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Full text: 69, 1941

142 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1941, 
in Gang durch Resonanz mit der Begegnung und wird durch Wind verstärkt 
(9, 10, 11). Dann findet man häufig Hebungen. und Senkungen der Schwingungs- 
züge in bezug auf die Kimm, die man sich so erklären kann, daß der Wind nicht 
aufhört, wie nach einer Bö, sondern, daß er nur seine Stärke ändert und dadurch 
das freie Ausschwingen verhindert, wobei die durch Wind erzeugten großen 
Amplituden die Schwingung gufrechterhalten, bis wieder Resonanzlagen mit 
dem Seegang für neue Energiezufuhr sorgen, Vergleicht man die Perioden 
miteinander, so findet man für die Stellen freien Ausschwingens und auf den 
absteigenden Teilen der durch Wind am freien Ausschwingen verhinderten, meist 
durch große Amplituden gekennzeichneten Teile des Schwingungszuges konstante 
Werte. Dagegen zeigen sich erhebliche Abweichungen, wenn man etwa beim 
Einfallen einer Bö oder bei kleinen unregelmäßigen Amplituden eine Perioden- 
Messung vornimmt. 
4. Zusammenhänge zwischen Roll-, Stampf-, Begegnungs- und Eigenperioden, 
Fall 1. 
Die Rollbewegung ist allein vorhanden, Rollperiode und Eigenperiode sind im Resonanz 
mit der Begegnungsperiode, n = Anzahl der Beobachtungen, aus denen der in der voran- 
stehenden Spalte enthaltene Wert gemittelt wurde, 
T 6,1) gibt die aus MG und 1 berechnete Eigenperiode an. I 
Seegang 
ts | MT w 
beob, | ber, We 
4 14.0 
2 | 112 
3 | 'n2 
| 30 ) 35 5; 14.1 145 | 150° 18.5 
200 | 27 8 141 M2 | 160 | 13.0 
51 4 | 9 12 | 135 106 
Fall 11. 
Rollen und Stampfen gleichzeitig. KRoll- oder Stampfperiode gleich der Begeznungsperiode, 
Nr. | 
» | oA 
4 
nn 
il34 8. 403 
5 | 20.722 3 19 
6 | 100 17 7 
7 1 8 | 4 
S 1082 In % 
na 
nn 
3 & I 
br | 5a 7 Wa Tara 
5.65 19, 56 3.6 42 ‚ 12 135 10.7 
4.24 A 7 2,87 4.3 4.35 105 10.5 
38 | 30 2 5.5 3.3 33 25 9.2 
41 | 30 | 30 1 6 48 46 6 9.1 
. .. ; 34 22 46 10.8 
In den Beobachtungen Nr. 1, 3 und 4 ist die Rollperiode gleich der Begeg- 
nungsperiode und nahezu gleich der Eigenperiode, Es treten Resonanzschwin- 
gungen auf, die an ihrer großen Amplitude erkennbar sind. Bei Nr. 2 wurden 
einzelne große Rollvorgänge abgestoppt, die bei rankem Sehiff dem Nachweis 
der Amplitudenabhängigkeit von der Periode dienen sollten. Dieser Nachweis war 
nicht zu bringen, Unter Nr. 4 findet sich die Stampfperiode gleich der halben 
Rollperiode, Dieser Zusammenhang wird erkennbar, wenn man sehr viel Beob- 
achtungen mittelt, im vorliegenden Falle 153 bzw, 56. Die Stampfschwingung 
hat als erzwungen zu gelten infolge der kleinen Amplituden, Durch Wind gehen 
die Rollamplituden auf 10° herunter und auf 250° herauf. Das Anwachsen dauert 
etwa 7T = 80 sec. 
In Nr. 5, 6, 7, 8 ist die Stampfperiode gleich der Begegnungsperiode, mithin 
wird die Stampfbewegung primär vom Seegang erregt, die zugehörigen Ampli- 
tuden sind bis auf Nr, 5 groß, Die gleichzeitig vorhandenen Rollvorgänge können 
nicht als erzwungen angesehen werden, weil die Amplituden von nahezu gleicher 
Größenordnung sind wie die Stampfamplitude und weil keine Periodengleichheit 
da ist. Das Rollen entsteht durch gelegentlichen Seegangsstoß und erfolgt mit 
der Eigenperiode,
	        
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