeit in 
je zwei Niveaus über 
Bremen und Ham- 
burg berichtet wor- 
den war, sollen im 
folgenden noch je 
zwei säkulare Gegen- 
extreme der Zunah- 
me der Windge- 
schwindigkeit 
mit der Höhe für 
diese beiden Statio- 
nen und außerdem 
noch für die Inland- 
station Wien einer 
gesonderten Beach- 
tung unterworfen 
werden, ; 
Gemeinsam mit 
der auffallenden und 
ausgezogenen Kurve, 
welche angeblich für 
die mittlerenWind- 
geschwindigkeiten 
über Nauen gilt und 
worüber Hann-Sü- 
ring S. 398 berichtet, sind dieselben in unserer Abbildung graphisch dargestellt. 
*) Nach der Korrektur dieser Arbeit erfahre ich, daß die subjektiven 8o- 
genannten „unteren“ Windbeobachtungen von Hamburg auch in den Jahren 1892 
und 1908 nicht wie üblich 2 m über der Grasnarbe vor dem Hauptgebäude der See- 
warte angestellt sind, sondern daß diese überhaupt keinem einzelnen bestimmten 
Niveau entsprechen: Meistens, wenn auch nicht ausschließlich, sind wegen der starken 
Störung der Windverhältnisse in der Umgebung der Seewarten-Gebäude für die 
Schätzung der Beaufortstärken auch die Bewegungen der Bäume und die Form der 
Rauchfahnen über den Schloten in Betracht gezogen worden. Berücksichtigt man 
diesen meinen Irrtum nachträglich, so erkennt man, daß die beiden säkularen Ex- 
ireme der Windzunahmekurven „um 1892“ und „um 1908“ von Hamburg in Wirk- 
lichkeit etwas steiler ausfallen als die Darstellung der Abb, 1 zeigt, Die Höhe des 
säkularneutralen Niveaus wäre für Hamburg demnach noch etwa um 5 m niedriger, 
also bei rund 40 m anzunehmen, Alle übrigen, auch aus den Kurven für Bremen 
und Wien abzuleitenden Schlußfolgerungen dieser Arbeit bleiben im Prinzip von 
dieser Korrektur bzw. meiner irrigen Annahme völlig unberührt. Tr. 
EP
	        
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