180 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1941.
Dampfdrucks in mm Hg und in mb enthalten die nächsten Spalten der Tab. 1.
Sie zeigen die zu erwartende Verteilung, die sich ja aus der Temperaturverteilung
auf der Erde schon im wesentlichen ergibt. Anschließend folgen noch Werte
der mittleren absoluten Feuchte, die aus diesen Zahlen berechnet wurden, wobei
die mittlere Temperaturverteilung auf der Erde einer Tabelle aus dem Hann-
Süring?) entnommen wurde, Als letztes wurde noch der Anteil des Wasser-
dampfes in Volumenprozenten berechnet, unter‘ Berücksichtigung der aus einer
MM
Mi
A
050 40 40 20° 10 0° 10 20 80 Pr
a Geographische Breite Nord
Abb. 1. Verteilung des mittleren Dampfdrucks in Abhängigkeit
von der geographischen Breite.
Jana mm SU] m num n
Tabelle des gleichen Werkes entnommenen mittleren Druckverteilung für die
beiden Monate*),
Die mittlere Dampfdruckverteilung auf der Erde wurde noch graphisch
dargestellt in Abb. 1. Als Maßstab wurde eine flächentrene Abbildung, wie sie
Robitzsch?) benützt, gewählt.
Vergleichen wir unsere Zahlen mit denen von Arrhenius, so zeigt sich,
die älteren Werte erfahren nur eine geringe Änderung. Unsere Werte zeigen
keinen gleichmäßigen Abfall vom Äquator zum Pol, was durch die geringe Feuchte
in den Wüstengebieten der Erde hervorgerufen wird. Das Maximum findet sich
gigentümlicherweise in beiden Monaten am Äquator, während man doch eine
der Jahreszeit entsprechende Verschiebung nach Norden bzw. Süden erwarten
sollte. Allerdings fällt im Juli der Wert in 10°N praktisch mit dem Äquator-
wert zusammen. Auffällig bleibt die geringe mittlere Feuchte im Januar in
10° und 20°8.
Vergleichen wir nunmehr die beiden Hemisphären untereinander (Abb, 2),
80 zeigt sich, die Nordhalbkugel ist im Nordsommer feuchter, als die entsprechen-
den Breiten der Südhalbkugel im Südsommer sind. Dagegen ergibt sich im
3 Hann-Süring 8. o, S. 180, — 9 Hann-Süring s, 0. S, 256,