Hebecker, O.: Schiffsschwingungen unter Seegangs- und Windeinfluß.
Fall IH.
Roll- oder Stampfperiode ist ein ganzzahliges Vielfach der Begegnungsperiode.
1493
Nr.
DA
Da
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Ts | 4 ) ber.
Tara, ıy
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ei 10,1 18 13 — — — 5.8 _
° 8.2 18 40 4.7 | 30 17 46 | 268
22 18 | 28 4.72 30 22 4.6 2.6
7.8 18 68 5.04 30 52 46 © 26
“ — — — 4.96 30 27 4,6 2.6
— — _— 5.0 30 26 43 2.6
— — — 1,98 30 53 2.6
10 7.79 18 136 1,94 30 197 2.6
19 10.5 180 ]4
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2,5
2,5
2,5
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9.1
A1
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8
Unter Nr. 9 ist die Rollperiode gleich dem doppelten Wert der Begegnungs-
periode und gleich der Eigenperiode. Die Beobachtungen erfolgten auf dem
Revier kurz vor dem Ankern in einer schwachen Dünung, Die Perioden waren
äußerst konstant und die Amplituden unmerklich klein, nur im Sextanten meßbar.
Für Nr. 10 und 11 ist T=3T,=Tmeo,y-. Das Schiff liegt in einer gleich-
mäßigen See mit langen regelmäßigen Wellenzügen. Der Rollvorgang erfolgt
ohne Stampfen mit äußerst konstanten Amplituden. Die Beobachtungen 12 bis 17
wurden kurz hintereinander gemacht. Unter 18 finden sich die Mittelwerte aus
12 bis 17. Allgemein scheint die Rollperiode gleich dem dreifachen und die
Stampfperiode gleich dem doppelten Wert der Begegnungsperiode zu sein,
T=3Ts, t=27Tg2. Das wird besonders augenfällig, wenn man die Mittelwerte
unter Nr, 18 miteinander vergleicht, Beide Schwingungen müssen als erzwungen
angesehen werden, trotzdem werden die Amplituden erheblich, weil die Perioden
in der Nähe der Eigenperiode liegen.
Für Nr. 19 muß T=27Tg als Erregung angenommen werden. Die Rollperiode
wird in diesem Beispiel unter dem Einfluß einer kontinuierlichen Erregung von
großer Konstanz um nahezu ebensoviel größer als die Eigenperiode, als in den
Beispielen vorher unter sonst gleichen Bedingungen kleiner. Andererseits muß
man bedenken, daß im Schiff freie Oberflächen vorhanden sind, so daß die Eigen-
periode in gewissem Umfang unbestimmt wird.
Fall IV.
Es ist keine Resonanz mit der Begegnungsperiode da. Allerdings muß hinzugefügt werden,
daß infolge der Unregelmäßigkeit des Seeganges die Möglichkeit besteht, daß eine schwach
ausgebildete Dünung sich der Beobachtung entzog.
Nr. |
DA
% ı 152 | 10 | —
21 | 153 10 | 10
22 — — |
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In Nr. 20 und 21 fanden gelegentlich Roll- und Stampfschwingungen auf
Grund von Seegangsstößen statt. Das Schiff war durch Lenzen eines größeren
Bodentanks weich gemacht worden.
Nr. 22 gilt für gleichmäßigen starken Seegang von vorn. Es fanden keine
Rollbewegungen statt, sondern lediglich Stampfen.