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Full text: 69, 1941

908 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1941. 
topographische Karte der Sprungschicht zeigte, daß diese selbst sich von Afrika 
nach Amerika erheblich senkte; aus isostatischen Gründen muß dann die Ober- 
fläche in der gleichen Richtung ansteigen. Man wird sich also die Meeresober- 
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Abb, 6, Schnitt durch die Isobarenflächen im Atlantischen Ozean 
_ längs des Äquators, nach Montgomery und Palm6n, 
fläche im Bereiche der äquatorialen Strömungen etwa gemäß dem in Abb, 7 
gegebenen. Schema vorzustellen haben: wellenförmig, aber zugleich nach Westen 
ansteigend, Unterhalb der Sprungschicht wird das Gefälle der Isobarenflächen 
in der Längsrichtung sehr klein, 
und es besteht die Wahrschein- 
lichkeit, daß es praktisch ver- 
schwindet. Der seitliche Aus- 
tausch wird zu 7.10° cm—1 g 
sec-1 ermittelt, was zu einer 
früheren Schätzung Montgo- 
merys (diese Zeitschrift 1939, 
S. 246) stimmt, die 4.107 ergab, 
Zusammenfassend kann 
man feststellen, daß der äqua- 
toriale  Gegenstrom nach der 
Montgomery - Palme6nschen 
Auffassung als Ursache, nicht 
als Folge des Druck- und 
Massenfeldes der Abb, 1. er- 
scheint. — Die hydrodyna- 
mische Berechnung einer Strö- 
mung nach Bjerknes und 
Sandström, die übrigens, was 
man nicht vergessen sollte, nur 
auf 1, zeitlich unveränderliche Verhältnisse und 2. nur bei reibungsloser 
Bewegung anwendbar ist, gibt, wie überhaupt die Mathematik, über das Verhältnis 
von Ursache und Wirkung keinen Aufschluß. In der Regel liegt die Sache so, daß 
man die Verteilung der Dichte aus Reihenmessungen kennt, und daß man alsdann 
die Strömung berechnen kann; aber das Verhältnis von Ursache und Wirkung 
kann .das umgekehrte sein. Z. B. hat G. Wüst (1924) aus dem Kraftfelde in der 
FloridastraBe den Strom berechnet und mit den Messungen Pillsburys in Über- 
einstimmung gefunden, Doch wird wohl kaum jemand daran zweifeln, daß es in 
diesem Falle der. sich durch die Enge zwängende Strom ist, der unter dem Ein- 
Husse der Erdumdrehung die Flächen gleicher Dichte schief stellt, daß also der 
Strom die Ursache, und die Schiefstellung die Wirkung ist, Umgekehrt ist es 
nicht unwahrscheinlich, daß im weiteren Verlaufe des Golfstroms die Unter- 
schiede der Dichte zwischen dem subtropischen und dem polaren Wasser für die 
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