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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

DE 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1941. 
Die objektive Güte der Wetterdienst-Vorhersagen jedes Beobachters ist aus 
seinen Vorhersagen ebenso zu berechnen wie die Güte der Wetterdienst-Vorher- 
sagen für einen Monat, 
Ich empfehle, bei der Durchführung der Rechnungen eine Multiplikations- 
Divisionsmaschine sowie eine 2mal dreistellige Multiplikationstafel zu ‘benutzen. 
Literaturverzeichnis, 
1. W, Köppen: „Wie erkennt man Blindlingsprognosen?“ Hann-Band der Met. Ztschr., 1906, S. 347/356, 
2, F. Heidke: „Berechnung des Erfolges und der Güte der Windstärke-Vorhersagen im Sturm- 
warnungsdienst.“ Geografiska Annaler 1926, 8. 301/349. 
3 P. Heidke: „Erfolg und Güte örtlicher Vorhersagen im täglichen Wetterdienst.“ Aus dem Archiv 
der Deutschen Seewarte, 45, Bd, 1928, Heft 1, 
4. P. Heidke: „Zur objektiven Prüfung örtlicher Vorhersagen im täglichen Wetterdienst.“ Beiträge 
zur Physik der Freien ES 1929, Hergesell-Festschrift, S. 202/204, 
5. P. RB „Ergebnisse einer objektiven Prüfung von Wettervorhersagen.“ Met, Ztechr. 1935, 
„487/400, 
Kleinere Mitteilungen. 
1, Klimatographische Witterungsschilderung. Nr. 160: Deutsch-Ostafrika. 
Aus der Sammlung des überseeischen meteorologischen. Dienstes der Deutschen 
Seewarte, — Witterungsverlauf am Ende der großen Regenzeit in Ki- 
buku?l). Beobachtungstag: 3. Mai 1939. 
Vor Mitternacht hat es etwas geregnet, dann klarte es auf. Nach 4h kam 
Nebel auf. Niederschlag in der Nacht 3.0 mm. 
6h: Dichter Nebel ringsum. Die Bäume in 100 m Entfernung sind in ihren 
Umrissen nicht zu erkennen. tt 15°, zugleich Tiefsttemperatur während der 
Nacht, Der Wind weht mit Stärke 5 aus SSW, Es tropft von Dächern und 
Bäumen, Feines Rieseln erhöht die Unfreundlichkeit des Wetters, — 8: Keine 
Veränderung in der Nebelbildung. Das Rieseln hat aufgehört, t 16°, W-Wind. — 
10%; £ unverändert. Die Windfahne spielt unruhig von E über S bis W mit 
unverminderter Stärke, Der Nebel hat sich noch etwas mehr verdichtet. — 
12: Für Augenblicke war es kurz vor 12h etwas heller geworden. Die Wind- 
fahne durchläuft bei gleichbleibender Stärke die ganze Windrose, doch scheint 
die Luftbewegung aus E vorzuherrschen, t 17°, — 14b; Um 13% öffnete sich 
fast plötzlich im W die Nebelschicht, während sonst ringsum dichter Nebel. lag, 
Durch die Öffnung war ein Ausblick in die Ebene möglich. ‘ Dieser Zustand 
dauerte indes nur kurze Zeit. Jetzt, um 14h, hat der Nebel sich gehoben und 
liegt als dichte, graue Wolkenschicht über uns am Gebirge, nach unten scharf 
abgegrenzt in etwa 150 m relativer Höhe. Gegen NW, W und SW hat sich die 
Nebeldecke aufgelöst. Cu werden sichtbar, und die Sonne scheint mit Unter- 
brechungen durch die Lücken, Rasch von S heranziehende Nebel und Wolken- 
fetzen verändern jedoch immer wieder das Bild. Die Niederung ist in Dunst 
gebettet, Der Wind hat etwas aufgefrischt und weht mit Stärke 6 immer noch 
unbeständig von E über S bis W. tt 18° 
16%; Die Veränderung innerhalb der letzten beiden Stunden ist erstaunlich! 
Der Nebel ist verschwunden, Das Gebirge im E ist in seiner ganzen Ausdehnung 
von N nach S in eine Wolkenschicht eingehüllt, deren untere Grenze, unregel- 
mäßig gestaltet, schätzungsweise 250 m über uns liegt. Sonst ist der Himmel 
zum größten Teil unbedeckt. Zerstreut schweben einige kleine Cu. Im W ziehen 
sich über der Steppe bandförmig verlaufende Cu-Streifen hin. Die Steppe selbst 
weist Dunst auf, Die jenseitigen Gebirgszüge sind nur schwach zu erkennen. 
Ganz ähnlich ist das Bild im S. Der Wind. hat sich noch ein wenig verstärkt, 
seine Hauptrichtungen sind SW-—SE. t19.5°, Das Rieseln am frühen Morgen 
ergab 0.1 mm Niederschlag. — 18%; Schnell ist die Aufhellung fortgeschritten. 
Der südliche Teil des Gebirges im E ist vollkommen klar, Im mittleren Teil 
zieht sich von S nach N in halber Höhe ein Wolkenband hin, über dem sich 
das Gebirge bis zum Kamm in voller Deutlichkeit zeigt. Auch das Wolkenband 
ist in rascher Auflösung begriffen. Im W und SW sehwimmen Cu, .Der Wind 
!, Wegen der Lage der Pflanzung Kibuku und weiterer klimatographischer Wittrgsschldrg. 
des Verfassers 8. Ann, d, Hydr. usw, 1936 8. 1218, 319; 1937 S, 44, 585; 1938 s. 139, EA 363: 
1939 SR. 201, 530: 1940 8. 396, 434: 1941 S. 80, 61, 100, 128. 195.
	        
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