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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

Defant, A.: Zur Dynamik des aquatorialen Gegenstromes, 255 
Meeresniveaus und nach früheren Untersuchungen im „„,Meteor“-Werk auch jene der 
troposphärischen Sprungschicht zur Darstellung bringen, Auch für einen Schnitt 
längs der Zentralachse des äquatorialen Gegenstromes läßt sich dasselbe tun, 
Diese Schnitte sind in Abb. 6 gegeben. Sie zeigen dasselbe wie die schematische 
Darstellung in Abb. 5 und bestätigen in jeder Hinsicht die obigen Überlegungen, 
Übrigens zeigen auch alle zonalen Querschnitte des „Meteor“, wie sie im Atlas 
zur Schichtung und Zirkulation des Atlantischen Ozeans für Temperatur, Salz- 
gehalt und Dichte!) zu finden sind mit besonderer Deutlichkeit die Schiefstellung 
der troposphärischen Sprungschichte als charakteristisches Merkmal des thermo- 
halinen Aufbaues, 
Durch die Kenntnis der absoluten Topographie des physikalischen Meeres- 
niveaus und der isobaren Flächen der oberen Deckschichte sind wir nun in der 
Lage, die Verteilung der wirkenden Kräfte im Gebiete der äquatorialen Ströme 
etwas genauer zu behandeln. Bezeichnet man mit vv, und vy die Komponenten 
der Stromgeschwindigkeit (positiv nach Osten und Norden) und mit ö, und 6, die 
Neigungen des physikalischen Meeresniveaus bzw. der isobaren Flächen, mit & 
den von der Tiefe z abhängigen Koeffizienten der Turbulenzreibung, mit @ die 
Dichte und mit 2 =) 2«w sin g, dann lauten bei Stationärem Zustand für ein 
Wasserteilchen in der Tiefe z die Bewegungsgleichungen 
Or, 
+ Apr — geölt 5 (u) == | 
3 Öv, 
—dov.— ge, + FT (u) =: 0, 
Sinkt in der Tiefe h die Stromgeschwindigkeit auf Null und integrieren wir die 
Gleichung (1) von der Oberfläche z=0 bis zu dieser Tiefe z= h, so erhält 
man, um nur die erste Gleichung hinzuschreiben: 
h bh 
„ff . ar. 
+4 for,an—ufed,da—[u 7} ]=0. 
a S z=0 
da das Integral des letzten Gliedes für z=h verschwindet. Nun sind aber be- 
kanntlich für z= 0 
Or, vr. 
(3) ST und az =D 
die Komponenten der tangential wirkenden Schubkraft des Windes an der Öber- 
fläche des Meeres, 
Bezeichnet man die Integrale durch einen Querstrich, dann nehmen die 
Gleichungen (1) für die ganze Wasserschichte h, die sich unter Wirkung des 
Windes und eines Druckgefälles in Bewegung befindet, die Form an: 
+ AT BOT = 0 
— AO BO Typ 0e 
Sie besagen nichts anderes, als daß bei stationärer Bewegung die mittlere 
ablenkende Kraft der bewegten Schicht mit der mittleren Druckkraft und der 
auf die ganze Wasserschicht ausgeübten Schubkraft des Windes bzw. der turbu- 
lenten Reibung im Gleichgewicht stehen muß, Falls man über dem mittleren 
Stromaufbau des Nord- bzw, des Südäquatorialstromes einigermaßen Bescheid 
wüßte, wären wir in der Lage, da nunmehr aus den Ergebnissen der dynamischen 
Verarbeitung des ozeanographischen Materials des Atlantischen Ozeans im „Meteor“. 
Werk die innere Druckverteilung als gegeben angesehen werden kann, die Be- 
ziehungen (4) zu verifizieren bzw, die Schubspannung des Windes aus den anderen 
Größen zu berechnen und das Ergebnis mit den aus anderen Untersuchungen 
bekannten Werten dieser Größe zu vergleichen. Im „Meteor“ Werk ist eine 
solche Berechnung für einen Punkt im mittleren Gebiet des Südäquatorialstromes 
(etwa 11° $S und 17'/,° W) durchgeführ vorden. Die mittlere vertikale Strom- 
verteilung wurde aus zwei Ankerstati. ı des „Meteor“ Nr. 254 und Nr. 176 
1) Wiss. Ergebn. der „Meteor“-Expedition 19: 27, Bd. WI Atlas, Berlin 1936, 
Al
	        
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