Wattenberg, H.: Über die Grenzen zwischen Nord- und Ostseewasser. 279
Wasser angefüllt ist. Wenn man dieses Gebiet nicht mit zur Kieler Bucht rechnet,
so hätten wir allerdings z. B. in der Karte der Ausfahrt vom 10. IY. 39 (Abb. 10)
das Ergebnis einer langen Einstromperiode vor uns. ;
Es mag einseitig erscheinen, die Grenzen zwischen zwei Meeresgebieten und
zerade zwischen Nord- und Ostsee nur an der Oberfläche zu sehen und nicht
auch die schräg auskeilende, bei Einstrom stärker, bei Ausstrom schwächer
geneigte Sprungschicht und das darunterliegende Tiefen wasser mit in den Rahmen
der Betrachtung einzubeziehen, Aber unsere Front ist ja nichts anderes als
die Schnittlinie der Sprungschicht mit der Meeresoberfläche, und ihre Bewegungen
spiegeln mehr oder weniger auch die Bewegungen und Verlagerungen der
Sprungfläche wider. Damit soll natürlich keineswegs die Notwendigkeit einer
genauen Untersuchung der Vorgänge in der Tiefe geleugnet werden. Zunächst
kam es dem Verfasser jedoch darauf an, die so unübersichtlich und regellos
erscheinenden Änderungen in der Salzgehaltsverteilung im Übergangsgebiet
zwischen Nord- und Ostsee unter einem einheitlichen und einfachen Gesichtspunkt
zu betrachten, um dadurch zu einer klareren Vorstellung von den hier wirkenden
hydrographischen Vorgängen zu kommen,
Die Methode der Gruppenbildung in der harmonischen Analyse.
Von L, Egersdörfer, Berlin,
Die Methode der Gruppenbildung ist sowohl bei Stumpff (1) wie bei
Pollak (2) behandelt worden. Die allgemeine Voraussetzung dafür ist, daß N,
die Anzahl der Beobachtungswerte, Teiler hat, die wir in der Form
N=g: m
annehmen, Bei den genannten Autoren sind nur die einfachsten Fälle g=2,3
und 4 so weit behandelt worden, daß sie zur Verarbeitung unmittelbar verwendbar
sind. Pollak hat außerdem für den allgemeinen Fall die mit der Formel (IIC)
gegebene Teilentwicklung gebracht. Im Nachstehenden wird die vollständige
Behandlung des allgemeinen Falles angestrebt. Für das Folgende wird zunächst
angenommen, daß g und m nicht zueinander teilerfremd seien.
. 8 1. Aufstellung der Gruppen.
Die Methode der Gruppenbildung beruht darauf, daß die N Werte uı in
einer Matrix von g Zeilen und m Spalten mit dem allgemeinen Element ugı4r.
(r=0,1.2...4 #—1;2=0,1,2,..., m — 1) angeordnet werden. Die Matrix lautet:
My og » x 2
nn Yag+1
us Yag42
> AL
Un
Um—1)g
Um—1)g+ 1
m —1)g+2
Um— Pair
Ur
Your
dz— 1 "gt (g—1) Yagrqg—-2) ©‘ * Wagtig-D 0 Am ug+gns
Die Grundformeln der harmonischen Analyse
{Ia A) N’ po = Zinn; (Ib A) N ao = 0:
TIa A) N/2 px = Ziu, cos 2xk /N
k=1,2..., (N—I1 .1N—1;
(Ib A) N/2 + qu = Ziu;sin 2xki/N Sen EN Ba, 4-1
!TIla A) N pxa= Zili—-Hlw: (IIbA}) N-Qy2=0
mit i=0,1,2,...,N—1.
liefern dann für jede einzelne Zeile der Matrix, die wir hier als Gruppe (bei
Pollak auch als Kette) bezeichnen, die Beziehungen:
{Ia B) mp = Zar (IbB) m: qP?”=0;
{ITa B) Een genen Omi ( m=2h + 1:x=1,2,...,hi;
{lb 3} mg = Ling, , ein2nieim; | m=2h x LZ...h—1