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Full text: Jahresbericht 1947

Nr. 2- 1947 
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Für unvorhergesehene Ausfälle von Fahrzeugen verblieben somif das 
Vermessungsschiff „Teutoburger II ald" und das Peilboot „Rungholt" als 
Reservefahrzeuge beim D. H. I. Diese Reserve ist durchaus gerechtfertigt, 
zumal die heutigen Verhältnisse bezüglich Ausrüstungen für Schiff und 
Maschine .sehr schwierig sind und außerdem die Seevermessungsarbeiten 
sich noch ausschließlich in minenverseuchten Gebieten abspielen. 
I)ii- Hilfsvermessungsboote „Lud" und „Lee" (ehemalige Flugsiche 
rungsboote) wurden im Laufe dieses Jahres ebenfalls außer Dienst gestellt 
und an die englische Hafenbehörde abgegeben, da sich diese Boote mit ihren 
hochempfindlichen Motorenanlagen und der nicht ausreichenden Räumlich 
keit für den Vermessungseinsatz als unrentabel erwiesen, zumal der übrige 
Kleinbootbestand bei den Vermessungsfahrzeugen ausreichend und gut war. 
Zum Zwecke der Vereinfachung der Verwaltung, des Einsatzes und der 
Versorgung der Vermessungsfahrzeuge wurde der „Vermessungsverband" 
mit seiner selbständigen Leitung Anfang Mai d. Js. aufgelöst und die Fahr 
zeuge dem D. H. I. unmittelbar unterstellt. Der fachliche Einsatz an Hand 
des jährlichen Vermessungsplanes geschieht durch die Abteilung III, die 
verwaltungstechnische Versorgung und die personnelle Betreuung wurde 
der Verwaltung des D. H. I. direkt übertragen. 
Für die Pflege und Lagerung der hochwertigen Präzisions- und Ver 
messungsinstrumente und anderen Vermessungsgeräte wurde bei der Ab 
teilung III eine Vermessungsgerätekammer eingerichtet, aus der die laufende 
Versorgung der Vermessungsfahrzeuge mit Instrumenten und Geräten 
erfolgt. 
Da sich die Kosten für die Gestellung eines Taucherfahrzeuges für die 
Wracksuchgruppe in der vorjährigen Verinessungsperiode als unerträglich 
hoch erwiesen hatten, wurden 2 Taucherausrüstungen beschafft und 2 Taucher 
auf „Wega" eingeschifft. Diese Maßnahme hat sich auch hinsichtlich der 
Zeitersparnis bei der Wrackbestimmung außerordentlich bewährt. 
Der technische Zustand der Vermessungsfahrzeuge war im allgemeinen 
befriedigend. Kleinere Maschinenstörungen, die bei starker Beanspruchung 
immer auftreten, wurden ohne größere Zeitverluste mit Bordmitteln oder 
kleineren Werfthilfen beseitigt. Eine Ausnahme bildete das Peilboot 
„Rüden", dessen Maschinenanlage einer größeren Überholung bedurfte 
und das infolgedessen erst Mitte Juli zum Einsatz kam. 
Die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Material und Ersatzteilen 
bestanden unvermindert weiter. 
Nachdem nun, nach Auflösung des Vermessungsverbandesj in der In 
diensthaltung der Vermessungsfahrzeuge stetige Verhältnisse eingetreten 
sind, haben sich auch im Personalbestand keine erwähnenswerten Ver 
änderungen mehr ergeben. Die eingeschifften Vermessungsgruppen sind auf 
einander eingespielt und eingearbeitet und allen an sie herantretenden Auf 
gaben gewachsen. 
4. Prüfung der Verinessnngsarbeiten 
Die- in den deutschen Küstengewässern geplanten und im Vermessungs 
plan 1947 vorgesehenen Vermessungsarbeiten konnten gemäß dem unter 
Ziffer 1 schon erwähnten großen Umfang bei weitem nicht durchgeführt 
werden, so daß ein großer Teil in den kommenden Vermessungsplan 1948 
wieder übernommen werden muß.
	        
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