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Annalen der Hydrographie und Maritimersa Meteorologie, Januar 1941.
wurde indirekt auch von Busch?) konstatiert, Seine Beobachtungen mit farbigen
Gläsern begannen allerdings erst wieder im Dezember 1912; er berichtet, seine
Dezember-Beobachtungen zeigten, daß sich die Umkehr offenbar schon verloren
hätte, daß aber die Differenzen Blau-Rot lange nicht so groß seien wie 1909/1910.
Meine Hamburger Messungen wurden bis Ende April 1914 fortgesetzt. Ab Juni
1913 wurden im wesentlichen wieder positive Differenzen festgestellt. Wenn nun
in Grönland schon ab Februar 1913, trotz Offenbar noch vorhandener starker
allgemeiner Trübung, positive Differenzen gefunden wurden (und sogar recht
große), so liegt gewiß die Frage nahe, ob nicht vielleicht, ganz abgesehen von
der Größe der Trübung, die Höhenlage der Trübungsmasse bzw. ihre vertikale
Verteilung auch diese Verhältnisse*) beeinflussen, Das ist eine Frage, der in
Zukunft nachgegangen werden muß,
Wir müssen nun noch die Frage untersuchen, ob und wieweit schon durch
die angewandten Polariskope eine gewisse Auswahl der für die Messung in
Frage kommenden
Wellenlängen getrof-
fen wird. Bis in die
neueste Zeit wurden
von mir selber (mit
wenigen Ausnah-
men) und ebenso von
Ahlgrimm, Busch
und A, Wegener ——
vermutlich auch von
Dorno — schwach
grünliche Turmalin-
platten, deren Fär-
bung sehr wenig von-
einander abwich, als
Analysator benutzt.
Prof. Busch und
ich®) hatten von vorn-
herein dafür Sorge
getragen, daß sämt-
liche von der Firma
Dörffel und Färber
für den Pendelquadranten zur Aufsuchung der n. P. benutzten Turmaline ge-
prüft und nur dann zugelassen wurden, wenn ihre Färbung zwischen denen
zweier Prof. Busch gehörigen Vergleichsturmaline lag. Wie wenig aber die
Farben dieser letzteren voneinander und von dem von mir in Hamburg be-
nutzten Turmalin abweichen, geht aus einer Kuryenübersicht*) hervor, welche
die mittels des König-Martenschen Spektralphotometers bestimmte Lichtdurch-
lässigkeit in den verschiedenen Gebieten des sichtbaren Spektrums (zwischen
710 und 425 wu) zeigen. In der nämlichen Weise wurde für die mir gerade zur
Verfügung stehenden Filter (rot, gelb, grün, blau) die spektrale Abhängigkeit
der Durchlässigkeit bestimmt. Es zeigte sich bei den Messungen, daß: die beste
Monochromasie bei Vorschaltung des roten und grünen Ülases erreicht wurde. —
Bemerkenswert ist — für normale bzw. nicht mehr stark gestörte Zeit — die geringe
Differenz Blau-Grün. Siebenundzwanzig Simultanmessungen ergaben für Blau-Rot
den Durchschnittswert + 1.8°, für Grün-Rot den von +1.6°. — Wesentlich auf-
schlußreichere Ergebnisse sind natürlich zu erwarten, wenn man ein farbloses
Polariskop und spektral eng begrenzte Filter benutzt, wie sie von mir 1932 und
1933 mit Vorschaltung vor das Voßsche Polariskop®) benutzt wurden. Abb. 5 und
Tab. 23 zeigen die durchschnittlichen A-Abstände für den 18. November 1932, den
‘) Fr. Busch, Met, Zs. 30, 328 u. f., 1913. — 2%) Siehe hierzu Chr, Jensen, Gerl. Beitr. Geophys. 55,
337—373, 1939, vor allem ab 347; siehe dazu auch Chr. Jensen, Strahlentherapie 39, 655—716,
1931. — *) Chr. Jensen, 1. cit, Hamhurg 1916, 8.62 — *% Chr. Jensen, 1. eit. Hamburg 1916
(siehe Anmerkg. 4, S. 9), 5.61, — 5 W. Voß, Zs, Instrumentenkunde 52, 332-333. 1932, und die
Fr