170 ; Annalen der Hydrographie und Maritimern Meteorologie, Juni 1941,
das aus den vier ozeanographischen Stationen a, b, c, d gebildet wird. Für die
Wassermenge, die durch das Viereckprisma, das bis zum Meeresboden reicht,
gegeben ist, wird Kontinuität des Wasservolumens und der Substanzen (Salz-
gehalt), die von der Wasserströmung verfrachtet werden, verlangt. Mit den
vier Stationen lassen sich vier Dreieckprismen abc, bed, eda, abd bilden und
für jedes Dreieckprisma ergeben die beiden Kontinuitätsbedingungen je zwei Be-
ziehungen der Form .
(2) Sr (z)dA = 0 und (3) [r@S@dA =,
dA ist ein Flächenelement einer Vertikalseite eines Dreieckprismas und S (z)
die vertikale Verteilung des Gehaltes einer Substanz z. B. des Salzgehaltes; die
Integration ist über die drei vertikalen Seitenflächen eines jeden Dreieckprismas
zu erstrecken. Die erste dieser Gleichungen bedeutet Konstanz des Wasser-
volumens, die zweite Konstanz der Salzmenge innerhalb des Dreieckprismas,
was bei stationären Verhältnissen der Fall sein muß. Setzt man in 2 und 3 die
Beziehung 1 ein, so erhält man 4 Gleichungen der Form (2) und 4 der Form (3),
in denen als einzige Unbekannte die Geschwindigkeiten C,, C,, Ca, C4, Cs und Cr
auftreten. Von diesen 8 Gleichungen sind aber 2 von den anderen nicht unab-
hängig, so daß zur Ermittlung der 6 unbekannten € 6 Gleichungen zur Verfügung
stehen. Sind durch diese Gleichungen die Zahlenwerte C gegeben, dann ist aber
für jedes Stationspaar die Überführung der relativen Geschwindigkeitsverteilung
u (z) in die absolute v (z) nach (1) möglich. Das ist in möglichster Kürze die
von K. Hidaka angegebene Methode, die er in der oben zitierten zweiten Arbeit
auf einen bestimmten Fall der „Meteor“-Stationen 272, 273, 277, 278 in rund
17° bis 19° N, 19° bis 23° W praktisch angewandt hat,
Die 6 Gleichungen erhalten für die praktische Durchführung der Rechnung
folgende Form:
{ ACH ACC — Ay Cs
; ACC + ACC + A,C,
ACC, +4A,1C;
HC, +H,C, HC,
HC +H,C4+H, Cs
| H,C, +H,C ) +H,C,
{ 4
Ay= Lab, HL. fS (dr, a
3 ® 5
N, = I fv,(z) Si (2) dz i=1,2,..6)
)
werden und L; der horizontale Abstand der beiden Eckstationen, h; die mittlere
Meerestiefe und S; der mittlere Salzgehalt (bzw. Chlorgehalt) auf der Dreieck-
seite i bedeuten,
Formal gesehen ist gegen die Methode Hidakas, wenn wir zunächst von
den später zu besprechenden prinzipiellen Bedenken absehen wollen, nichts ein-
zuwenden, aber in rein rechnerischer Hinsicht ist doch auf einige Punkte auf-
merksam zu machen, die die Anwendungsmöglichkeit der Methode fast illusorisch
machen. Wir wollen uns von den Gleichungen (4) die linken Seiten etwas näher
ansehen, Bezeichnet man mit S den mittleren Salzgehalt des ganzen betrachteten
Meeresraumes abcd bis zum Meeresboden, 8O lassen sich die Koeffizienten H; in
der Form schreiben: 3
8, (z)
HA = 145 Ss dz,
Nun sind aber die Brüche X alle immer sehr nahe bei 1; in dem von Hidaka
betrachteten Fall der „Meteor“. Stationen ist S etwa 35.5 zu setzen und die
extremen Werte von = die vorkommen, sind 1.02 und 0.98; man begeht
Ss
also im Mittel höchstens einen Fehler von 1%, wenn man As durch den