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Full text: 69, 1941

Neuere Veröffentlichungen. 
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Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben. 
H. Burdack: Die tägliche Variation der magne-' April, September, Oktober) haben die Kurven 
tischen Deklination in Abhängigkeit von der zwar denselben Charakter, und zwar wird der 
geomagnetischen Lage des Beobachtungsortes. Verlauf der Phase bei einer ganztägigen Welle 
Dissertation der Techn. Hochschule VUresden durch eine ganze, bei einer halbtägigen durch 
1940. 8 Abb. u. ]5 Tabellen, 76 Seiten, Robert eine halbe, bei einer dritteltägigen Welle durch 
Noske in Borna-Leipzig. eine drittel Sinuswelle dargestellt, die ganztägige 
Verf. analysiert mit Hilfe des Mader-Ott- ist aber um 90° auf der Nordhalbkugel gegen die 
schen Analysators den täglichen Gang der Dekli. Südhalbkugel phasenverschoben, die halb- und 
nation von 15 bzw. 20 erdmagnetischen Obser- dritteltägige um etwa 180°, 
vatorien bis zur 4. Welle, Hierzu werden die 3. Die Phasen zeigen im Winter eine sehr 
Registrierungen der Jahre 1911 und 1923 heran. starke Streuung, die Amplituden weniger. Auf 
gezogen, da sich diese Jahre durch ein Minimum ine Ableitung eines Phasengesetzes für den Winter 
der Sonnenflecken (R == 5,7 und 5.5) und geringer wird daher verzichtet. 
erdmaguetischer Aktivität (u = 0.66 und 0.62) aus- 4. Eine Abhängigkeit der Anfangsphase von 
zeichnen, Die mit dem Mader-Ottschen Analy- der Breite ist ebenfalls nicht feststellbar, 
sator erhaltenen harmonischen Koeffizienten A, und 5. Die Amplituden der ganz-, halb- und 
B„ werden in die Fouriersche Reibe von der Form dritteltägigen Wellen steigen bis zu 50° geo- 
pe Ed ES Abm en die Mntensität 
= - i der Höhenstrahlung., ei 50° ist im Kurven- 
4D=f@) Z (An c08n x + B. sinn x) verlauf der halb- und dritteltägigen Amplituden 
| = . ebenso ein Knick feststellbar wie bei der Höhen- 
eingesetzt, oder nach den GHeichungen A strahlungsintensität, N Da außerdem der weitere 
we Va _ n Verlauf der drei Wellen zusammengenommen dem 
CC, Vai +1, und an = arcig B konstanten Intensitätsverlauf der Höhenstrahlung 
. „3: über 50° entspricht, glaubt Verf, einen weiteren 
C. als Amplitude und a, als Anfangsphase für die nis für den Zuhammenbang der erdmagne- 
Reibe tischen Variation mit der Höhenstrahlung erbracht 
A4D = f(x) = XC sinnx+a zu haben, 
@) 3 B + ag 6. Eine vom Verf. durchgeführte ausführliche 
erhalten. © Diese Amplituden und Anke gap hanen Genauigkeitsuntersuchung ergibt, daß bei der 
aller Stationen werden nach entsprechenden Kor- + a rmonischen Analyse als auch bei der Darstellung 
rektionen „(Zeitdifferenzen usw.) tabellarisch für a17ch die Fouriersche Reihe, deren Koeffizienten 
Sommer, Aquinoktien und Winter getrennt wieder. 15 zur 4, Ordnung durch den Mader-Ottschen 
gegeben und graphisch nach Jahreszeit und Analysator bestimmt sind, in keinem Fall der 
Periodenzahl getrennt dargestellt, wobei als Ordi- mittlere Fehler über der Beobachtungsgenauig- 
nate die Amplitude in Minuten bzw. die Phase in keit liegt. } 
Grad und als Abszisse die geomagnetischen Breiten- 7. Ein Vergleich der Amplituden und Phasen 
oder Längengrade angegeben werden. Weiter „„iseken 1911 und 1923 ergibt, daß der mittlere 
bringt Verf. eine analytische Darstellung der Fepjer für die Amplituden nicht wesentlich die 
harmonischen Konstanten, Folgende Gleichungen Beobachtungsgenauigkeit von 0.1’ überschreitet. 
werden für die Amplituden und Anfangsphasen Die Anfangsphasen werden mit einem mittleren 
gegeben, wobei A und ® geomagnetische Länge Fepjer von 5 bis 22 Min. in allen vier Wellen 
und Breite bedeuten: eingehalten (der Winter ausgenommen). . 
1. Ganztägige Welle: 7402 8, Die Frage, wie weit die Werte des Jahres- 
Gy = 1.12’ + 0.84 tg? BD; 1 gı drittels von denen der einzelnen Tage abweichen, 
x „ mittl. Feh er 4034 „ird mit Hilfe der Periodenuhr untersucht. Die 
&, = 1839 + 0.103 A + 19° sin 4; o Streuung der Wellen der einzelnen Tage im 
ns mittl. Fehler 4°. Sommer für Orte gleicher magnetischer Breite ist 
2. Halbtägige ‚Welle: 74 © praktisch gleich, Längenunterschied ist nicht fest- 
Cy == 242 — 1,74’ 1g6 ($ — 50°); stellbar, jedoch nimmt die Streuung mit der 
mittl. Fehler 4 0.21' Breite zu. 
0 = 24° + 0.057 A + 18° in; _ 9. Die Abweichung des Tagesmittels von den 
, 2 einzelnen Stunden beiträgt bei Aquatornähe +0,5' 
. . mittl, Fehler 47% bis 0.7, bei Greenwich +1.0, d.h. 10.2 % der 
3, Dritteltägige Welle: absoluten Amplitude bei Honolulu, 7,3% bei 
Dr = 0.83 — 0,35 tg5 ($ — 51.59); Lukiapang und 8.7% bei Greenwich. Die Ab- 
mitt]. Fehler + 0.11 FE sind vormittags am größten, vom 
= 9170 Sin späten Nachmittag bis zum Morgen am kleinsten, 
da = 217° 4 0.032 A + 38° sin 3° P 10. Bei Anwendung der gegebenen Formeln auf 
mittl. Fehler --10°% ein beliebiges Jahr der elfjährigen Sounenflecken- 
Als Ergebnis der harmonischen Analyse kann periode zeigt sich, daß die Phasenänderung bei 
folgendes festgestellt werden: zwei Orten verschiedener Längen und Breiten in 
1. Eine Abhängigkeit der Amplitude von der der Zeit vom Minimum zum Maximum kleiner als 
Länge kann nicht gefunden werden. der mittlere Phasenfehler ist (gültig für Sommer 
2. Die Längenabhängigkeit der Anfangsphase ınd die ersten drei Wellen). Die absoluten 
ist für Nord- und Südhalbkugel verschieden, Im Amplituden für ein beliebiges Jahr werden nach 
Sommer (Nordbalbkugel: Mai bis August; Süd- dem von Krakau vorgeschlagenen Verfahren — 
halbkugel: November bis Februar) und in den d == (4,92 «++ 0.024’ R) 0.6 + tg 9), wo d die absol. 
Adquinoktien (Nord- und Südhalbkugel: März, Amplitude, R die Sonnenfl. Relativz, und @ die
	        
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