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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 69 (1941)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen. Meteorologie, Juni 1941. 
Vierzig Jahre im Dienste der deutschen Schiffahrt. 
Vor nunmehr 40 Jahren begann der in Schiffahrtskreisen wohlbekannte 
Kapitän des Norddeutschen Lloyd Johannes Müller seine seemännische Lauf- 
bahn als Schiffsjunge an Bord des Schulschiffes „Großherzogin Elisabeth“. Nach 
der üblichen Ausbildungszeit fuhr er als Offizier auf verschiedenen Dampfern 
des Norddeutschen Lloyd, als Navigationsoffizier auf Kabeldampfern und hat 
als Navigationsoffizier und später als I Offizier auf der „Deutschland“ an der 
Filchnerschen Deutschen Antarktischen Expedition 1911/12 teilgenommen. Im 
Weltkrieg ist Kapitän Müller als Kommandant verschiedener Vorpostenboote 
tätig gewesen. Nach dem Weltkriege arbeitete er im Navigationsbüro des Nord- 
deutschen Lloyd und wurde später zum Kapitän und Leiter der Agentur des 
Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven ernannt. 1937 übertrug ihm der Nord:- 
deutsche Lloyd die Leitung der Navigationsinspektion in Bremen, 
Kapitän Müller hat während der Jahre seiner seemännischen Laufbahn 
stets lebhaften Anteil an allen Schiffahrtsfragen bekundet und in einer großen 
Anzahl von Aufsätzen in verschiedenen Fachzeitschriften zu Zeitfragen der 
Schiffahrt Stellung genommen, 1911 gab er das „Hilfsbuch für Schiffsoffiziere“ 
heraus. Die 2. Auflage „Schiffsführung“ dieses Werkes wurde von Seefahrts- 
schuldirektor Joseph Krauß und Johannes Müller zusammen bearbeitet. Die 
3. Auflage, das bekannte und wertvolle „Handbuch für die Schiffsführung“ von 
denseiben Verfassern erschien 1938. 1914 veröffentlichte Müller das Büchlein 
„Etwas vom Südpol“, 1921 „Die Entwicklung der Nautik und ihrer Hilfsmittel 
vom Altertum bis zur Neuzeit“ 1930 verlieh ihm die Deutsche Seewarte die 
silberne Medaille. 1938 wurde während der Deutschen Antarktischen Expedition 
1938/39 ein Gebirgskamm auf 72.7° S und 8,7° O „Johannes Müller-Kamm“ be- 
nannt. Müller ist in verschiedenen Kommissionen und Schiffahrtseinrichtungen 
tätig. Zur Zeit befindet er sich in besonderer Stellung bei der Kriegsmarine, 
Seine einfache und schlichte Wesensart sichert ihm die Achtung und das 
Vertrauen seiner Berufskameraden sowie weiter Schiffahrtskreise. GG. Thiel. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Die wöchentlichen magnetischen Beobachtungen in Ötomari, Jinsen, 
Taihboku, Palau und Jaluit im Jahre 1939. Aus Suiro Yöhö (Hydr. Mitt.), 
Jhrg. 20 Nr. 3 des Hydr. Amts in Tökyö. Vgl. Ann. d. Hydr. usw. 1938, S. 356. 
Geographische Lage der Beobachtungsorte: 
Ötomari ... 46° 38 46” N, 142° 46’ 17” O. | Palau .... 7° 20 00” N, 134° 28' 48" 0, 
Jinsen „...37° 29 54” N, 126° 37 36” O0. Jalunit .... 5° 54‘ 49” N, 169° 38’ 59” Q. 
Taihoku . .. 25° 02’ 19“ N, 121° 30° 49” ©, 
Höchst- und Mindestwerte der Monatsmittel für 1939: 
Mißweisung Ö: 
Ötomari | Jinsen | Taihoku | Palau Jaluit 
Maximum .........* X 9° 00.7 W XI 6° 6 11 20 10.2 W] 12° 880 | va 70ML.1'0 
Minimum, .........] I 8° 558° W 1 6°11.W| X 2° 9.4/W| XI 2° 560 | X 7094870 
Jahresmittel .....'..| 8° 58,55 W! 6°129W| 2° 98 W| 2°7580| 7949.90 
Inklination } und Horizontalintensität H: 
Yinsen = 
‚I , H J 
Maxmium ‚....00.> IIX 539 17,8 XI 30243 7 
Minimum.......... | II, VHTI 53° 14,3’ HI 30133 y | 
Jahresmittel ....... | 53° 15,8 | 30178» |] 4° 36 | 0.3388 C. G. 8. 
Jahresmittel der Mißweisung seit 1918, 
Das 8. Z. für Jinsen 1921 bis 1925 durch Brand verlorengegangene Beobachtungsmaterial ist im 
„Chösen kishö“ (Meteorol. Jahrbuch von Korea) 1936 enthalten. Unbekannt ist der Instrumentenfehler, 
Jaluit
	        
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