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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

278 Annalen der Hydrographie und Maritimen- Meteorologie, September 1941.

(vgl. Schema Abb. 15). In diesem Falle strömt aber das Wasser viel schneller
Jurch den Großen Belt ein als durch den an seiner engsten Stelle sehr schmalen
Kleinen Belt. So kommt es, daß infolge der eigenartigen Gestalt des Meeresgebietes
 das durch den Großen Belt einströmende Wasser dem älteren dort noch

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Abb. 15. Schematische Darstellung des Vorrückens der Front bei kürzeren (links)
und längeren {rechts) Einstromlagen,
vorhandenen salzarmen Wasser gewissermaßen in den Rücken fällt. Verhältnismäßig
 schnell füllt sich der östliche Teil der Kieler Bucht mit salzreichem Wasser
— denn jetzt begünstigt die ablenkende Kraft der Erddrehung das Eindringen
in die Bucht, wie ein Blick auf die
Karte zeigt —, während nur langsam
aus dem Kleinen Belt Kattegatwasser
vorrückt. Zwischen diesen beiden getrennten
 Fronten wird eine große Insel
salzarmen Wassers im mittleren Teil
der Kieler Bucht eingeschnürt, die nur
allmählich kleiner wird und erst bei
langer Dauer der Einstromperiode ganz
absorbiert wird.
Zwei Beispiele für das erste Stadium
 des Einstromfalles haben wir auf
unseren Ausfahrten erfassen können,
von denen eines hier wiedergegeben sei
(Abb. 16). Wenn die Salzgehaltsunterschiede
 auch nicht sehr groß sind, so
kommt doch deutlich der inselartige Rest
salzarmen Wassers vom letzten Ausstrom
zur Geltung.
Den Endzustand langer Einstromperioden,
 also gleichmäßig hohen Salzgehalt
 im ganzen Bereich der Kieler Bucht, haben wir bisher nicht angetroffen,
Auch wenn man nach einer langen einstrombedingenden Westwind-Schlechtwetterlage
 sofort die ersten guten Tage zu einer Ausfahrt benutzt, so setzt doch schon
sehr schnell nach dem Umschlag der Wetterlage oder auch schon beim Abflauen
der Westwinde der Ausstrom mit großer Stärke ein, so daß zum mindesten der
Fehmarnbelt und das Mündungsgebiet des Langelandbelt bereits mit salzarmem
            
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